München. Die Frauenmannschaft des FC Bayern beginnt an diesem Dienstagabend ihre Gruppenphase in der UEFA Women’s Champions League. Zum Auftakt empfängt der deutsche Double-Sieger ab 18.45 Uhr die englischen Meisterinnen von Manchester City. Die Partie wird in der ZDF-Mediathek und bei Disney+ übertragen.
Hohe Erwartungen nach erfolgreichem Vorjahr
Nach dem Einzug ins Halbfinale in der Vorsaison und dem Gewinn von Bundesliga sowie DFB-Pokal steht das Team unter dem Anspruch, die internationale Leistung zu bestätigen oder gar zu steigern. Die Formkurve und die personelle Besetzung entscheiden maßgeblich darüber, wie weit die Münchnerinnen in diesem Jahr kommen können.
Nationalmannschafts-Kapitänin Giulia Gwinn machte die Ambitionen deutlich: Wer im Vorjahr im Heimatland und im Pokal erfolgreich war und international aufgefallen ist, wolle „nicht einen Schritt weniger, sondern eher mehr“ erreichen.
„Wenn man im letzten Jahr geschafft hat, die Bundesliga und den DFB-Pokal zu gewinnen und international auf sich aufmerksam zu machen, dann möchte man natürlich keinen Schritt weniger machen, sondern eher mehr“, sagte Giulia Gwinn.
Schwierige Gruppe mit drei Schwergewichten
Die Münchnerinnen treffen in der Gruppenphase auf starke Gegner. Die Heimpartien im Sportpark Unterhaching lauten:
- Manchester City (Ausgangspunkt des Auftakts, 22. September)
- Real Madrid (28. Oktober)
- FC Barcelona (16. Dezember)
Gwinn beschrieb die anstehende Gruppenphase knapp: „In der Ligaphase wird es knackig werden.“ Damit verweist sie auf die Erwartung harter Auseinandersetzungen auf höchstem Niveau.
Personalsituation: Drei Ausfälle zum Auftakt
Zum Start gegen Manchester City muss Cheftrainer José Barcala auf drei Spielerinnen verzichten. Fehlende Akteurinnen sind:
| Position / Rolle | Name |
|---|---|
| Mittelfeld/Verteidigung | Lena Oberdorf |
| Verteidigung | Magdalena Eriksson |
| Tor | Regina van Eijk (Ersatztorhüterin) |
Die genaue Dauer der Ausfälle wurde in der vorliegenden Meldung nicht genannt. Fehlen von Leistungsträgerinnen wie Oberdorf und Eriksson kann die taktische Ausrichtung und Stabilität der Defensive beeinflussen; das Fehlen der Ersatzkeeperin wirkt sich vor allem auf die Tiefe im Torwartteam aus.
Übertragung und Bedeutung für Bayern-Fußball
Die Champions League der Frauen gewinnt auch in Deutschland weiter an Aufmerksamkeit. Die Übertragung im öffentlich-rechtlichen und im Streaming-Bereich macht die Spiele für ein großes Publikum sichtbar und bietet den Spielerinnen eine Bühne, ihre internationale Qualität zu zeigen. Für den FC Bayern ist die Kontinuität auf europäischer Ebene neben nationalen Erfolgen ein Indikator für die Entwicklung des Projekts Frauenfußball im Verein.
Die Partie gegen Manchester City ist nicht nur sportlich relevant, sondern auch markenbildend: Der Auftritt gegen englische Spitzenteams dient als Messlatte, wie das Team gegen verschiedene Spielphilosophien und hohe individuelle Qualität bestehen kann.
Ausblick und Bedeutung für die Saison
Ein erfolgreicher Start würde den Münchnerinnen Rückenwind für die folgenden Aufgaben gegen Real Madrid und Barcelona geben. Gleichzeitig bleibt die Belastung durch nationale Wettbewerbe und mögliche Verletzungen ein Thema, das die Tiefe des Kaders und die Belastungssteuerung prüft. Die Mannschaft und der Trainerstab werden die verletzten Spielerinnen genau beobachten und ihre Optionen für die Mannschaftsaufstellung abwägen.
Für die Fans im Münchner Umland bedeutet das Spiel gegen Manchester City zudem einen attraktiven Fußballabend im Sportpark Unterhaching, der die Frauen-Bundesliga und insbesondere den FC Bayern international prominent positioniert.
Weitere Informationen zu Aufstellungen oder kurzfristigen Änderungen lagen zum Zeitpunkt dieser Meldung nicht vor.