Festnahmen nach Einbrüchen in Garagen – eines der gestohlenen Fahrzeuge in Thun verunfallt
Die Kantonspolizei Bern hat in zwei voneinander unabhängigen Fällen von Einbrüchen in Autogaragen in den vergangenen Wochen zwei mutmassliche Täter festgenommen. Bei einem der Vorfälle in der Region Thun wurde das entwendete Auto im Schadaupark aufgefunden, nachdem es dort kurz zuvor verunfallt war. Gegen die beiden Tatverdächtigen laufen Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Oberland und der kantonalen Jugendanwaltschaft.
Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei war der erste Fall bereits am Samstag, 12. September, Gegenstand einer Meldung: In Frutigen war an der Parallelstrasse eine Garage aufgebrochen und ein Wagen entwendet worden. Das gestohlene Fahrzeug wurde in Reichenbach an der Alten Strasse entdeckt; dort konnte ein 21-jähriger Fahrer durch die Polizei unter Waffenhoheit angehalten werden.
| Datum | Ort | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| 12. September | Parallelstrasse, Frutigen | Garage aufgebrochen, Auto gestohlen; Fahrzeug in Reichenbach aufgefunden, 21-jähriger Lenker angehalten |
| 18. September (ca. 01:25) | Gwattstrasse / Schadaupark, Thun | Garage aufgebrochen, Auto gestohlen; Fahrzeug verunfallt in Schadaukurve, minderjähriger Lenker nach kurzer Flucht angehalten |
Details aus Thun: Auffinden im Schadaupark und Festnahme
Der zweite Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Freitag, 18. September. Kurz vor 01.25 Uhr meldete jemand, dass an einer Garage an der Gwattstrasse in Thun ein Wagen entwendet worden sei. Die sofort eingeleitete Suche führte zum Auffinden des Fahrzeugs in der Schadaukurve, wo es zuvor verunfallt war. Der flüchtige, nach Angaben der Polizei minderjährige Lenker konnte nach kurzer Flucht im Schadaupark angehalten werden.
«Die beiden Fälle haben gemäss ersten Erkenntnissen keinen Zusammenhang.»
Die Kantonspolizei betont, dass nach derzeitigem Stand keine Verbindung zwischen den beiden Diebstählen besteht. Bei beiden Delikten standen gemäss ersten Ermittlungen Fahrzeuge aus dem Luxussegment im Fokus. Auffällig ist ausserdem, dass die mutmasslichen Täter über soziale Medien rekrutiert oder telefonisch angeleitet worden seien.
- Sicherung von Spuren: Die Polizei führt Spurensicherungen an den Tatorten und an den sichergestellten Fahrzeugen durch.
- Weitere Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft Oberland und die kantonale Jugendanwaltschaft leiten die weiteren Schritte.
- Strafverfahren: Die beiden Beschuldigten werden sich vor der Justiz verantworten müssen.
Konsequenzen für die Region und Hinweise der Behörden
Für Thun und das Berner Oberland wirft der Vorfall Fragen zur Sicherheit von Autogaragen und zur Prävention auf. Dass die Täter offenbar gezielt hochwertige Fahrzeuge anvisierten und digitale Kommunikationswege nutzten, zeigt eine Entwicklung, die Haus- und Garagenbesitzende aufmerksam machen muss. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun, inwieweit die Täter vernetzt waren und ob noch weitere Taten in den betroffenen Regionen in Zusammenhang stehen.
Die Kantonspolizei ruft Zeuginnen und Zeugen, welche sachdienliche Hinweise zu den Taten oder den Tätern machen können, auf, sich zu melden. Solche Hinweise könnten für die Beantwortung offener Fragen zu Rekrutierungsmustern und Tatbegehung wichtig sein.
Die laufenden Untersuchungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Die Strafverfolgungsbehörden werden die Bevölkerung informieren, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben oder weitere Massnahmen notwendig werden.