Ende eines Lokals im Bismarckviertel
Das Ristorante Ripasso in der Alpenstraße im Augsburger Bismarckviertel wird am 17. Oktober zum letzten Mal öffnen. Betreiber Davide Dionisio verliert damit nach fast zehn Jahren seinen bisherigen Standort; als Grund nennt er das Ende des Mietverhältnisses und die Pläne des neuen Eigentümers, die Gastronomieräume in Wohnungen umzuwandeln. Für die Nachbarschaft bedeutet das den Verlust eines etablierten Lokals.
Ein Betreiber mit Wurzeln in der Gastroszene
Dionisio, 40 Jahre alt, hat nach eigenen Angaben schon während der Corona-Pandemie nochmals erheblich in die Räume investiert, Umbauten vorgenommen und das Restaurant neu gestaltet. Die Gastronomie begleitet ihn seit Kindheitstagen: Seine Eltern führten nach Aufführung der Angaben über Jahrzehnte das Lokal „O Sole Mio“ in Radegundis und betrieben zudem die „Fischerstuben“ an der Wertach. Über seine Bindung an das Haus sagte er:
„Da hängt man schon dran.“
Er bezeichnet sich selbst als „Gastrokind“ und betont, dass er nicht aufhören wolle, gastronomisch tätig zu sein.
Suche nach neuen Räumen und mögliche Konzepte
Die Suche nach einem Ersatzstandort hat Dionisio bereits begonnen. Er beschreibt die Lage als schwierig: Viele angebotene Objekte seien zu groß, andere bereits vollständig eingerichtet und mit hohen Ablöseforderungen verbunden. Dabei ist er offen für verschiedene Konzepte und Größenordnungen.
- Weiterführung als klassisches italienisches Restaurant
- Kleinere Pizza- oder Streetfood-Angebote
- Standortsuche auch außerhalb der Stadtgrenzen von Augsburg
Wichtig sei für ihn nicht zwingend die gleiche Größe wie bislang: Im Ripasso fanden innen rund 60 Gäste Platz; im Außenbereich waren es fast ebenso viele.
Folgen für das Viertel und die Gastronomie
Die geplante Umwandlung der bisherigen Gasträume in Wohnungen durch den neuen Eigentümer bedeutet, dass an der bisherigen Adresse dauerhaft keine Gastronomie mehr entstehen soll. Für das Bismarckviertel fällt damit ein etablierter Treffpunkt weg. Betriebsinhaber und Gäste verlieren eine Anlaufstelle, die sich über Jahre in das Viertel eingebettet hatte.
Was jetzt zu erwarten ist
Für Gäste des Ripasso bleibt bis zum 17. Oktober Zeit, das Angebot ein letztes Mal in der bekannten Form zu nutzen. Für die lokale Gastronomie zeigt sich erneut eine dynamische Lage auf dem Immobilienmarkt: Leerstand, Umnutzungen und Ablöseforderungen erschweren häufig die Weiterführung bestehender Konzepte. Dionisios Bereitschaft, sowohl beim Konzept als auch bei der Lage flexibel zu sein, könnte die Chancen auf einen Neustart erhöhen — ob innerhalb der Stadt oder im Augsburger Umland.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Letzter Öffnungstag | 17. Oktober |
| Standort | Bismarckviertel, Alpenstraße |
| Kapazität | Innen: ca. 60, Außen: fast ebenso viele |
| Grund der Schließung | Ende des Mietverhältnisses; neuer Eigentümer will Räume in Wohnungen umwandeln |
| Betreiber | Davide Dionisio, 40 Jahre |
Für Augsburgerinnen und Augsburger bleibt die Frage offen, ob und wo das Ripasso künftig wiederauftaucht. Betreiber Dionisio zeigt sich zuversichtlich, arbeitet aber zugleich mit den Realitäten des Marktes: Fläche, Ablösen und Ausstattung bestimmen maßgeblich, welche Optionen tatsächlich umsetzbar sind.