Tradition in Unterbilk: Ferienlager als Treffpunkt für Kinder
Auf der Wiese im Volksgarten zwischen dem Sportplatz von Schwarz-Weiß 06 und dem Labyrinth fand vom 17. August an wieder das Superbilk-Ferienlager statt. Das Programm stand in diesem Jahr unter dem Motto „Glück im Leben“ und richtete sich an Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren. Veranstaltet wurde das Angebot von den Seelsorgebereichen Düsseldorf Unter- und Oberbilk, Friedrichsstadt und Eller-West. Das Lager feierte zugleich sein 30-jähriges Bestehen und zeigte sich damit als feste Größe im Düsseldorfer Feriengeschehen.
Der Zeltplatz war in mehrere Arbeits- und Spielgruppen unterteilt. Sechs Teams mit fantasievollen Namen wie „Party-People“ oder „Roboter Dance Crew“ nutzten je ein Zelt als Basis. Das Wetter erwies sich wechselhaft: Pünktlich zur Veranstaltung endete die Hitzeperiode und es kam zu Regenschauern, die die Wiese jedoch offenbar belebten – nach zwei Wochen zeigten sich vielerorts wieder grüne Flächen.
Programm, Beteiligung und Engagement
Das inhaltliche Angebot reichte von gemeinschaftlichen Spielen auf dem Platz bis hin zu mehreren Ausflügen und einem Sports-Day samt Sponsorenlauf. Die Kinder organisierten Unterstützer, die pro gelaufener Runde einen Beitrag zahlten. Mit dieser Aktion sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über 1.300 Euro, die für die Anschaffung eines neuen Zelts vorgesehen sind – ein deutliches Zeichen für Eigeninitiative und Solidarität innerhalb der Gruppe.
- Alter der Teilnehmenden: 7–14 Jahre
- Dauer des Lagers: zwei Wochen (Beginn: 17. August)
- Gesammelte Spenden für neues Zelt: mehr als 1.300 Euro
- Betreuende Kirchenbezirke: Seelsorgebereiche Düsseldorf Unter- und Oberbilk, Friedrichsstadt und Eller-West
Ein weiterer Baustein des Angebots war die KiKo, eine Kinderkonferenz, die nach ihrer Premiere im Vorjahr erneut stattfand. Dort saßen je zwei Vertreterinnen oder Vertreter aus jeder Gruppe zusammen, um Vorschläge für Aktionen zu machen und Entscheidungen vorzubereiten. Die KiKo setzte sich beispielsweise erfolgreich für einen Eiswagen am Abschlusstag ein; das Angebot umfasste auch veganes und glutenfreies Eis. Außerdem regte die Kinderkonferenz einen „Schokobrunnen-Tag“ an. Dank eines Online-Aufrufs konnten tatsächlich drei Schokobrunnen organisiert werden – laut Beobachtung war allerdings nicht die Obstauswahl, sondern die schokolierten Gurken der Renner.
Struktur und Themen: Zeitreise und Gruppenarbeit
Die Leitung des Lagers hatte das Motto „Glück im Leben“ in eine Zeitreise verpackt, die sich durch die erste Woche zog. Jede Gruppe gestaltete einen eigenen Programmpunkt, wodurch die Kinder aktiv an Planung und Durchführung beteiligt wurden. Die Kombination aus Spiel, Kreativität und Verantwortungsübernahme gehört zu den typischen Merkmalen des Superbilk-Angebots und erklärt die hohe Nachfrage: Plätze sind traditionell schnell vergeben, was die Beliebtheit des Ferienlagers in Düsseldorf unterstreicht.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| Alter | 7–14 Jahre |
| Beginn | 17. August |
| Dauer | zwei Wochen |
| Spendenaktion | mehr als 1.300 Euro für ein neues Zelt |
Für Anwohnerinnen und Anwohner in der Nähe des Volksgartens bedeutet das Lager zwei Wochen verstärkten Kinderlärm und lebendige Aktivitäten auf der Wiese – gleichzeitig bleibt es ein niedrigschwelliges Angebot, das Familien in den Sommerferien entlastet und Kindern aus dem Stadtteil Freizeit, Gemeinschaft und Beteiligungsmöglichkeiten bietet.
Die Träger betonen seit Jahren, dass die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen, kirchlichen Seelsorgebereichen und Eltern für das Bestehen des Projekts zentral ist. Die jüngste Auflage des Lagers bestätigte diese Praxis: Mit kreativen Aktionen, gemeinschaftlicher Planung in der KiKo und einer erfolgreichen Spendenaktion zeigten Teilnehmende und Betreuende gleichermaßen Engagement und Verantwortungsbewusstsein.
Aus Sicht der regionalen Kinder- und Jugendarbeit steht das Superbilk-Lager weiterhin für praktische Erlebnispädagogik in Düsseldorf: Es verbindet Spiel und Spaß mit der Möglichkeit, demokratische Prozesse und Gemeinsinn im Kleinen zu erleben.