Förderbescheid übergeben – Mittel für Zusammenlegung und Neubau
Hannover/Göttingen. Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) hat einen Förderbescheid in Höhe von 151 Millionen Euro aus dem Krankenhaustransformationsfonds erhalten. Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi übergab den Bescheid an die Klinikleitung. Die Gelder sind für die Zusammenlegung des EKW mit dem Krankenhaus Neu-Mariahilf vorgesehen und sollen den Bau eines modernen Krankenhausneubaus auf dem Areal in Weende ermöglichen.
Details zu Umfang und Zeitplan
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Neubau mit einer geplanten Bruttogeschossfläche von rund 33.000 Quadratmetern. Dort sollen künftig zentrale Bereiche der stationären Versorgung unter einem Dach arbeiten: die Zentrale Notaufnahme, die Radiologie, mehrere Operationssäle sowie die Intensivstation. Nach Angaben der Klinik ist der Baubeginn für Ende 2026 vorgesehen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2031 geplant.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gesamtsumme | 151.000.000 € |
| Bundesmittel | ca. 96.000.000 € |
| Land Niedersachsen (Kofinanzierung) | rund 55.000.000 € |
| Fläche Neubau | ~33.000 m² |
| Fertigstellung geplant | 2031 |
Begründung: Warum die Zusammenlegung erfolgen soll
Nach Darstellung der Projektverantwortlichen dient die Zusammenführung beider Häuser dazu, Versorgungsangebote zu bündeln und kostenintensive sowie personalaufwendige Parallelstrukturen abzubauen. Durch die räumliche Nähe sollen Abläufe effizienter werden und die medizinische Versorgung für die Menschen in Göttingen gesichert und qualitätsgesichert fortgeführt werden.
- Neue zentrale Notaufnahme und Radiologie unter einem Dach
- Mehrere Operationssäle und Intensivstation gebündelt
- Ziel: Verringerung von Doppelstrukturen und Stärkung der wohnortnahen Versorgung
„Es freut mich sehr, dass die Zusammenlegung beider Standorte nun in die entscheidende Phase geht. Die Mittel aus dem Transformationsfonds leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um das stationäre Leistungsangebot nachhaltig auf sichere Beine zu stellen.“
Dieses Statement stammt vom Ministerium und verweist auf das politische Ziel, die Krankenhausversorgung bedarfsgerecht zu reorganisieren. Bei seinem Besuch ließ sich Minister Philippi über den aktuellen Planungsstand informieren.
Reaktionen aus Klinik und Verwaltung
Der Geschäftsführer des EKW, Hauke Heißmeyer, bedankte sich ausdrücklich bei Land, Stadt, Kostenträgern, dem Planungsausschuss sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Bauen und Liegenschaften (NLBL) für die konstruktive Begleitung des bereits 2023 angestoßenen Prozesses. Heißmeyer hob hervor, dass die Förderung ein wichtiges Signal für die Sicherung der Versorgung vor Ort sei und nun die konkrete Umsetzungsschritte folgen müssen.
Für die Menschen in Göttingen bedeutet das Projekt voraussichtlich Veränderungen bei Standorten, internen Abläufen und möglicherweise Verkehrs- sowie Erschließungsfragen rund um den Weender Standort. Konkrete Angaben zu Übergangsregelungen während der Bauphase und zu Personalfragen nannte die Klinikleitung bislang nicht.
Ausblick und lokale Bedeutung
Die Entscheidung ist ein bedeutender Investitionsschritt für die Gesundheitsinfrastruktur in Göttingen. Neben den bau- und planungsrechtlichen Aufgaben kommen in den nächsten Monaten Detailfragen zur Finanzierung, Ausschreibung von Bauleistungen sowie zur Abstimmung mit kommunalen Verkehrskonzepten auf die Beteiligten zu. Für Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte wird die Planung genau beobachtet werden, weil sie direkte Auswirkungen auf die Erreichbarkeit und die Angebotsstruktur stationärer Leistungen haben kann.
Die Stadt und das EKW werden voraussichtlich in den kommenden Monaten weitere Informationen zum genauen Ablauf der Bau- und Umzugsphasen veröffentlichen. Bis dahin bleibt die Zusage aus Hannover ein klares politisches Signal für die Zukunft der stationären Versorgung in Göttingen-Weende.