In der Nacht auf Montag kam es in einem Wohnhaus an der Spiesshaldenstrasse in Kreuzlingen zu einem Wohnungsbrand. Nach Angaben von Hausbewohnern soll eine Frau ihre eigene Wohnung in Brand gesetzt haben und anschliessend geflüchtet sein. Die Kantonspolizei Thurgau hat eine Untersuchung eingeleitet; das Haus war wegen des Rauchs evakuiert worden. Der Sachschaden wird von den Behörden oder involvierten Stellen im sechsstelligen Bereich angegeben.
Geschehen und Evakuation
Nach Schilderungen einer 19-jährigen Bewohnerin bemerkten die Hausbewohner gegen 23 Uhr starken Rauch im Treppenhaus und auf den Balkonen des Hauses. Kurz darauf habe eine Nachbarin zu den Anwesenden gesagt: «Ich habe meine Wohnung in Brand gesetzt.»
«Sie schaute uns kurz an und sagte: ‹Ich habe meine Wohnung in Brand gesetzt.›»
Gemäss der jungen Zeugin hatten kurz nach der Rauchentwicklung alle Bewohner das Haus verlassen; die Evakuation war gegen 23.15 Uhr abgeschlossen. Die Feuerwehr konnte den Brand anschliessend löschen, die Einsatzkräfte brachten die Lage gemäss Augenzeugenberichten unter Kontrolle. Gegen 2 Uhr in der Nacht seien die Löscharbeiten weitgehend abgeschlossen.
Kritik an Polizei- und Feuerwehrkoordination
Die Augenzeugin übte scharfe Kritik an der Koordination der Rettungskräfte, insbesondere an der Kantonspolizei. Mehrere Vorwürfe wurden laut:
- Verzögertes Eintreffen der Einsatzkräfte trotz mehrfacher Notrufe;
- Anweisungen an Bewohner, Videos vom Ereignis zu erstellen;
- Einzelne Polizisten hätten sich verfah-ren und seien nicht unmittelbar zum Brandherd gelangt, so die Aussage eines Bewohners.
Die Betroffene schilderte, dass Hausbewohner den Einsatzkräften nachlaufen und ihnen den Weg zum Brand zeigen mussten. Sie bezeichnete das Verhalten einiger Polizisten als unangemessen und beklagte allgemeine Unkoordiniertheit.
Polizei nimmt Stellung
Die Kantonspolizei Thurgau hat die Ermittlungen zum Brand aufgenommen und steht in Kontakt mit den betroffenen Bewohnern. Gegenüber Medien widersprach die Polizei den Vorwürfen in einzelnen Punkten und wies darauf hin, dass Einsätze jeweils nach Priorität und Situation disponiert würden. Konkrete Details zu Anfahrtszeiten oder internen Abläufen nannte die Kantonspolizei in der verfügbaren Berichterstattung nicht.
Personensituation und Schaden
Die Frau, die nach Angaben der Anwohnerin gesagt haben soll, sie habe ihre Wohnung in Brand gesetzt, ist nach derzeitigem Kenntnisstand flüchtig. Die Polizei sucht nach ihr und ermittelt wegen des Brands. Informationen zu möglichen Verletzten liegen in den vorliegenden Berichten nicht; es wird jedoch von einer Evakuation des Hauses gesprochen, was zeigt, dass die Situation im Gebäude als ernst eingeschätzt wurde.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 23:00 | Bewohner bemerken starken Rauch; Zeugin berichtet Aussage der Nachbarin |
| ca. 23:15 | Evakuation des Hauses abgeschlossen |
| bis ca. 02:00 | Feuerwehr löst Brand, Sachschadenabschätzung sechsstelliger Bereich |
Ausblick und Relevanz für Anwohner
Für die Betroffenen bleiben die Folgen des Brandes spürbar: Neben dem materiellen Schaden stellt sich für Mieterinnen und Mieter die Frage nach Unterkunft, Versicherung und dem weiteren Vorgehen. Die polizeilichen Ermittlungen sollen klären, wie es zu dem Brand kam und ob strafrechtliche Schritte folgen.
Die Kritik an der Einsatzkoordination ist zudem relevant für die Öffentlichkeit. Solche Vorwürfe führen häufig zu internen Prüfungen und zu Abklärungen, ob Abläufe verbessert werden müssen, etwa bei Alarmierung, Wegweisung an Einsatzorte oder Kommunikation mit Betroffenen vor Ort. Die Kantonspolizei Thurgau hat bereits öffentlich signalisiert, dass sie die Geschehnisse prüft und in Kontakt mit Betroffenen steht.
Was Betroffene jetzt wissen sollten
- Wer vom Brand betroffen ist, sollte umgehend seine Versicherung kontaktieren und den Schaden dokumentieren;
- Personen mit unmittelbarem Informationsbedarf wenden sich an die Kantonspolizei Thurgau für Auskünfte zu laufenden Ermittlungen;
- Bei weiterem Klärungsbedarf zu Evakuation und Sicherheitsmassnahmen sind Stadt- oder Gemeindeorgane sowie die Feuerwehr die richtigen Ansprechpartner.
Die Ermittlungen dauern an. Die Kantonspolizei Thurgau hat noch keine detaillierten Angaben zu möglichen Verletzten oder zur Ursache des Brandes veröffentlicht. Sobald weitere verifizierbare Informationen vorliegen, berichten wir nach.