Köln – Das Europäische Literaturfestival Köln‑Kalk (eLk) kehrt 2026 in einer veränderten Form zurück: Die achte Ausgabe des Festivals findet an zwei Wochenenden statt und verteilt die Veranstaltungen bewusst über den Stadtteil Kalk. Veranstalter kündigen ein Programm mit internationalen Gästen, Lesungen in Originalsprache und deutschsprachigen Übersetzungen sowie ergänzenden Formaten wie Workshops und künstlerischen Beiträgen an.
Dezentrales Festival, neues Raumkonzept
Seit 2019 holt das Festival Autoren, Übersetzer, Künstler und Publikum aus Köln und Europa zusammen. Für 2026 hat sich eLk entschieden, zum ersten Mal vom bisherigen zentralen Marktplatz‑Konzept abzuweichen. Stattdessen sollen verschiedene Orte im Viertel – darunter Kirchen, Gärten, Buchläden, Klosteranlagen, Kunstzentren und ehemalige Industrieflächen – zu Spielorten werden. Ziel sei es, Literatur stärker in die Nachbarschaft zu tragen und neue Begegnungsräume zu schaffen.
„Das Festival öffnet Räume, in denen unterschiedliche Sprachen und Erfahrungen zusammenkommen.“
Die Organisatoren betonen, dass das verteilte Format neben den Lesungen auch Raum für Gespräche und Austausch bieten soll. Neben den eigentlichen Lesungen sind moderierte Diskussionen, Workshops und »künstlerische Formate« geplant, die das Thema vertiefen sollen.
Programmfokus: „Scham“
Das Leitmotiv der achten Ausgabe lautet „Scham“. Nach Angaben der Veranstalter soll das Thema in persönlicher wie in gesellschaftlicher Perspektive beleuchtet werden: Welche Dinge werden sichtbar, welche bleiben verborgen? Wer darf sprechen, wer bleibt stumm? Die Programmauswahl zielt darauf, Debatten über Sichtbarkeit, Sprache und Identität anzustoßen.
- Termine: 4.–5. September und 12.–13. September 2026
- Ort: verschiedene Spielstätten in Köln‑Kalk
- Eintritt: kostenfrei
- Website: elk‑festival.com (weitere Programminformationen dort)
Internationale Gastschaft
Bei eLk8 sind sieben Autorinnen und Autoren zu Gast, die Texte in ihren Originalsprachen lesen werden. Die vorgesehenen Gäste stammen aus verschiedenen Teilen Europas und den nordatlantischen Regionen. Die Liste der eingeladenen Autoren umfasst:
- Maarja Pärtna (Estland)
- Kaisa Aglen (Norwegen)
- Sasha Lavrenchuk (Ukraine)
- Nansý Sunadóttir (Färöer)
- Livio Santoro (Italien)
- Klára Wang Tylová (Tschechien)
- Ajda Coşar (Deutschland)
Die Originaltexte werden ergänzt durch deutsche Übersetzungen, die von anderen Stimmen vorgelesen werden sollen. Ergänzende Gesprächsrunden und moderierte Sessions sollen die Texte aus unterschiedlichen Perspektiven öffnen und die Verständigung zwischen Sprachen fördern.
| Aspekt | Kurzinfo |
|---|---|
| Ausgabe | 8. |
| Zeiträume | 4.–5. Sept. & 12.–13. Sept. 2026 |
| Ort | Verschiedene Spielstätten in Köln‑Kalk |
| Eintritt | Kostenfrei |
Für Kölnerinnen und Kölner bedeutet das Festival nicht nur ein literarisches Angebot, sondern auch eine Chance, den Stadtteil Kalk als kulturellen Ort neu zu erleben. Durch die Verteilung der Veranstaltungen über öffentliche und halböffentliche Räume sollen Bewohnerinnen und Bewohner direkt angesprochen und niedrigschwellige Teilnahmeformen ermöglicht werden.
Weitere Details zum Ablauf, zu genauen Spielstätten und Uhrzeiten sowie Informationen zu möglichen Anmeldungspflichten für einzelne Workshops stellt das Festival auf seiner Webseite elk‑festival.com bereit.
Korrespondent Nordrhein‑Westfalen, WE NEWS