Blindbomben gefunden und entschärft
In Neu‑Ulm sind am Dienstagabend fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und erfolgreich entschärft worden. Bei den Bomben handelte es sich nach Angaben der Stadt um US‑Splittersprengbomben mit einem Gewicht von jeweils 126 Kilogramm. Die Sprengstoffexperten führten die Entschärfungsmaßnahmen unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen durch.
Auswirkungen auf Verkehr und Anwohner
Wegen der Entschärfungsarbeiten mussten zeitweilig Verkehrssperrungen verhängt werden. Die Bahnlinie zwischen Augsburg und Ulm wurde vorübergehend gesperrt, der Schienenverkehr ruhte kurzfristig. Zudem wurde die Bundesstraße 10 im Bereich des Pfuhler Rieds bei Neu‑Ulm in beiden Richtungen gesperrt.
- Entdeckte Blindgänger: 5 US‑Splittersprengbomben
- Gewicht pro Bombe: 126 Kilogramm
- Sperrzonenradius: 500 Meter um jede Bombe
- Betroffene Verkehrswege: Bahnlinie Augsburg–Ulm, Bundesstraße 10
Evakuierungen und Sicherheitszonen
Für jede der fünf Bomben legten die Einsatzkräfte eine Sperrzone von 500 Metern fest. Innerhalb dieser Zonen durften sich nur die Sprengstoffexperten aufhalten; Dienstleistungen und Aufenthalte für die übrige Bevölkerung waren untersagt. Nach Angaben der Stadt waren davon auch einzelne Wohn‑ und Gewerbegrundstücke betroffen.
„Sämtliche Sperrungen seien inzwischen wieder aufgehoben worden“, teilte die Stadt mit.
Die Stadtverwaltung kündigte an, die Situation weiter zu beobachten und bei Bedarf zusätzliche Prüfungen vorzunehmen, da im Neu‑Ulmer Gebiet wiederholt Blindgänger gefunden werden.
Historischer Hintergrund und Häufigkeit
Neu‑Ulm und das benachbarte Ulm wurden im Zweiten Weltkrieg massiv bombardiert. Infolge der Luftangriffe sind seit Jahrzehnten immer wieder nicht detonierte Sprengkörper im Boden verblieben. Bereits Mitte Juli dieses Jahres waren in der gleichen Gegend zwei Weltkriegsbomben entdeckt und entschärft worden. Die Fundserie macht deutlich, dass auch mehr als 80 Jahre nach Kriegsende weiterhin Gefahr durch im Boden verborgene Blindgänger besteht.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anzahl der Bomben | 5 |
| Typ | US‑Splittersprengbomben |
| Gewicht je Bombe | 126 kg |
| Sperrzone pro Bombe | 500 m |
Die kurzfristig angeordneten Sperrungen führten zu Einschränkungen im Pendlerverkehr zwischen Augsburg und Ulm. Welche Folgen es für den Schienenfahrplan genau gab, liegt in der Zuständigkeit der Bahnunternehmen; die Stadt meldete lediglich, dass der Bahnverkehr vorübergehend eingestellt worden sei und die Streckenfreigabe nach Abschluss der Entschärfungsarbeiten erfolgte.
Folgen und Ausblick
Für betroffene Anwohner und Gewerbetreibende bedeuteten Evakuierungen und Sperrungen organisatorischen Aufwand. Die wiederkehrenden Funde alter Bomben machen deutlich, dass in bestimmten Teilen Neu‑Ulms auch künftig mit solchen Einsätzen zu rechnen ist. Die Stadt hat nach eigenen Angaben alle Sperrmaßnahmen aufgehoben, die Lage bleibt jedoch im Blick der zuständigen Stellen.
Die Entschärfung verlief ohne Meldungen über Verletzte oder Schäden. Die Einsatzleitung betonte die Bedeutung von routinierten Abläufen und umfangreichen Sicherheitsradien bei der Arbeit mit historischen Sprengkörpern.