Borussia Dortmund ist mit einem hart erkämpften 3:2 (0:0)-Erfolg gegen den FC Villarreal in die Champions-League-Saison gestartet. Trotz des Sieges gab es deutliche Gründe zur Sorge: Vor 77.500 Zuschauern im Dortmunder Stadion musste der griechische Neuzugang Konstantinos Karetsas bereits in der ersten Halbzeit mit Kreislaufproblemen vom Platz getragen werden. Sportlich überzeugte der BVB vor allem nach dem Seitenwechsel, zeigte kämpferischen Einsatz und Zusammenhalt.
Aufholjagd nach frühem Schock
Das Spiel begann ohne Tore, wurde aber von einem intensiven Dortmunder Heimspielsupport begleitet. Nach der Pause fiel das 1:0 zugunsten des BVB durch ein Eigentor von Villarreal-Spieler Renato Veiga (53.). Anschließend glich Villarreal durch Santiago Mouriño (66.) aus, ehe Serhou Guirassy mit einem Doppelpack (80., 85. – letzter per Foulelfmeter) die Dortmunder in Führung brachte. In der Nachspielzeit unterlief Guirassy ein unglückliches Eigentor (90.+3), doch der Schlusspfiff brachte den knappen Sieg.
| Minute | Bezeichnung |
|---|---|
| 53' | Eigentor Renato Veiga (Villarreal) – 1:0 Dortmund |
| 66' | Santiago Mouriño – 1:1 |
| 80' | Serhou Guirassy – 2:1 |
| 85' (Elfmeter) | Serhou Guirassy – 3:1 |
| 90.+3' | Eigentor Serhou Guirassy – 3:2 |
Stimmung, Zusammenhalt und mahnende Töne
Trainer Niko Kovač hob nach dem Spiel den Zusammenhalt der Mannschaft hervor, betonte aber zugleich die Vorsicht: „Es stimmt im Moment, jeder läuft für den anderen“, sagte Kovač mit dem von ihm eingefügten Vorbehalt „im Moment“. Die Partie zeigte, dass die Mannschaft in kritischen Phasen enger zusammengerückt ist und Spieler füreinander arbeiten. Publikum und Team reagierten sichtbar erleichtert nach dem zweiten Treffer.
„Es stimmt im Moment, jeder läuft für den anderen.“
Auch Stürmer Serhou Guirassy ordnete die Partie nüchtern ein: Die Gegentore seien vermeidbar gewesen, doch der Sieg gebe Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Torhüter Gregor Kobel beschrieb den Erfolg als „hart erkämpft“ und äußerte die Hoffnung auf eine schnelle Genesung für Karetsas.
- Sportlich: Dortmund zeigt Widerstandskraft und Effektivität nach der Pause.
- Medizinisch: Sorgen um den Gesundheitszustand von Konstantinos Karetsas nach Kreislaufproblemen.
- Ausblick: Selbstvertrauen gestärkt, aber Abwehrorganisation bleibt Thema.
Konsequenzen für den Verein
Der Sieg bringt wichtigen Auftaktpunkt in Gruppe und stärkt die aktuelle sportliche Stimmung. Gleichwohl reduzieren die gesundheitlichen Probleme eines Neuzugangs mögliche Personalspielräume des Trainers, bis Klarheit über Karetsas' Zustand besteht. Die Frage, wie rasch der Spieler zurückkehren kann, wird intern von Bedeutung sein, da gerade in internationalen Wettbewerben Kaderbreite und Robustheit entscheidend sind. Zudem bleiben die späten Gegentore ein Thema: Trainer, Spieler und Fans werden auf Stabilität in der Defensive pochen, um ähnliche Nervensituationen in den kommenden Partien zu vermeiden.
In Dortmund überwiegt nach dem Abend dennoch die Erleichterung – ein Auftaktsieg in der Champions League schafft eine Grundlage, auf der die Mannschaft in den nächsten Wochen aufbauen kann. Wichtiger als der Triumph bleibt für viele Beobachter jedoch die Gesundheit der Spieler: Der Klub wird in den kommenden Tagen Informationen zu Karetsas' Zustand veröffentlichen müssen, damit Trainer und Verantwortliche planen können.
Der BVB hat damit in Europas Königsklasse einen erfolgreichen Start hingelegt, bleibt aber gefordert, Konstanz und personelle Stabilität zu sichern.