Am Sonntag, 13. September 2026, steht Bamberg im Mittelpunkt des bundesweiten Tags des offenen Denkmals®. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ öffnen zahlreiche historische Gebäude und technische Denkmäler ihre Türen und bieten Besucherinnen und Besuchern Einblicke, die normalerweise nicht möglich sind. Das Programm reicht von klassischen Sehenswürdigkeiten über technische Anlagen bis hin zu praktischen Schaubaustellen der Denkmalpflege.
Vielfältige Stationen und moderne Vermittlung
Die Palette der teilnehmenden Orte ist breit: Zur Teilnahme gehören unter anderem die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz, das Alte Rathaus und die Dombauhütte. Auch technische Denkmale wie die Schleuse 100 und der Lokschuppen sind im Programm vertreten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zeigt an mehreren Schaubaustellen konkrete Arbeiten der Denkmalpflege; dazu zählen das Kaiser-Heinrich-Portal an der Kirche St. Michael, das Karl‑Steinbauer‑Haus, der ehemalige Domherrenhof sowie ein historisches Gärtneranwesen in der Siechenstraße.
Technik trifft Forschung: Universität präsentiert digitale Methoden
Die Universität Bamberg beteiligt sich mit Angeboten, die verdeutlichen, dass Denkmalpflege weit über das Betrachten alter Mauern hinausgeht. Besucherinnen und Besucher können moderne Methoden der Denkmalforschung kennenlernen: Unter anderem kommen 3D‑Scanning und Virtual Reality zum Einsatz. Diese Technologien ermöglichen es, historische Bauwerke und ihre inneren Strukturen auf neue Weise zu untersuchen und zu vermitteln.
Maximiliansplatz als zentraler Treffpunkt
Als zentraler Veranstaltungsort fungiert der Maximiliansplatz. Dort findet von 11 bis 17 Uhr ein interaktiver „Markt der Möglichkeiten“ statt, bei dem sich Besucherinnen und Besucher informieren und mit Akteuren austauschen können. Um 11 Uhr wird der Tag des offenen Denkmals offiziell eröffnet; Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier heißt die Teilnehmenden willkommen. Zur Eröffnung tritt das Ensemble „Doloctemble“ auf. Am Nachmittag ergänzt ein familienfreundliches Bühnenprogramm das Angebot, unter anderem mit der inklusiven Tanzgruppe „Wankelkontakt“ und der Band „Bambägga“.
- Datum: 13. September 2026
- Zentrale Öffnungszeit Maximiliansplatz: 11–17 Uhr
- Bürgerlabor Hauptwachstraße 3: Mitmachformat von 10–15 Uhr
Bürgerlabor: Netzwerke der Stadt erforschen
Parallel lädt das Bürgerlabor in der Hauptwachstraße 3 von 10 bis 15 Uhr ein. Unter dem Titel „NetzWERKE: Was Bamberg zusammenhält“ können Interessierte in einem offenen Mitmach- und Gesprächsformat die Vernetzungen der Stadt erkunden. Das Angebot setzt nicht auf starre Führungen, sondern auf fünf interaktive Stationen, an denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baureferats sowie von Bamberg Service Fragen beantworten und in Austausch treten. Themen sind unter anderem:
- Die Regnitz und die Bamberger Brücken als sichtbare Infrastrukturachsen
- Der Ludwig-Donau-Main-Kanal als technisches Denkmal und Motor der regionalen Entwicklung
- Der Bahnausbau und die Herausforderung, Mobilität und Weltkulturerbe in Einklang zu bringen
- Der Tiefensammler als Beispiel unterirdischer Infrastruktur
- Ein Blick auf das Solarkataster und die Verbindung zwischen Denkmalschutz und erneuerbaren Energien
„NetzWERKE machen sichtbar, wie eng Geschichte, Technik und Stadtentwicklung in Bamberg verwoben sind“, so die Beschreibung der Veranstalter.
Die Kombination aus historischen Führungen, technischen Einblicken und modernen Vermittlungsformaten verfolgt das Ziel, Denkmalpflege für ein breites Publikum erfahrbar zu machen und zugleich die Bedeutung von Infrastruktur als Teil des kulturellen Erbes zu betonen.
| Ort | Schwerpunkt | Zeit |
|---|---|---|
| Maximiliansplatz | Markt der Möglichkeiten, Eröffnung, Bühne | 11–17 Uhr |
| Bürgerlabor, Hauptwachstraße 3 | Mitmachstationen „NetzWERKE“ | 10–15 Uhr |
| Schaubaustellen (versch. Orte) | Praktische Denkmalpflege | Ganztags (örtlich verschieden) |
Für Anwohnerinnen und Besucher bedeutet der Tag des offenen Denkmals in Bamberg eine Gelegenheit, gewohnte Orte aus neuen Blickwinkeln zu sehen und die Arbeit hinter der Konservierung historischer Substanz kennenzulernen. Gerade die Einbindung digitaler Methoden und die Thematisierung der unsichtbaren Infrastruktur zeigen, dass Denkmalschutz ein lebendiges, interdisziplinäres Feld ist, das Technik, Stadtplanung und Kulturgeschichte verbindet.
Die Veranstalter empfehlen, Informationsangebote und Führungen vor Ort zu nutzen. Das detaillierte Programm liegt an den bekannten städtischen Stellen aus und ist an den zentralen Orten des Aktionstages einsehbar.