Entschärfung im Raum Neu-Ulm führt zu Zug- und Straßensperrungen
Wegen der geplanten Entschärfung von fünf Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg wird die Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ulm am Dienstagabend vorübergehend stillgelegt. Die Stadt Neu-Ulm kündigte an, dass die Maßnahmen voraussichtlich zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr stattfinden sollen. Betroffen ist zudem die Bundesstraße 10 im Bereich des Pfuhler Rieds, die für die Dauer der Arbeiten in beiden Richtungen gesperrt wird.
Art der Fundstücke und Sperrzonen
Nach Angaben der Kommune handelt es sich um fünf US-Splitterbomben, die bei Sondierungsarbeiten entdeckt wurden. Jede der Bomben wiegt demnach 126 Kilogramm. Um jede Fundstelle wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 500 Metern festgelegt; in diesen Bereichen dürfen sich nur die Sprengexperten aufhalten. Von den Absperrungen sind auch einzelne Wohn- und Gewerbegrundstücke betroffen.
„Der Bahnverkehr werde dann kurzfristig eingestellt“, teilte die Stadt Neu-Ulm mit.
Kontext: Warum in Neu-Ulm weiterhin Bomben gefunden werden
Neu-Ulm und das benachbarte Ulm wurden im Zweiten Weltkrieg massiv bombardiert. In der Folge werden im Stadtgebiet bis heute immer wieder Blindgänger gefunden, die seit mehr als 80 Jahren im Boden liegen. Bereits Mitte Juli waren in derselben Gegend zwei Weltkriegsbomben entschärft worden. Die aktuellen Funde sind Teil der regelmäßigen Fliegerbomben-Sondierungen, mit denen Baugrundstücke und andere Flächen vor größeren Eingriffen kontrolliert werden.
Auswirkungen auf Pendler und Anwohner
Die vorgesehene Sperrung der Strecke Augsburg–Ulm trifft Pendler im Berufs- und Freizeitverkehr. Reisende sollten kurzfristig mit Ausfällen oder Umleitungen rechnen und sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Fahrplan informieren. Ziel der Behörden ist es, die Sperrungen nach Abschluss der Entschärfungsarbeiten schnellstmöglich wieder aufzuheben.
- Wann: voraussichtlich zwischen 18.30 und 20.30 Uhr
- Was: Entschärfung von fünf US-Splitterbomben à 126 kg
- Auswirkungen: Sperrung Bahnstrecke Augsburg–Ulm; Sperrung B10 im Bereich Pfuhler Ried
- Sperrzone: 500-Meter-Radius um jede Bombe
Dienststellen und Ablauf
Für die Entschärfung ist das Sprengkommando München verantwortlich. Die Kommune hat die betroffenen Flächen abgesperrt und weist darauf hin, dass nur die speziell eingesetzten Experten die Sperrzonen betreten dürfen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Sperrungen wieder aufgehoben werden; einen genauen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs nennen die Behörden erst nach der erfolgreichen Entschärfung.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl der Bomben | 5 |
| Gewicht pro Bombe | 126 kg |
| Voraussichtliche Entschärfungszeit | 18:30–20:30 Uhr |
| Sperrzone | 500 m Radius |
Für die Menschen in der Region bedeutet dies kurzfristige Einschränkungen im Verkehrsfluss und erhöhte Präsenz von Einsatzkräften. Anwohner in den Sperrzonen werden gebeten, den Anweisungen der Behörden zu folgen und Informationsangebote der Kommune zu beachten. Sobald weitere Details zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs vorliegen, werden die zuständigen Stellen informieren.
Die Entschärfungen erinnern daran, dass der Zweite Weltkrieg in der Region bis heute Spuren hinterlässt – sowohl im Stadtbild als auch unter der Erde. Die Behörden betonen, dass Sicherheitsvorkehrungen und die Zusammenarbeit der Bevölkerung unverzichtbar sind, um solche Einsätze sicher und zügig durchzuführen.