Umbau nach Studie geplant
Die Stadt Dortmund hat in Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Azad eine Machbarkeitsstudie für das Azad-Haus am Hansaplatz in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Eine Umnutzung des seit Jahren für Teppichverkauf genutzten Gebäudes ist möglich. Demnach käme Gastronomie im Erdgeschoss in Frage, während die erste Etage für Büros vorgesehen werden könnte. Das Gebäude soll im Besitz der Familie bleiben und künftig vermietet werden.
Interessenten und mögliche Nutzung
Zu den Interessenten zählt die Bergmann Brauerei. Der Geschäftsführer Carlo Raphael wird in der Studie beziehungsweise in der Berichterstattung mit dem Hinweis zitiert, dass er sich eine bestimmte Gastronomieform vorstellen könne:
„Eine Stehbierhalle im Erdgeschoss mit Außengastronomie an der Brauhausstraße“
Konkrete Mietverträge gibt es nach Angaben der Stadt bislang noch nicht. Die Studie wurde unter anderem vom Kölner Büro raumwerk.architekten erarbeitet und bildet die Grundlage für weitere Gespräche zwischen Eigentümern, potenziellen Mietern und der Stadtverwaltung.
Zeithorizont und Konsequenzen für den Hansaplatz
Nach den vorliegenden Angaben ist geplant, mit dem Umbau im Jahr 2027 zu beginnen. Welche Auswirkungen die Neunutzung auf das Umfeld haben wird, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen, allerdings sind folgende Punkte absehbar:
- Mehr Aufenthaltsqualität am Hansaplatz durch Gastronomieflächen und Außengastronomie
- Schaffung von Büroflächen in zentraler Innenstadtlage mit möglichem Mietangebotszuwachs
- Erhalt der Immobilie im Privatbesitz und damit langfristige Vermietungsabsicht der Familie Azad
Die Planung stößt auf Interesse, wirft aber auch Fragen auf: Wie werden Anlieferung, Lieferverkehr und Lärmschutz geregelt? Welche Park- und Mobilitätsangebote sind vorgesehen? Solche Details sind üblicherweise Gegenstand der Bau- und Nutzungsplanung, die nach Vorlage konkreter Mietabsichten vertieft wird.
Kurzübersicht der vorgeschlagenen Nutzung
| Bauteil | Vorgeschlagene Nutzung |
|---|---|
| Erdgeschoss | Gastronomie (u. a. möglich: Stehbierhalle, Außengastronomie) |
| 1. Etage | Büros |
| Eigentum | Familie Azad (bleibt Eigentümer, Vermietung geplant) |
| Zeitrahmen | Umbau soll 2027 beginnen |
Die Bürgermeisterei und zuständige Fachämter werden nach Vorlage konkreter Mietverträge und Baupläne entscheiden, ob und inwieweit Genehmigungsverfahren zu steuern sind. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie lokale Gewerbetreibende sind insbesondere die Aspekte Verkehr, Lärm und Außenbestuhlung von Interesse.
Die Studie bildet den nächsten formalen Schritt in einem Prozess, der von Angeboten, Verhandlungen und anschließenden bauplanerischen Schritten geprägt sein wird. Bis zur Unterzeichnung eines Mietvertrags und dem Beginn der Bauarbeiten gelten Pläne als vorläufig.
Weitere Informationen zu Zeitplan, konkreten Mietverträgen oder baulichen Details will die Stadt im Verlauf des Verfahrens bekanntgeben, sobald sich verbindliche Entscheidungen abzeichnen.