Filmabend im UFA Palast: Eishockey trifft persönliche Biografie
Im Kinosaal 8 des UFA Palast am Düsseldorfer Hauptbahnhof erlebten am Mittwochabend knapp 500 Zuschauer die Premiere der Dokumentation „Yushiroh Hirano: Eine Reise, zwei Welten, ein Ziel“. Der Film begleitet den japanischen Stürmer der Düsseldorfer EG und beleuchtet neben sportlichen Momenten auch persönliche Stationen seiner Laufbahn.
Zur Vorführung waren neben Freunden und Familienmitgliedern viele Fans der DEG sowie Teile der Mannschaft gekommen. Der Protagonist des Films, Yushiroh Hirano, wirkte sichtlich bewegt von dem Empfang und dankte dem Team für die Arbeit an dem Projekt.
„Ich bin sehr aufgeregt. Es ist nicht einfach, einen solchen Film zu machen. Deshalb möchte ich Benny ganz herzlich danken – und natürlich auch allen anderen, die dabei geholfen haben, diesen Film möglich zu machen.“
Entstehung und Beteiligte
Regie und Initiierung des Projekts lag bei Benny Spitschan. Spitschan hatte zuvor bei mehreren Vereinen angefragt, um einen japanischen Sportler mit der Kamera begleiten zu dürfen; Anfragen an die Krefeld Pinguine, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach blieben zunächst unbeantwortet. Erst mit dem Wechsel Hiranos von den Pinguinen zur DEG kam die Zustimmung des Vereins für die filmische Begleitung.
An dem Dokumentarfilm arbeitete unter anderem Max Schneider-Bodien mit, der bereits zuvor eine Dokumentation über den ehemaligen DEG-Torwart Bobby Goepfert realisiert hatte. Laut Spitschan entstanden während des Schnittprozesses mehrere Fassungen des Films; die Produktion habe lange an der finalen Form gefeilt.
Publikum, Atmosphäre und Reaktionen
Die Stimmung bei der Premiere war geprägt von lokalem Bezug: Viele Anwesende kannten Hirano aus Spielen der Mannschaft, einige erlebten nun erstmals den Menschen hinter dem Sportler. Die Veranstaltung setzte auf eine Mischung aus Fan-Event und persönlichem Porträt, wodurch Fragen nach Integration, Karrierewegen und der Rolle von Sportlerbiografien in der öffentlichen Wahrnehmung aufkamen.
- Ort: UFA Palast, Kinosaal 8, Düsseldorf Hauptbahnhof
- Publikum: fast 500 Zuschauer
- Filmlänge / Fassungen: Mehrere Schnittfassungen (insges. 17 Versionen während des Schnitts entstanden)
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Vorführort | UFA Palast, Kinosaal 8 |
| Gäste | fast 500 |
| Beteiligte (Regie/Mitarbeit) | Benny Spitschan, Max Schneider-Bodien |
Bedeutung für Düsseldorf
Die Premiere zeigt, wie eng Sport und Kultur in der Stadt verknüpft sind: Ein Film über einen DEG-Spieler zieht ein gemischtes Publikum aus Fans, Familien und Filmschaffenden an und stärkt damit das lokale Kulturangebot. Für die DEG ist die Filmvorstellung auch eine Gelegenheit, den Verein und einzelne Spieler außerhalb des Eisstadions in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.
Gleichzeitig wirft der Abend Fragen zur Sichtbarkeit von Athleten in Medienformaten und zur Rolle Düsseldorfs als Bühne für sportliche Biografien auf. Der Film, so die Rückmeldungen aus dem Publikum, ist weniger reine Sportdokumentation als Porträt eines Menschen zwischen zwei Kulturen und den Anforderungen des Profisports.
Ob die Produktion über die Lokalpremiere hinaus national oder international gezeigt wird, ist bislang nicht kommuniziert worden. Für Düsseldorf steht jedenfalls fest: Solche vielschichtigen Formate finden hier ein interessiertes Publikum, und die Schnittstellen von Sport, Stadt und Kultur bleiben ein relevantes Thema.
Als Lokalkorrespondent verfolge ich, wie Projekte dieser Art das städtische Kulturleben bereichern und den Dialog zwischen Fans, Verein und allgemeinem Publikum fördern. Die Premiere von „Yushiroh Hirano: Eine Reise, zwei Welten, ein Ziel“ war dafür ein klares Beispiel.