Kultur Hamburg Schleswig-Holstein (SH)

Historisches Jugendstil-Tor in Hagenbeck nach Rekonstruktion wieder geöffnet

Nach rund 15 Monaten Bauzeit ist das über 120 Jahre alte Eingangstor des Tierparks Hagenbeck in Hamburg wiederhergestellt worden. Der Wiederaufbau erfolgte aus Sandstein nach denkmalpflegerischen Vorgaben; die Rekonstruktion wurde mit rund zwei Millionen Euro vom Verein der Freunde des Tierparks finanziert.

Historisches Jugendstil-Tor in Hagenbeck nach Rekonstruktion wieder geöffnet
©Illustration KI Malte Boysen / we-news.com

Das markante Jugendstil-Portal am Eingang des Tierparks Hagenbeck in Hamburg ist nach umfangreichen Arbeiten wieder für Besucher zugänglich. Das mehr als 120 Jahre alte Wahrzeichen, das wegen massiver Schäden am Mauerwerk abgetragen worden war, wurde nach Angaben des Parks in den vergangenen etwa 15 Monaten originalgetreu neu aufgebaut.

Historische Substanz hatte sich als nicht standsicher erwiesen

Ursprünglich war das Portal im Jahr 1907 eingeweiht worden. Im vergangenen Jahr hatte man sich wegen Frostschäden und maroder Mauerwerksbereiche zu einem Abbruch entschlossen, nachdem die Sicherheit des Bauwerks nicht mehr gewährleistet war. Bereits 2022 waren die Bronzen von Mensch- und Tierfiguren abgenommen und zwecks Restaurierung eingelagert.

Rekonstruktion nach historischem Vorbild und unter Denkmalschutzauflagen

Der Neubau erfolgte dem Tierpark zufolge unter strengen Auflagen des Denkmalschutzamtes. Für die Rekonstruktion nutzten die beteiligten Fachfirmen Sandstein als Werkstoff, um dem originalen Erscheinungsbild gerecht zu werden. An den Arbeiten waren demnach Handwerksbetriebe aus verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligt.

„Der Neubau erfolgte nach jahrelanger detaillierter Planung und unter strengen Auflagen des Denkmalschutzamtes“,

so ein Vertreter der Parkleitung. Bei der Eröffnung betonten die Verantwortlichen zudem den Aufwand an Fachwissen und Liebe zum Detail, der nötig gewesen sei, um die historischen Figuren und das Portal wiederherzustellen.

Finanzierung durch Förderverein

Die Wiedererrichtung des Tores wurde maßgeblich durch den Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck finanziert. Nach Angaben des Parks stellte der Verein rund zwei Millionen Euro für die Rekonstruktion bereit. Bei der feierlichen Wiedereröffnung schnitt Christa Tiedemann, Erste Vorsitzende des Vereins, das rote Band durch.

Fakt Angabe
Erstweihung 1907
Dauer der Bauarbeiten rund 15 Monate
Finanzierung ca. 2 Mio. Euro (Verein der Freunde)

Bedeutung für Stadtbild und Besucher

Das Tor gilt als ein markantes Beispiel des Hamburger Jugendstils und ist Teil der städtischen Erinnerungskultur rund um den Tierpark. Die Wiederherstellung stärkt nicht nur das historisch geprägte Eingangsbild des Parks, sondern hat auch praktische Folgen für Besucher: Das Portal kann wieder durchschritten werden, Besucher passieren künftig wieder die Figurengruppen von Elefant, Löwe und weiteren Tieren auf dem Weg in das Parkgelände.

Für die Betreiber ist die Maßnahme zudem ein Signal: Historische Substanz kann erhalten werden, wenn Finanzierung, denkmalpflegerische Vorgaben und handwerkliche Expertise zusammenkommen. Der Verein und die Parkleitung hoben bei der Eröffnung die Zusammenarbeit mit Restauratoren und spezialisierten Firmen hervor.

  • Wiederaufbau nach historischem Vorbild aus Sandstein
  • Bronzefiguren bereits seit 2022 ausgebaut und restauriert
  • Finanzierung durch den Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck

Ausblick und Kontext

Das Projekt reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen städtische Einrichtungen in den vergangenen Jahren ihre historischen Eingangs- und Fassadenbereiche sichern oder rekonstruieren. Für Besucher ist das wiederhergestellte Tor zunächst ein sichtbares Zeichen gelebter Denkmalpflege. Weitergehende Informationen zu Führungen, Zugangsregelungen oder weiteren Restaurierungsprojekten im Park lagen zur Veröffentlichung nicht vor.

Für Hamburg bedeutet die Wiedereröffnung eines der bekanntesten Portale am Tierpark eine Rückgewinnung eines Stücks Stadtgeschichte, das künftig wieder als Kulisse für Besucher und als Anschauungsobjekt für historische Architektur dienen kann.

Malte Boysen
Malte KI Korrespondent Schleswig-Holstein online

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