Bau startet am Technologiepark: Mehr Platz für Forschung und Lehre
In Oldenburg ist am gestrigen Tag mit einem symbolischen Spatenstich der Bau des ersten eigenen Gebäudes der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO) eingeläutet worden. Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs hob dabei hervor, dass das Land gezielt in moderne Bedingungen für Spitzenforschung und die Ausbildung künftiger Ärztinnen und Ärzte investiere. Der Neubau soll langfristig die Gesundheitsversorgung in der Region Nordwest stärken.
„Das Land investiert gezielt in moderne Bedingungen für Spitzenforschung und die Ausbildung künftiger Ärztinnen und Ärzte.“
Seit der Gründung der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften im Jahr 2012 arbeiteten Forschende und Studierende der Medizin in Oldenburg überwiegend in provisorischen oder angemieteten Räumen. Mit dem neuen Gebäude an der Straße Am Technologiepark beginnt nun der erste von drei Bauabschnitten, mit dem dauerhaft geeignete Forschungs- und Lehrflächen geschaffen werden sollen.
Gebäudedaten, Ausstattung und Nachhaltigkeit
Das neue Haus umfasst rund 4.000 Quadratmeter Nutzfläche und erstreckt sich über ein Untergeschoss, Erdgeschoss sowie drei Obergeschosse. Geplant sind Arbeitsplätze für etwa 150 Personen sowie Forschungsflächen und eine Anatomie mit 13 Untersuchungstischen. Künftig können Medizinstudierende in Oldenburg an Spenderkörpern lernen; bislang fuhren sie regelmäßig nach Groningen.
- Standort: Straße Am Technologiepark (Grundstück von der Stadt Oldenburg gesichert und 2022 an das Land verkauft)
- Fläche: rund 4.000 m² Nutzfläche
- Anatomie: 13 Untersuchungstische, erstmals Unterricht an Spenderkörpern in Oldenburg
- Kapazität: Arbeitsplätze für etwa 150 Personen
Bei der Energieversorgung setzt das Projekt auf eine weitgehende Klimaneutralität. Vorgesehen sind unter anderem Photovoltaik, Erdwärme und Wärmepumpen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Mitte 2030 geplant.
Kosten, Finanzierung und weitere Schritte
Die Gesamtinvestition für den ersten Bauabschnitt liegt bei rund 85 Millionen Euro. Davon sind etwa 18 Millionen Euro Universitätsmittel, die insbesondere für die Einrichtung der Anatomie vorgesehen sind. Zwei weitere Bauabschnitte sollen bis Mitte der 2030er-Jahre folgen und zusätzliche Forschungs- sowie Lehrflächen schaffen.
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Nutzfläche | ~4.000 m² |
| Arbeitsplätze | ~150 Personen |
| Anatomietische | 13 |
| Kosten erster Abschnitt | ~85 Mio. € (davon ~18 Mio. € Universitätsmittel) |
| Fertigstellung | Mitte 2030 |
Für die Stadt Oldenburg ist das Vorhaben ein bedeutender Schritt zur Stärkung des Wissenschafts- und Medizinstandorts. Die Kommune hatte das entsprechende Grundstück bereits gesichert und im Jahr 2022 an das Land Niedersachsen veräußert. Damit sind die Voraussetzungen für die bauliche Umsetzung geschaffen.
Auswirkungen auf Lehre und Region
Für den Studienbetrieb bringt der Bau unmittelbar spürbare Veränderungen: Ab dem kommenden Herbst werden jährlich 200 Studierende ihr Medizinstudium in Oldenburg beginnen. Die neuen Räume sollen bessere Bedingungen für Forschung und praktische Ausbildung bieten, insbesondere durch die Möglichkeit, Anatomieunterricht direkt vor Ort durchzuführen. Langfristig wird von einer Verstärkung der lokalen Gesundheitsversorgung ausgegangen, da Forschung, Lehre und Praxis enger verzahnt werden sollen.
Der erste Bauabschnitt markiert einen sichtbaren Fortschritt, doch bleiben weitere Phasen abzuwarten. Bis Mitte der 2030er-Jahre sollen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, die das Profil der Universitätsmedizin Oldenburg weiter schärfen und den Standort in der Region nachhaltig stärken.
Kontakt und weitere Informationen: Verantwortliche Stellen von Land und Universität geben in den kommenden Monaten detailliertere Auskünfte zu Zeitplan, Bauablauf und Beteiligungsmöglichkeiten für die örtliche Bevölkerung bekannt.