In mehreren Objekten in Oldenburg, Cloppenburg und Bremen haben Spezialeinheiten der Polizei umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt. Hintergrund sind Ermittlungen gegen insgesamt sechs Männer im Alter von 26 bis 47 Jahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige und bandenmäßige Durchführung von unerlaubtem Glücksspiel, teilte die Polizei mit.
Großangelegte Aktion und umfangreiche Sicherstellungen
Bei dem Einsatz am Montag wurden nach Angaben der Ermittler mehrere Gegenstände als Beweismittel beschlagnahmt. Zu den sichergestellten Objekten zählen unter anderem Poker- und Spielautomaten, Bargeld, Waffenbezogene Ausrüstung sowie weitere Wertgegenstände und elektronische Geräte, die nun ausgewertet werden sollen.
Die Ermittlungen richten sich demnach gegen eine Gruppe von Beschuldigten, von denen einige in Verbindung mit einer international agierenden Rockergruppe stehen sollen. Konkrete Verbindungen wurden von der Polizei bislang nicht im Detail veröffentlicht.
Beschlagnahmte Gegenstände
Die Polizei nannte eine Reihe von sichergestellten Gegenständen. Eine tabellarische Übersicht zeigt die Menge und Art der Gegenstände, soweit von den Behörden angegeben:
| Gegenstand | Anzahl / Beschreibung |
|---|---|
| Pokertische | 3 |
| Spielautomaten | 3 |
| Munition | Mehrere Hinweise auf Munition |
| Visiereinrichtung | Für vermutlich scharfe Schusswaffen |
| Tresore | 2 |
| Drohne | 1 |
| Feinwaage | 1 |
| Bargeld | Mittlerer fünfstelliger Betrag |
| Mobiltelefone | Mehrere gesichert |
Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden außerdem weitere Wertgegenstände sichergestellt, die für die Ermittlungen von Bedeutung sein können.
Keine Haftbefehle, Beschuldigte vorerst wieder entlassen
Die sechs Tatverdächtigen wurden nach den Durchsuchungen zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt; es lagen keine Haftbefehle vor. Die Ermittlungen dauern an, ein Schwerpunkt ist die Auswertung der beschlagnahmten Mobiltelefone.
- Ziel der Ermittlungen: gewerbsmäßige und bandenmäßige Veranstaltung von Glücksspielen
- Mehrere Beschuldigte sollen Verbindungen zu einer internationalen Rockergruppe haben
- Konkrete Anklagen wurden bislang noch nicht erhoben
Die Polizei betonte, dass sich die Untersuchung vor allem auf die Aufklärung der Strukturen und finanziellen Abläufe richten werde. Die Auswertung elektronischer Beweismittel könne längere Zeit in Anspruch nehmen.
Regionale Bedeutung und mögliche Folgen
Solche Einsätze haben in Niedersachsen wegen des Gefährdungspotenzials durch organisierte Strukturen sowie wegen möglicher Waffenbezüge eine hohe Priorität. Illegal betriebene Spielstätten sind nicht nur steuerlich relevant, sondern können auch mit Geldwäsche, Gewalt und anderen Straftaten verknüpft sein.
Betroffene Anwohner und Geschäftsleute in den betroffenen Stadtteilen berichten nach ersten Informationen von einem starken Polizeiaufgebot. Konkrete Hinweise auf Gewalttaten im Zusammenhang mit den Durchsuchungen wurden von den Behörden nicht genannt.
Weiteres Vorgehen
Die Ermittler kündigten an, die Auswertung der sichergestellten Datenträger, insbesondere der Mobiltelefone, intensiv fortzusetzen. Diese Auswertungen sollen klären, welche Rolle die Beschuldigten im mutmaßlichen Glücksspielbetrieb gespielt haben und ob weitere Personen oder Standorte betroffen sind.
Rechtsanwälte oder Vertreter der Beschuldigten gaben bislang keine Stellungnahme ab. Sobald die Staatsanwaltschaft weitere Details bekanntgibt, ist mit weiteren Informationen zu rechnen.
Die Polizei rief Menschen, die Hinweise zu illegalen Spielstätten oder verdächtigen Aktivitäten haben, dazu auf, sich zu melden. Für die Bevölkerung bedeutet der Einsatz vorerst eine Entlastung, wenn dadurch illegale Angebote und mögliche Gefährdungen eingedämmt werden.
Weitere Entwicklungen in dem Verfahren werden erwartet, wenn die kriminaltechnischen Untersuchungen abgeschlossen sind.