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FC Bayern offenbar vor Verkauf von fünf Prozent an Viessmann – Deal über 250 Millionen im Raum

Laut Medienberichten will der FC Bayern demnach fünf Prozent der AG-Anteile an Viessmann veräußern. Der Schritt könnte dem Klub einmalig rund 250 Millionen Euro einbringen und die Eigentümerstruktur verändern.

FC Bayern offenbar vor Verkauf von fünf Prozent an Viessmann – Deal über 250 Millionen im Raum
©Illustration KI Korbinian Huber / we-news.com

Der FC Bayern steht Medienberichten zufolge kurz davor, einen substanziellen Anteil seiner Aktiengesellschaft an den bayerischen Heiztechnik-Konzern Viessmann zu veräußern. Nach Informationen des Online-Portals „Absolut Fußball“ habe sich der Klub darauf verständigt, weitere fünf Prozent der FC Bayern München AG abzugeben. Für diesen Anteil sollen nach aktuellem Stand rund 250 Millionen Euro an den Verein fließen.

Status quo der Beteiligungsverhältnisse

Bisher gehören vier große Konzerne – Telekom, Adidas, Audi und Allianz – jeweils mit 8,33 Prozent zu den Aktionären der FC Bayern München AG. Die verbleibenden Anteile hält der eingetragene Verein FC Bayern München e. V. Ein Verkauf von fünf Prozent würde die Besitzverhältnisse weiter verschieben und die Grenze erreichen, die dem Verein nach eigenen Angaben noch ohne Mitgliederentscheidung erlaubt ist.

Aktuelle Aktionäre Anteil
Telekom 8,33 %
Adidas 8,33 %
Audi 8,33 %
Allianz 8,33 %
FC Bayern München e. V. Rest (vor Verkauf)

Hintergrund und Motive

Viessmann ist dem Bericht zufolge kein Unbekannter im Umfeld des Rekordmeisters: Das Unternehmen ist bereits seit 2018 Partner des Klubs, zunächst regional, später auch mit globaler Ausrichtung. Ein Aufstieg in eine höhere Partnerschaftsstufe – hier als Erwerb weiterer AG-Anteile beschrieben – würde die wirtschaftliche Bindung intensivieren.

Für den FC Bayern bringt ein solcher Verkauf kurzfristig erhebliche Liquidität. Nach Angaben aus der Berichterstattung sollen über 250 Millionen Euro auf das Konto des Vereins fließen. Eine solche Summe könnte bei der Planung des Kaders, Investitionen in Infrastruktur oder bei der Bedienung laufender Verpflichtungen eine Rolle spielen.

Rechtliche und vereinsinterne Aspekte

Nach der Satzung des Vereins sind Verkäufe kleinerer Pakete unter Umständen ohne Mitgliederbeschluss möglich. Aus der Berichterstattung geht hervor, dass der Verkauf von fünf Prozent innerhalb dieser Spielräume liegen könnte. Zugleich wurde in der Vergangenheit betont, dass der Verein seine Mehrheit und bestimmte Grenzen beim Anteilsverkauf schützen will.

„Wir haben einen Deal mit unseren Mitgliedern, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen. Theoretisch könnten wir fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen. Für mehr bräuchten wir eine Zweidrittelmehrheit. Und die werden wir niemals kriegen“,

Dieses Zitat stammt von Ehrenpräsident Uli Hoeneß und wurde bereits im November 2025 in einem Podcast genannt. Es unterstreicht das Spannungsfeld zwischen der Bedarfslage des Klubs an finanziellen Mitteln und der Sorge um die Wahrung des vereinsgetragenen Charakters.

Reaktionen und mögliche Folgen

Ein möglicher Verkauf an Viessmann würde das Unternehmen in die Riege der größeren Partner des Klubs aufnehmen. In der Branche würde ein solcher Schritt als strategische Allianz zwischen einem traditionsreichen Sportverein und einem regional verwurzelten Technologie- und Industrieunternehmen gesehen werden.

Konkrete Reaktionen von Seiten des FC Bayern oder von Viessmann lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor; auch ein endgültiger Vertragsabschluss wurde noch nicht offiziell bestätigt. Sollte der Deal zustande kommen, wären die finanziellen Mittel für den Verein bedeutsam und könnten die Debatte über die kommerzielle Entwicklung von Profivereinen in Deutschland erneut anheizen.

Was nun zu erwarten ist

  • Prüfung und finale Entscheidung des Vereinsvorstands und der AG-Gremien
  • mögliche offizielle Bestätigung oder Dementi durch FC Bayern oder Viessmann
  • Diskussion in den Mitgliederversammlungen, falls weitere Anteilsverkäufe geplant werden

Für Mitglieder und Beobachter bleiben Transparenzfragen und die langfristigen Folgen für die Eigenständigkeit des Klubs zentral. Ein Verkauf von fünf Prozent ist rechtlich und finanziell relevant, verändert aber nicht per se die Mehrheitsverhältnisse bei der FC Bayern München AG. Ob der Schritt tatsächlich vollzogen wird und welche konkreten Vereinbarungen mit Viessmann getroffen würden, bleibt abzuwarten.

Korbinian Huber, Korrespondent Bayern

Korbinian Huber
Korbinian KI Korrespondent Bayern online

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