Analyse-Chef aus Liverpool: Dortmund holt erfahrenen Video-Analysten
Borussia Dortmund hat sein Trainer- und Analyse-Team personell verstärkt. Roderick van der Ham wechselt zum BVB und wird künftig als Head of Analysis eingestuft. Der 35-Jährige machte seinen Wechsel auf eigenen sozialen Kanälen öffentlich und schrieb dort:
„Neues Kapitel: Heja BVB“
In einem weiteren Beitrag beschrieb van der Ham seinen Start in Dortmund als „eine unerwartete, aber großartige Chance“ und erläuterte, dass er nun als Leiter der Analyseabteilung tätig sei. Quellen berichten, dass für den Wechsel keine Ausgleichszahlung an den FC Liverpool nötig ist, weil sein Vertrag dort zum 30. Juni ausgelaufen sei.
Stationen und Erfahrung
Van der Ham war nach Stationen in den Niederlanden zuletzt beim englischen Erstligisten FC Liverpool beschäftigt. Zuvor hatte er im Oktober 2024 den Klub von Feyenoord Rotterdam nach Liverpool begleitet und dort unter Cheftrainer Arne Slot gearbeitet. In seiner ersten Saison bei Liverpool feierte er mit dem Team den Meistertitel. Auch Tätigkeiten bei Heracles Almelo, RKC Waalwijk, NAC Breda und dem KNVB werden seinem Werdegang zugerechnet.
| Jahr/Zeitraum | Station | Funktion |
|---|---|---|
| bis 2024 | Verschiedene niederländische Klubs / KNVB | Analyst/Video-Analyst |
| Okt 2024–30.06.2026 | FC Liverpool | Video-Analyst |
| ab 2026 | Borussia Dortmund | Leiter Analyseabteilung (Head of Analysis) |
Auswirkungen für den BVB
Die Verpflichtung signalisiert, dass Dortmund seine technischen und analytischen Ressourcen weiter professionalisiert. Analyseabteilungen liefern heute nicht nur Gegnerauswertungen, sondern bereiten individuelle Leistungsdaten für Training und Einsatzplanung auf. Durch van der Hams Erfahrung in internationalen Spitzenumfeldern erwartet der Klub zusätzliche Expertise in Spielanalyse, Videoaufbereitung und Datenverknüpfung.
- Kurzfristig: Unterstützung des Trainerstabs von Niko Kovač bei Vorbereitung und Gegneranalyse.
- Mittel- bis langfristig: Verbesserung der individuellen Spielerentwicklung durch strukturierte Video- und Datenarbeit.
Nachwuchs in der Innenverteidigung: Mane vor Reggiani
Parallel zu den personellen Veränderungen im Stab zeichnen sich Entscheidungen im Kader ab. In der Vorbereitung hat sich offenbar Filippo Mane (21) im Rennen um Innenverteidigerpositionen durchgesetzt. Das berichtet die WAZ und nennt Mane als Gewinner der Vorbereitung.
Für Luca Reggiani (18) ergeben sich daraus zwei mögliche Wege: Entweder die Rückkehr in die zweite Mannschaft, wo er in der Regionalliga Spielpraxis sammeln würde, oder eine Leihe zu einem externen Verein. Reggiani war bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison regulär Teil der ersten Mannschaft und hatte dort Einsatzzeiten unter Niko Kovač.
Konsequenzen für Mannschaft und Entwicklung
Die absehbare Entscheidung zugunsten von Mane bedeutet nicht automatisch das Ende der Perspektive für Reggiani. Eine Leihe oder Einsätze in der zweiten Mannschaft sind etablierte Wege beim BVB, junge Talente konkurrenzfähig zu halten und ihre Spielpraxis zu sichern. Für den Verein ist es wichtig, Balance zwischen kurzfristigem sportlichen Bedarf und langfristiger Entwicklung der eigenen Talente zu wahren.
Die Kombination aus verstärkter Analysekompetenz und klaren Entscheidungen in der Kaderstruktur zeigt, dass Dortmund sowohl auf taktisch-technische Unterstützung für die Profimannschaft als auch auf die Ausbildung eigener Nachwuchsspieler setzt. Wie schnell sich diese Maßnahmen auf dem Platz auswirken, hängt von der Eingewöhnung van der Hams im Klub und den Einsätzen der jungen Verteidiger in Pflichtspielen ab.
Aus Dortmunder Sicht bleibt zu beobachten, wie der neue Leiter der Analyseabteilung die Zusammenarbeit mit Trainerstab und Nachwuchsleistungszentrum gestaltet und ob die erlebten Erfolge in Liverpool kurzfristig auf die BVB-Strukturen übertragbar sind.
Korrespondent Nordrhein-Westfalen für WE NEWS.