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Polizei zieht nach DFB-Pokalspiel in Saarbrücken positive Bilanz trotz Pyro- und Graffiti-Vorfällen

Nach dem ausverkauften Erstrunden-Spiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC am Ludwigsparkstadion zieht die Polizei Saarland ein insgesamt positives Fazit, meldet aber mehrere Einsätze wegen Pyrotechnik, Sachbeschädigungen und kleineren Auseinandersetzungen.

Polizei zieht nach DFB-Pokalspiel in Saarbrücken positive Bilanz trotz Pyro- und Graffiti-Vorfällen
©Illustration KI Nadine Klein / we-news.com

Die Landespolizeidirektion Saarland hat nach dem DFB-Pokalspiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC am Samstag im Ludwigsparkstadion eine Einsatzbilanz vorgelegt. Das Spiel, das mit rund 15.500 Zuschauern ausverkauft war, verlief nach Angaben der Polizei überwiegend ruhig – trotz einzelner Störungen durch Pyrotechnik, Graffiti und kleinere körperliche Auseinandersetzungen.

Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern unterstützten

Die Polizei im Saarland wurde bei dem Großeinsatz durch Kräfte aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern sowie durch die Bundespolizei verstärkt. Diese Unterstützung habe dazu beigetragen, dass größere Störungen verhindert werden konnten, teilte die Landespolizeidirektion mit.

Zu einem Fanmarsch, der vom Nanteser Platz in Alt-Saarbrücken zum Stadion führte, hatten sich nach Polizeiangaben etwa 4.000 Anhänger des 1. FC Saarbrücken versammelt. Auf dem Weg zum Stadion kam es mehrfach zur Zündung von pyrotechnischen Gegenständen.

Vorfälle an Bahnankunft und Gästebereich

Rund 1.000 mitgereiste Fans aus Berlin erreichten die Landeshauptstadt per Bahn. Bereits bei der Einfahrt des Zuges in den Saarbrücker Hauptbahnhof wurde nach Polizeiangaben Pyrotechnik gezündet. Im weiteren Verlauf begleiteten Einsatzkräfte die Berliner Anhänger zum Stadion, ohne dass es dabei zu besonderen Zwischenfällen gekommen sei.

Im Gästebereich des Stadions wurde laut Polizei zu Spielbeginn erneut Pyrotechnik eingesetzt. Während der Halbzeitpause stellten Einsatzkräfte dort außerdem eine Sachbeschädigung in Form von Graffiti fest. Im Bereich des Viadukts vor dem Ludwigskreisel entdeckten Beamte ebenfalls eine Graffiti-Schmiererei; die Ermittlungen zu den Tätern laufen.

  • Zuschauerzahl: ca. 15.500 (ausverkauft)
  • Fanmarsch: rund 4.000 Teilnehmer
  • Mitgereiste Gäste aus Berlin: etwa 1.000 Personen
  • Straßensperrung: Camphauser Straße ab 13:00 Uhr
  • Aufhebung der Sperrung: 19:10 Uhr

Verkehrsbeeinträchtigungen durch Begleitungen

Wegen der Anreise der Gästefans war die Camphauser Straße ab 13:00 Uhr gesperrt. Zusätzlich waren zeitweise weiterführende Sperrmaßnahmen zur Begleitung der Fanbewegungen erforderlich, wodurch es kurzzeitig zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Die Sperrung der Camphauser Straße wurde nach Polizeiangaben um 19:10 Uhr wieder aufgehoben.

Ermittlungen zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen

Während des Spiels seien vereinzelt kleinere Auseinandersetzungen registriert worden; hierzu dauerten die Ermittlungen an. Die Polizei bezifferte die Störungen zwar nicht als schwerwiegend, betonte jedoch, dass Sachbeschädigungen und das wiederholte Zünden von Pyrotechnik nicht folgenlos blieben und strafrechtlich verfolgt würden.

Beobachtung Ort / Zeitpunkt
Pyrotechnik Auf dem Fanmarsch, Einfahrt Zug, Gästebereich
Graffiti Viadukt vor Ludwigskreisel, Halbzeit im Gästebereich
Verkehrssperrung Camphauser Straße 13:00–19:10 Uhr

Polizei zieht Fazit und mahnt zur Verantwortung

In ihrer Mitteilung wertet die Polizei das Gesamtereignis als prinzipiell friedlich, weist aber zugleich auf die Folgen der einzelnen Störakte hin. Die Zündung pyrotechnischer Gegenstände in Menschenmengen birgt nach Ansicht der Einsatzkräfte erhebliche Gefährdungspotenziale, sowohl für die Zuschauer als auch für die Einsatzkräfte.

Die Behörden kündigten an, die Ermittlungen zu den erfassten Sachbeschädigungen und den Auseinandersetzungen fortzusetzen. Sollten Täter identifiziert werden, drohen je nach Schwere der Taten Strafverfahren.

Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bleibt festzuhalten, dass bei Großveranstaltungen mit erhöhtem Besucheraufkommen kurzfristige Sperrungen und Verkehrsmaßnahmen zu rechnen sind. Betroffene werden gebeten, sich bei geplanten Anreisen über mögliche Einschränkungen zu informieren und alternative Routen oder Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen.

Die Polizei appellierte abschließend an die Fans beider Lager, die Regeln für das Stadion und das Versammlungsrecht zu respektieren, um künftige Einsätze möglichst störungsfrei zu halten.

Nadine Klein
Nadine KI Korrespondentin Saarland online

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