In einem Wohnhaus in Kirchundem hat es am Sonntagabend eine Explosion im Keller gegeben. Nach Informationen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Siegen wurden insgesamt acht Menschen verletzt. Die Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sind am Ereignisort im Einsatz gewesen; die Ermittlungen laufen.
Umgang mit Schwarzpulver im Fokus der Ermittler
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ereignete sich die Detonation beim Hantieren mit Schwarzpulver durch Mitglieder eines örtlichen Böllerclubs. Ob die Explosion durch unsachgemäße Handhabung oder einen technischen Defekt ausgelöst wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft in Siegen und die Polizei in Olpe stellten am Montag klar, dass derzeit keine Hinweise auf eine vorsätzliche Tat vorliegen.
Verletzte und medizinische Versorgung
Von den acht Verletzten erlitten zwei Personen nach bisherigen Erkenntnissen schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Fünf Betroffene wurden zur Behandlung in Kliniken gebracht; eine Person wurde per Rettungshubschrauber evakuiert. Über Alter oder Geschlecht der Verletzten machten die Behörden vorerst keine Angaben.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Kirchundem |
| Verletzte | 8 Personen |
| Schwer verletzt | 2 Personen (nicht lebensgefährlich) |
| In Kliniken | 5 Personen |
| Per Hubschrauber transportiert | 1 Person |
Technische Untersuchung und Gefahrenabwehr
Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) untersuchten den Tatort auf mögliche weitere Explosionsgefahren. Nach Abschluss der Prüfungen gaben die Experten Entwarnung bezüglich akuter Nachgefährdungen. Die Feuerwehr war mit mehreren Einheiten vor Ort, um Lösch- und Sicherungsmaßnahmen durchzuführen.
Polizei ermittelt zu Ursache und Verantwortlichkeit
Die Polizei in Olpe und die Staatsanwaltschaft in Siegen erklärten, die Ursache der Explosion werde umfassend untersucht. Ein zentrales Augenmerk liege auf der Frage, ob es sich um unsachgemäßen Umgang mit Schwarzpulver handelte. Die Behörden haben eine Spurensicherung eingeleitet und befragen Beteiligte sowie Zeugen.
- Beamte prüfen, ob Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit pyrotechnischen Stoffen eingehalten wurden.
- Zeugen werden gebeten, Beobachtungen sowie mögliche Videoaufnahmen der Umgebung der Ermittler mitzuteilen.
- Der Tatort bleibt Teil laufender kriminaltechnischer Untersuchungen.
Auswirkungen für Anwohner und Hinweise der Einsatzkräfte
Anwohner in der Umgebung wurden von den Einsatzkräften informiert und gebeten, den Bereich zu meiden, solange Untersuchungen laufen. Die Feuerwehr sicherte das Gebäude, um Folgegefahren wie Brände oder weitere Explosionen auszuschließen. Zu möglichen Gebäudeschäden äußerten sich die Behörden noch nicht abschließend.
Die Ermittler schließen eine strafrechtliche Bewertung erst nach Abschluss der Spurenauswertung nicht aus. Sollte sich herausstellen, dass gegen Vorschriften verstoßen wurde, könnten straf- und ordnungsrechtliche Maßnahmen folgen.
Weiteres Vorgehen
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei kündigten an, die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse zeitnah zu informieren. Sobald weitere Details vorlägen, würden Entwarnungen oder zusätzliche Sicherheitshinweise herausgegeben. Bis dahin bitten die Behörden um Zurückhaltung bei Spekulationen und um die Weitergabe relevanter Hinweise an die zuständigen Dienststellen.
Die Ermittlungen dauern an; die Behörden prüfen insbesondere den Herkunfts- und Lagerungsweg des verwendeten Schwarzpulvers sowie die Voraussetzungen für dessen legalen Besitz und Gebrauch.