Baustellen auf der A3 bei Passau haben in den vergangenen Tagen zu deutlich verlängerten Staus und Rückstaus bis weit in die Stadt geführt. Betroffen ist insbesondere der Abschnitt zwischen Passau-Nord und Passau-Mitte, wodurch sich die Belastung auch auf die städtischen Zu- und Abfahrten auswirkt.
Ursachen und Lagebild
Die Verkehrspolizei in Passau meldet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen rund um die drei Anschlussstellen der Stadt. Als Hauptgründe nennt Alexander Fürst von der Verkehrspolizei die Fahrbahnverengungen infolge der Baustellen auf der Autobahn sowie die Sperrung der B8 und den aktuellen Urlaubsverkehr. Kombiniert führten diese Faktoren zu Staus „bis zur Straußbrücke und darüber hinaus“.
„Ja, wir haben verstärktes Aufkommen rund um unsere drei Anschluss-Stellen in Passau“, bestätigt Alexander Fürst von der Verkehrspolizei Passau.
Konkrete Verkehrsmaßnahmen und Zeiträume
Die Autobahn GmbH des Bundes hat angezeigt, dass wegen einer Asphaltsanierung im Abschnitt zwischen Passau-Nord und Pocking in Fahrtrichtung Linz tagsüber einstreifige Abschnitte eingerichtet werden. Die Arbeiten beginnen Mitte August; konkret wird seit Montag, 17. August, in Richtung Linz voraussichtlich für rund drei Wochen von Montag bis Donnerstag rund um die Uhr gearbeitet. In diesem Zeitraum steht in dem jeweils etwa drei Kilometer langen Bauabschnitt in Fahrtrichtung Linz auch tagsüber nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
In Fahrtrichtung Norden (Deggendorf) sind hingegen vornehmlich Nachtbaustellen geplant: Hier wird von Montag bis Samstag jeweils in der Nachtzeit von 20 Uhr bis 6 Uhr ein Fahrstreifen gesperrt, tagsüber sollen alle Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
| Richtung | Zeitraum | Fahrstreifen |
|---|---|---|
| Richtung Linz (Süden) | Ab 17. August, vorauss. 3 Wochen, Mo–Do, rund um die Uhr | Tagsüber: 1 Fahrstreifen im Bauabschnitt (ca. 3 km) |
| Richtung Deggendorf (Norden) | Geplante Nachtbaustellen, Mo–Sa, 20–6 Uhr | Nacht: 1 Fahrstreifen gesperrt; tagsüber alle Fahrstreifen offen |
Auswirkungen für Pendler und Stadtverkehr
Die Bauarbeiten auf der A3 schlagen sich nicht nur auf der Autobahn selbst nieder: Weil Zu- und Abfahrten verstopft sind, verlagert sich der Rückstau in städtische Bereiche und staut sich bis zur Straußbrücke. Betroffen sind tägliche Pendler, Beschäftigte im Logistik- und Gewerbegebiet sowie Reisende, die Richtung Österreich unterwegs sind oder aus dem Urlaub zurückkehren.
- Verlängerte Fahrzeiten: Pendler müssen insbesondere zu Stoßzeiten mit deutlich längeren Anreisezeiten rechnen.
- Belastung städtischer Straßen: Rückstaus beeinträchtigen die Durchlässigkeit der Anschlüsse und führen zu mehr Verkehr im Stadtgebiet.
- Saisonalität: Die Kombination mit Urlauberverkehr verschärft die Situation temporär.
Hinweise und Ausblick
Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass die Einschränkungen für die Asphaltsanierung zwingend sind und vorübergehend anhalten werden. Für Nutzer der A3 bedeutet dies, dass sie in den kommenden Wochen – abhängig von Richtung und Uhrzeit – mit einstreifigen Abschnitten und nächtlichen Sperrungen rechnen müssen. Die Verkehrspolizei beobachtet die Lage und weist auf mögliche Umleitungen oder veränderte Reisezeiten hin.
Für Anwohnerinnen und Anwohner in Passau bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen nach Abschluss der Arbeiten wieder zu einem reibungsloseren Verkehrsfluss führen. Bis dahin sind Geduld, vorausschauende Planung und die Nutzung alternativer Fahrzeiten ratsam.