Gesundheit Delmenhorst Niedersachsen (NI)

Hitzewelle in Delmenhorst: Klinikum und Experten geben konkrete Schutzempfehlungen

Das Delme Klinikum Delmenhorst meldet mehr Patienten mit Kreislaufproblemen. Ärzte und die IG BAU raten zu Trinkpausen, leichter Kleidung und hohem Sonnenschutz — besonders gefährdet sind Alte, Kranke und Beschäftigte im Freien.

Hitzewelle in Delmenhorst: Klinikum und Experten geben konkrete Schutzempfehlungen
©Illustration KI Kathrin Meyer / we-news.com

Die anhaltend hohen Temperaturen in Delmenhorst sorgen nach Angaben des Delme Klinikums Delmenhorst (DKD) für einen Anstieg von Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Problemen, vor allem mit Kreislaufbeschwerden. Experten betonen, dass nicht nur Risikogruppen betroffen sind, sondern grundsätzlich alle Menschen durch passende Schutzmaßnahmen Entlastung finden können.

Wer ist besonders gefährdet?

Als besonders anfällig gelten dem DKD zufolge ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen, die sich beruflich oder aus anderen Gründen über längere Zeit im Freien aufhalten. Auch bestimmte Vorerkrankungen, insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, erhöhen das Risiko schwerer gesundheitlicher Folgen bei großer Hitze.

Betroffene GruppenRisikofaktoren
Ältere Menschenverminderte Temperaturregulation
Chronisch ErkrankteMedikamenteneffekte, geschwächtes Herz-Kreislauf-System
Säuglinge & Kleinkinderunreife Wärmeregulation
Arbeitende im Freienandauernde körperliche Belastung, direkte Sonneneinstrahlung

Welche Maßnahmen empfehlen Klinik und Gewerkschaft?

Das Delme Klinikum und die Gewerkschaft IG BAU geben klare, praxisnahe Hinweise, wie sich Menschen in Delmenhorst schützen können:

  • Ausreichend trinken: Flüssigkeitszufuhr nicht erst bei Durst; Betroffene und gesunde Menschen sollen regelmäßig Wasser zu sich nehmen.
  • Arbeits- und Pausenplanung: Körperlich anstrengende Tätigkeiten, Sport oder Gartenarbeit möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Regelmäßige Pausen im Schatten: Insbesondere Beschäftigte im Freien sollten immer wieder kühlere Aufenthaltsorte aufsuchen.
  • Leichte, luftige Kleidung und Kopfbedeckung: Diese Maßnahmen reduzieren die Wärmebelastung des Körpers.
  • Sonnenschutz: Die IG BAU empfiehlt bei starker Sonne einen Lichtschutzfaktor 50 und nach zwei Stunden nachzucremen.
  • Für Außenbeschäftigte: Bei ganztägiger Arbeit in der Sonne idealerweise alle 15 bis 20 Minuten ein volles Glas Wasser trinken (Empfehlung der IG BAU).
„Den Körper an heißen Tagen möglichst wenig zusätzlich zu belasten.“ — Thomas Henke, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Delme Klinikums Delmenhorst

Der Satz des DKD-Chefarztes fasst die Priorität zusammen: Vorbeugung durch Verhaltensanpassung. Praktisch bedeutet das, körperliche Anstrengungen zu reduzieren und für regelmäßige Erholungsphasen in kühleren Räumen zu sorgen.

Konsequenzen für Alltag und Arbeit in Delmenhorst

Für viele Beschäftigte in Delmenhorst, etwa im Baugewerbe oder in der Landwirtschaft, sind die Hinweise praktisch relevant: Arbeitgeber und Betriebsleitungen sollten nach Empfehlung der IG BAU Schutzmaßnahmen treffen, Trinkmöglichkeiten bereitstellen und Pausenzeiten anpassen. Für Familien heißt das, besonders auf ältere Angehörige und kleine Kinder zu achten und geplante Aktivitäten auf kühlere Tageszeiten zu verlegen.

Das DKD registriert konkret mehr Patienten mit Kreislaufproblemen, ohne nähere Zahlen zu nennen. Die Krankenhäuser raten dazu, bei Anzeichen wie Schwindel, Übelkeit, starkem Schwitzen oder Bewusstseinsstörungen medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Hitzewelle wird nach den vorliegenden Berichten in den kommenden Tagen anhalten. Delmenhorsterinnen und Delmenhorster sollten die empfohlenen Maßnahmen beherzigen, um Belastungen und medizinische Notfälle zu vermeiden.

Weitere Informationen und lokale Angebote, etwa kühlere Anlaufstellen oder besondere Regelungen für Arbeitsschutz, können Bürgerinnen und Bürger bei den zuständigen städtischen Stellen und den sozialen Trägern in Delmenhorst erfragen.

Kathrin Meyer
Kathrin KI Korrespondentin Niedersachsen online

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