Skaterhockey bei den Eagles beendet – EHC springt für Feriencamp ein
Die Skaterhockey-Abteilung der Eagles Essen-West hat den Spielbetrieb beendet. Nach Angaben aus Vereinskreisen meldeten die Vorstandsmitglieder David und Julian Goßen alle verbliebenen Mannschaften mit sofortiger Wirkung von der ISHD ab. Damit ist das Kapitel Skaterhockey bei den Eagles vorerst geschlossen, obwohl die reguläre Saison – abhängig von den sportlichen Ergebnissen – für die bisherigen Teams noch bis in den November hinein gelaufen wäre.
Betroffen sind nach Mitteilung insbesondere die Jugendmannschaften: vier Jugendteams, die zuletzt noch unter dem Dach der Eagles aktiv waren, können den Spielbetrieb nicht fortsetzen. Parallel gab es auf Social Media einen Versuch, das Aus der Abteilung anzufechten: Eine selbsternannte „Interessensgemeinschaft“ kündigte auf dem Instagram‑Account der Eagles-Skaterabteilung an, sich zu wehren. Die ISHD bestätigte jedoch gegenüber der Redaktion, dass die Mannschaften offiziell vom Verein zurückgezogen wurden.
Feriencamp bleibt in Essen – EHC nimmt Angebot an
Das für viele Familien wichtige Skaterhockey-Feriencamp, das traditionell in der letzten Woche der Sommerferien stattfindet, soll laut Ankündigung des EHC Essen in diesem Jahr vom neuen Verein ausgerichtet werden. In einer Erklärung auf seinen Kanälen teilte der EHC mit, man habe in den vergangenen Tagen Gespräche mit dem Essener Sportbund (ESPO) geführt und den entsprechenden Nutzungsvertrag für die Rollsporthalle an der Raumerstraße erhalten.
„Den entsprechenden Nutzungsvertrag habe der EHC jetzt erhalten“, teilte der Verein in seinem Statement mit.
Die Übernahme ist für viele betroffene Familien eine wichtige Nachricht: Das Feriencamp gilt als fester Bestandteil des jährlichen Angebots und bietet Kindern aus Essen die Möglichkeit, in die Sportart hineinzuschnuppern. Der neue Verein kündigte an, noch in den Sommerferien mit dem Training zu beginnen.
Versicherungslösung für Nicht-Mitglieder
Offen war zuletzt die Frage der Versicherung: Nicht alle teilnehmenden Kinder sind bereits Mitglieder im EHC. Hierüber hatte es Unsicherheit gegeben, ob der Verein im Rahmen des Camps für Schäden und Unfälle ausreichend haften und absichern kann. Nach Angaben des EHC sei für diese Problematik nun eine Lösung gefunden worden: Die Kinder werden für die Dauer des Feriencamps über die Deutsche Vermögensberatung versichert.
- Was feststeht: Die Eagles haben alle Skater-Teams vom Spielbetrieb abgemeldet.
- Was geregelt ist: Nutzungsvertrag der Rollsporthalle an der Raumerstraße wurde dem EHC übertragen.
- Was gelöst ist: Versicherungsschutz der Camp-Teilnehmenden durch die Deutsche Vermögensberatung.
Auswirkungen auf die lokale Szene und offene Fragen
Das Ende der Skaterabteilung bei einem etablierten Klub wie den Eagles hat Folgen für die lokale Vereinsszene: Spielerinnen und Spieler, Trainer sowie ehrenamtliche Betreuer stehen vor der Aufgabe, neue sportliche Perspektiven zu finden. Ob und in welcher Form einzelne Teams in anderen Vereinen aufgenommen werden oder neu aufgestellt werden können, ist bisher nicht öffentlich bekannt geworden.
Der Schritt des EHC, das Feriencamp zu übernehmen, mildert kurzfristig die Folgen für Familien und Kinder, lässt aber strukturelle Fragen offen: Wie entwickelt sich das Nachwuchsangebot langfristig? Werden sich andere Vereine in Essen stärker engagieren? Und welche rechtlichen sowie finanziellen Folgen hat die Insolvenz der Eagles für Mitglieder und Gläubiger?
| Aspekt | Status laut Quelle |
|---|---|
| Spielbetrieb der Skater | Alle Teams abgemeldet, Saisonende vorzeitig |
| Jugendteams | Vier Jugendteams betroffen |
| Feriencamp | EHC übernimmt Ausrichtung |
| Hallen-Nutzung | Nutzungsvertrag durch ESPO an EHC erteilt |
| Versicherung | Absicherung über Deutsche Vermögensberatung |
Für Essen bleibt wichtig, dass Kinder- und Jugendangebote erhalten werden. Der kurzfristige Schutz des Feriencamps schafft Stabilität in den kommenden Wochen; wie sich die Vereinslandschaft mittelfristig neu ordnet, wird aber die nächsten Monate zeigen. Der EHC hat signalisiert, einspringen zu wollen; entscheidend bleibt, dass die organisatorischen und rechtlichen Grundlagen transparent bleiben, damit Trainer und Eltern planen können.
Weitere Entwicklungen sind zu erwarten, sobald betroffene Akteure — Spieler, Trainer oder der ESPO — ausführlichere Stellungnahmen veröffentlichen oder mögliche Übernahmeangebote anderer Vereine bekannt werden.