An einem Sonntagnachmittag ist es in der dänischen Hafenstadt Holbæk zu einer Schießerei gekommen, bei der drei Männer verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei besteht für die Opfer keine Lebensgefahr. Zwei Tatverdächtige stellten sich noch am Abend den Behörden und wurden in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen dauern an.
Ausgangslage und Tatablauf
Den Angaben zufolge eskalierte eine Auseinandersetzung in einer Wohnsiedlung: Innerhalb einer größeren Gruppe kam es zunächst zu einer Schlägerei, anschließend fuhr ein Pkw vor, und wenig später fielen Schüsse. Drei Männer erlitten dabei Verletzungen. Die Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort, befragte Zeugen und sicherte mehrere Tatorte.
Festnahmen und Verdächtigungen
Zwei Männer stellten sich am Abend selbst der Polizei und wurden festgenommen. Gegen einen 23-Jährigen bestehe der Verdacht des versuchten Totschlags, teilte die Polizei mit. Ein weiterer 22-Jähriger werde der Beihilfe zum versuchten Totschlag verdächtigt. Beide sollen voraussichtlich am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Darüber hinaus wurde ein weiterer Mann festgenommen, nachdem er einem Wagen nachgefahren und dabei verunglückt sein soll. Seine Rolle bei der Tat wird noch geprüft. Ein ursprünglich gesuchtes Fahrzeug, mit dem mutmaßliche Tatbeteiligte geflohen sein sollen, befindet sich inzwischen in polizeilichem Gewahrsam.
"Zum genaueren Motiv könne man derzeit keine Angaben machen, sagte ein Polizeisprecher."
Ermittlungsstand und Einordnung
Die Ermittler gehen nach eigenen Aussagen davon aus, dass die Tat in einem kriminellen Milieu verankert ist. Konkrete Hinweise auf das Motiv liegen bislang jedoch nicht vor. Die Polizei fahndet weiterhin nach einem weiteren mutmaßlich Beteiligten und wertet Zeugenaussagen sowie gesicherte Spuren aus.
- Ort: Holbæk, rund 60 Kilometer nordwestlich von Kopenhagen
- Opfer: Drei verletzte Männer, keine Lebensgefahr
- Festgenommene: 23-Jähriger (versuchter Totschlag), 22-Jähriger (Beihilfe)
- Weitere Maßnahmen: Spurensicherung, Zeugenbefragungen, Suche nach mehreren Beteiligten
| Person | Alter | Verdacht / Status |
|---|---|---|
| Unbekannt | 23 | Verdacht des versuchten Totschlags, festgenommen |
| Unbekannt | 22 | Verdacht der Beihilfe zum versuchten Totschlag, festgenommen |
| Unbekannt | — | Festnahme nach Verkehrsunfall; Rolle wird untersucht |
Kontext und mögliche Folgen
Solche Vorfälle in kleineren Städten wie Holbæk werfen Fragen zur regionalen Sicherheitslage und zu kriminellen Strukturen auf. Die Behörden betonen, dass die aktuelle Einschätzung auf ersten Erkenntnissen beruht und sich im Verlauf der Ermittlungen noch ändern könne. Ein Haftrichtertermin ist für die beiden festgenommenen Verdächtigen angekündigt.
Für die Anwohner bleibt die polizeiliche Präsenz spürbar: Mehrere Einsatzfahrzeuge und Beamte sichern die Areale, in denen die Tatorte vermutet werden, und nehmen Aussagen von Zeugen auf. Die Ermittler werden neben der forensischen Spurensicherung auch Videoaufnahmen und mögliche Mobilfunkdaten auswerten, um den genauen Tathergang und die Verantwortlichkeiten zu klären.
Die Hafenstadt Holbæk liegt rund 60 Kilometer nordwestlich von Kopenhagen. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Ablauf der Auseinandersetzung oder zu beobachteten Personen und Fahrzeugen machen können, sich zu melden.
Ein schlichter Sonntag in einer Kleinstadt endete für mehrere Menschen mit Verletzungen und für die Ermittler mit einer komplexen Spurensuche. Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die Tat Teil eines lokal verankerten Konflikts ist oder Verbindungen zu weiteren kriminellen Strukturen offenbart werden.