Ulm – Eine Lagerhalle in Ulm ist in der Nacht vollständig niedergebrannt. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei befand sich in dem Gebäude, das früher als Firmenkantine genutzt wurde, unter anderem ein Reifenlager. Andere Teile des Gebäudekomplexes waren den Angaben zufolge ungenutzt.
Feuerwehr löschte, Nachschau und Ermittlungen geplant
Die Flammen, die sich in der Nacht entzündet hatten, wurden nach Auskunft der Feuerwehr am Morgen gelöscht. Am Abend war die Feuerwehr jedoch weiterhin vor Ort, um eine Nachschau durchzuführen. Erst nachdem diese Maßnahmen abgeschlossen seien, könnten Brandermittler die Arbeit am Brandort aufnehmen, teilte eine Polizeisprecherin mit.
Die Polizei kündigte an, dass sie gemeinsam mit einem Gutachter den Brandort betreten werde. Die Ermittlungen sollen auch in Richtung einer möglichen Brandstiftung geführt werden. Ob das Gebäude nach dem Feuer einsturzgefährdet ist, war zunächst unklar.
Rauchentwicklung belastete Anwohner
Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr in der Nacht die Anwohnerinnen und Anwohner in Ulm sowie im benachbarten Neu‑Ulm und forderte dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach bisherigen Angaben gab es keine Verletzten.
- Brandort: Lagerhalle in Ulm (ehemalige Firmenkantine)
- Inhalt: unter anderem Reifenlager
- Verletzte: keine
- Polizeiliche Maßnahmen: Brandermittler und Gutachter sollen Ort begutachten
- Ermittlungsrichtung: auch Verdacht auf Brandstiftung
Chronologie in Überblick
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| Nacht | Brandentstehung und starke Rauchentwicklung |
| Morgen | Feuerwehr löscht Brand |
| Abend | Feuerwehr führt Nachschau durch |
| Folgetag | Brandermittler und Gutachter sollen den Brandort betreten |
Die genaue Brandursache ist derzeit noch offen. Die Polizei wird nach Abschluss der Nachschau und der Ortseinsicht durch die Spezialisten weitere Informationen veröffentlichen, sobald diese verlässlich vorliegen.
Auswirkungen und Hinweise für Anwohner
Für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sind zwei Aspekte wichtig: Zum einen die weiterhin mögliche Geruchs- und Rauchbelästigung, zum anderen Hinweise bei Sichtung von ungewöhnlichen Beobachtungen. Die Behörden raten zu folgenden Verhaltensweisen:
- Bei anhaltender Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten.
- Bei auffälligen Beobachtungen (geruchliche Hinweise, Personen im Nähebereich des Brandorts) die Polizei informieren.
- Bei Atembeschwerden ärztlichen Rat suchen.
Da die Ermittlungen auch in Richtung eines vorsätzlichen Handelns laufen, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Sachdienliche Angaben zur Brandentstehung oder zum Umfeld des betroffenen Gebäudes können den Ermittlern helfen, den Hergang zu klären.
Kontext und lokale Bedeutung
Brände in leerstehenden oder ungenutzten Gebäuden stellen für Rettungskräfte eine besondere Herausforderung dar: Unklare Brandherde, versteckte Brandnester und die Gefahr der Einsturzgefahr erschweren das Vorgehen. Für Städte wie Ulm bedeuten solche Vorfälle zudem zusätzliche Belastungen für die Nachbarschaft, etwa durch Geruchsentwicklung und temporäre Gesundheitsrisiken bei empfindlichen Personen.
Die jetzigen Ermittlungen werden zeigen, ob es sich um einen technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder um eine vorsätzliche Brandlegung handelt. Bis klare Erkenntnisse vorliegen, bleibt der Bereich um die Brandstelle für Rettungs- und Ermittlungsmaßnahmen vorrangig gesperrt.
Weitere Informationen will die Polizei nach Abschluss der ersten Untersuchungen bekanntgeben.