In Krefeld ist eine 89-jährige Bewohnerin Opfer eines ausgeklügelten Trickbetrugs geworden. Nach Angaben der Ermittler führten die Täter das Opfer über rund zwei Stunden am Telefon, bis eine unbekannte Frau später vor der Wohnung erschien und Bargeld sowie Wertgegenstände in Empfang nahm.
Abfolge der Taten und Vorgehen der Täter
Das Opfer erhielt nach Polizeiangaben am Mittwoch, den 16. September, gegen 16:30 Uhr einen Anruf. Zunächst meldete sich eine Frau, die sich als die Schwiegertochter der Seniorin ausgab und weinte. Kurz darauf übernahm ein Mann das Gespräch und stellte sich als Professor vor. Er erklärte, die vermeintliche Schwiegertochter leide an einer schweren Erkrankung und benötige ein teures Medikament.
„Die 89-Jährige bekam gegen 16.30 Uhr einen Anruf.“
Die Anrufer behaupteten, eine Mitarbeiterin der Krankenkasse werde vorbeikommen, um Geld und andere Wertgegenstände abzuholen. Unter diesem Vorwand überredeten sie die Seniorin, die Gegenstände auszuhändigen. Eine unbekannte Frau erschien wenig später auf der Steckendorfer Straße und nahm Bargeld im vierstelligen Bereich, Gold- und Silbermünzen sowie diverse hochwertige Schmuckstücke entgegen.
- Datum und Uhrzeit: 16. September, gegen 16:30 Uhr
- Ort: Steckendorfer Straße, Krefeld
- Opfer: 89-jährige Frau
- Wegnahme: Bargeld (vierstellig), Gold- und Silbermünzen, Schmuck
Beschreibung der tatverdächtigen Person
Die Frau, die das Geld und die Wertgegenstände abholte, wurde wie folgt beschrieben: etwa 1,70 Meter groß, schwarzgefärbte Haare zu einem Dutt gebunden, geschätztes Alter etwa 40 Jahre. Sie stieg nach der Übergabe in ein helles Auto und fuhr davon.
| Ereignis | Angaben |
|---|---|
| Anrufbeginn | ca. 16:30 Uhr, 16. September |
| Dauer des Telefonats | Rund zwei Stunden |
| Abholerin | ca. 1,70 m, schwarz gefärbte Haare, Dutt, ca. 40 Jahre |
| Entwendet | Bargeld (vierstellig), Gold-/Silbermünzen, Schmuck |
Reaktion der Familie und örtlicher Kontext
Erst nachdem die Frau weggefahren war, rief die 89-Jährige ihren Sohn an. Dieser versicherte, ihm und seiner Frau gehe es gut. Daraufhin wurde der Seniorin klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Die Polizei weist darauf hin, dass solche „Schock- und Sorge“-Szenarien bei älteren Menschen regelmäßig ausgenutzt werden.
Bereits am Vortag war in Krefeld ein weiterer Fall bekannt geworden, bei dem ein 63-Jähriger durch manipulierte Schreiben und Aufforderungen zum Scannen eines QR-Codes geschädigt wurde. Dort nutzten die Täter eine angebliche Nachricht der Bank, um Überweisungen zu veranlassen. Die Serie zeigt, dass Betrüger verschiedene Methoden anwenden, um Vertrauen zu erwecken und zu schnellem Handeln zu drängen.
Polizeihinweise und Prävention
Die Ermittler raten zu besonderer Vorsicht bei unerwarteten Anrufen, in denen finanzielle Forderungen, dringende Kosten oder angebliche Vertreter von Behörden bzw. Krankenkassen angekündigt werden. Wichtige Hinweise der Polizei:
- Legitimationsansprüche hinterfragen und eigenständig Rückrufnummern recherchieren.
- Nicht sofort auf Druck reagieren; Angehörige direkt kontaktieren.
- Kein Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben.
- Verdächtige Vorgänge der Polizei melden.
Die Polizei in Krefeld hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu dem beobachteten hellen Pkw sowie zur beschriebenen Frau. Zeugen werden gebeten, sich bei der zuständigen Dienststelle zu melden.
Als lokale Redaktion betonen wir: Bleiben Sie wachsam und sprechen Sie mit älteren Verwandten und Nachbarn über die möglichen Maschen der Täter. Prävention kann weiteren Schaden verhindern.