In Schwabing ist am Dienstagabend ein junger Mann durch einen Schuss aus einer Dienstwaffe der Polizei schwer verletzt worden. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurde der etwa 20 Jahre alte Mann in ein Krankenhaus gebracht; Lebensgefahr wurde nicht ausdrücklich ausgeschlossen oder bestätigt. Die Umstände, die zum Schusswaffengebrauch führten, sind bislang Gegenstand laufender Ermittlungen.
Einsatzablauf und erste Erkenntnisse
Die Polizei wurde gegen 17.15 Uhr alarmiert, nachdem eine Zeugin auf der Straße eine Person mit einem pistolenähnlichen Gegenstand gesehen und den Notruf gewählt hatte. Mehrere Streifenwagen rückten an, suchten die Örtlichkeit ab und sprachen die Person später an. Kurz darauf kam es zu einem Schusswaffengebrauch; eine Zeugin gab an, einen Knall gehört zu haben.
„Wenn wir eine Person mit Waffe gemeldet bekommen, sind wir mit starken Kräften im Einsatz.“
Die Beamten sicherten den pistolenähnlichen Gegenstand, der später vor Ort beschlagnahmt wurde. Ob es sich um eine funktionsfähige Schusswaffe oder eine Attrappe handelte, wird derzeit durch kriminaltechnische Untersuchungen geklärt. Ebenfalls offen ist die Identität des Verletzten: Vor Ort konnte kein Ausweisdokument festgestellt werden, die Identifizierung werde voraussichtlich bis Mittwoch dauern, hieß es.
Folgen vor Ort: Sperrungen und Zeugensuche
Das Gebiet um die Kreuzung Clemensstraße/Belgradstraße blieb über Stunden großräumig abgesperrt; auch Straßenbahnlinien wurden unterbrochen. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, die erst am späten Abend aufgehoben wurden. Kriminalpolizei und Spurensicherung arbeiteten am Abend am Einsatzort. Für Zeugenaussagen richteten die Behörden eine Sammelstelle ein.
- Alarmierung: Notruf gegen 17.15 Uhr nach Sichtung einer Person mit pistolenähnlichem Gegenstand.
- Schusswaffengebrauch: Einsatzkräfte trafen die Person gegen 17.30 Uhr an; anschließend fiel mindestens ein Schuss.
- Personenstand: Etwa 20 Jahre alt; ohne Identitätsdokument vor Ort; schwerverletzt in Krankenhaus gebracht.
Ermittlungen und Betreuung der Einsatzkräfte
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Geschehens aufgenommen. Dazu zählen Spurensicherung, forensische Untersuchungen des sichergestellten Gegenstands und Zeugenaussagen aus dem Umfeld. Die unmittelbar beteiligten Polizeikräfte werden laut Polizei betreut.
Zu diesem Zeitpunkt lagen keine weiteren Hinweise auf eine vorangegangene Straftat vor. Die Behörden betonten, dass die starke Präsenz vor Ort dem Umstand geschuldet sei, dass eine Person mit einer Waffe gemeldet worden sei.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| ca. 17.15 Uhr | Notruf: Sichtung einer Person mit pistolenähnlichem Gegenstand |
| ca. 17.30 Uhr | Polizeikräfte sprechen die Person an; es kommt zum Schusswaffengebrauch |
| Später Abend | Absperrungen aufgehoben; Ermittlungs- und Spurensicherungsarbeiten vor Ort |
Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Aussagen von Zeugen gelten als wichtig für die Rekonstruktion des Vorfalls. Bis zur abschließenden Klärung bleiben viele Details offen, nicht zuletzt die Frage, ob die abgefeuerte Munition aus der Dienstwaffe unmittelbaren Einfluss auf den Verletzungsgrad hatte und welche Wahrnehmungen andere Anwesende schildern können.
Der Vorfall hat in dem belebten Viertel für erhebliche Unruhe gesorgt; Straßenbahnbetrieb und Verkehr waren betroffen. Die Behörden kündigten an, die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse zu informieren, sobald diese vorliegen.