Stadt und Anbieter unterzeichnen Letter of Intent
Die Stadt Landshut und die OXG Glasfaser GmbH haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) zum Aufbau eines modernen Glasfasernetzes unterzeichnet. Ziel ist der eigenwirtschaftliche Ausbau, der ohne öffentliche Fördermittel realisiert werden soll. Nach Angaben der Partner können künftig mehr als 1.100 Haushalte in Landshuter Ausbaugebieten von Gigabit-Geschwindigkeiten und einer zukunftssicheren digitalen Infrastruktur profitieren.
Keine Kosten für Haushalte, freier Markt für Dienste
OXG kündigt an, dass der Ausbau für die betroffenen Haushalte kostenfrei erfolgen wird. Die Infrastrukturmaßnahme sei „eigenwirtschaftlich“, das heißt, sie werde ohne öffentliche Fördergelder umgesetzt. Gleichzeitig stellt die Vereinbarung auf Open Access ab: Anwohnerinnen und Anwohner sollen freie Anbieter- und Produktwahl haben. Damit sind neben hohen Übertragungsraten auch wettbewerbliche Angebote für Internetdienste vorgesehen.
- Umfang: mehr als 1.100 Haushalte
- Finanzierung: eigenwirtschaftlicher Ausbau, keine öffentlichen Fördergelder
- Kosten für Haushalte: kostenloser Glasfaseranschluss in den Ausbaugebieten
- Marktzugang: Open Access, freie Anbieterwahl
Stadt sieht Digitalisierungsschub
Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger bewertete das Vorhaben als wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass von der Infrastruktur sowohl private Haushalte als auch Unternehmen und der Wirtschaftsstandort insgesamt profitieren sollen. Die Stadt betont ferner, dass es sich um einen weiteren Schritt hin zu einer „digital gut aufgestellten Stadt“ handle.
„Ein leistungsfähiges Glasfasernetz ist ein entscheidender Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Der eigenwirtschaftliche Ausbau durch OXG ist ein wichtiges Signal für den digitalen Fortschritt in Landshut. Davon profitieren unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Unternehmen und der Wirtschaftsstandort insgesamt. Ich freue mich, dass dieses Vorhaben ohne Vorvermarktungsquote umgesetzt wird und Eigentümerinnen und Eigentümer die Möglichkeit erhalten, sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss zu sichern. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einer digital gut aufgestellten Stadt“
Letter of Intent regelt Ziele und Aufgaben
Mit dem LOI haben Stadt und Anbieter zentrale Ziele, Anforderungen und Aufgaben für die Umsetzung des Infrastrukturprojekts definiert. Die Vereinbarung ist als langfristiges Bekenntnis zu einer verlässlichen Zusammenarbeit formuliert. Konkrete Zeitpläne für Bauabschnitte und Inbetriebnahme wurden in den Mitteilungen nicht genannt; ebenso liegen derzeit keine Angaben zu genauen Straßen, Stadtteilen oder Zeiträumen vor.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Betroffene Haushalte | mehr als 1.100 |
| Finanzierung | Eigenwirtschaftlich, keine öffentlichen Fördergelder |
| Kosten für Haushalte | Kostenloser Anschluss in Ausbaugebieten |
| Marktzugang | Open Access, freie Anbieter- und Produktwahl |
Ausblick und Fragen für Landshuter
Für die Bürgerinnen und Bürger in Landshut bleiben nun praktische Fragen offen: Welche Straßenzüge und Stadtteile sind im ersten Bauabschnitt enthalten, wann beginnen die Arbeiten, und wie ist der genaue Ablauf für Eigentümerinnen und Eigentümer, die den kostenlosen Anschluss erhalten möchten? Die Stadt und OXG haben mit dem LOI den politischen und kommerziellen Rahmen abgesteckt; die nächsten Schritte werden in den bevorstehenden Planungs- und Abstimmungsphasen konkretisiert.
Für Landshut bedeutet die Vereinbarung einen weiteren Vorstoß in der kommunalen Digitalisierungsstrategie. Ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau ohne Fördergelder und mit kostenfreien Anschlüssen könnte die Breitbandversorgung in betroffenen Quartieren deutlich verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen stärken. Zugleich wird sich zeigen, wie schnell und umfassend die Umsetzung in der Praxis gelingt und wie breit die Versorgung bei Abschluss tatsächlich ist.