Wizards Bern Burgdorf wollen internationale Leistungsfähigkeit bestätigen
Die Unihockeyspielerinnen von Wizards Bern Burgdorf stehen heute Abend vor einem wichtigen Auftritt im europäischen Vereinswettbewerb. Als Schweizer Meisterinnen haben sie sich für den Champions Cup qualifiziert und treffen in der ersten Partie auswärts auf den tschechischen Klub Tatran. Der Anpfiff ist um 17 Uhr in Prag.
Die Burgdorferinnen haben in der laufenden Saison bereits nationale Erfolge gefeiert: Neben dem Meistertitel gelang ihnen auch der Sieg im Supercup. Diese Resultate haben Erwartungen geweckt, nun folgt der Leistungscheck auf internationaler Ebene. Die Reise nach Prag nahm das Team gestern in Angriff und absolvierte die Strecke per Car; die Fahrt dauerte nach Angaben des Vereins rund zwölf Stunden.
Taktische Vorbereitung und Gegneranalyse
Die Begegnung gegen Tatran ist kein völlig unbekanntes Duell: Beide Teams standen sich bereits beim Vorbereitungsturnier Czech Open gegenüber. Seither habe sich bei Tatran personell einiges verändert. Die Burgdorfer Torhüterin Ella-Fée Greber betont, dass die Mannschaftsstruktur beim Gegner nicht mehr identisch sei, weshalb eine laufende Anpassung an den aktuellen Spielstil nötig ist.
«Wir spielten bereits am Czech Open gegeneinander. Aber auch sie hatten in der Zwischenzeit den einen oder anderen Wechsel im Team. Soll heissen, dass sicherlich ein anderes Team gegen uns spielen wird. Ihre tschechische Mentalität ist uns aber sicherlich bekannt. Es wird ein physisches Spiel und wir müssen von Beginn weg bereit sein. Vor allem auch auf ihr schnelles Umschaltspiel.»
Aus dieser Einschätzung leitet die Mannschaft klare Anforderungen an die Vorbereitung ab. Am Spieltag stehen noch eine Trainingseinheit und ein Theorieblock auf dem Programm. Die Wizards haben sich für das Spiel konkrete Ziele gesetzt: Primär wollen sie den Sieg erzielen, daneben wollen sie beweisen, dass ihr schnelles Unihockey international mithalten kann.
Organisation und Rahmenprogramm
Die Reisedauer und die kurzen Vorbereitungsfenster verlangen eine gute Organisation. Der zwölfstündige Transfer belastet die Energiereserven und erfordert gezielte Erholungs- und Aktivierungsmassnahmen vor dem Spiel. Für die Mannschaftsverantwortlichen ist wichtig, die Balance zwischen physischen und mentalen Elementen zu finden: Regeneration nach der Reise, taktische Klarheit im Theorieblock und eine prägnante Aktivierungseinheit auf dem Feld.
Das Hinspiel in Prag bildet den Auftakt zu einer kurzen, aber intensiven Champions-Cup-Woche. Das Rückspiel ist bereits terminiert: Es findet am Donnerstag, 1. Oktober, in der Unihoc Arena in Biglen statt. Damit haben Fans in der Region die Gelegenheit, die Mannschaft zuhause zu unterstützen, sollte sie die nächste Runde erreichen oder sich im europäischen Vergleich behaupten.
Folgen für Burgdorf und den regionalen Unihockey-Sport
Die Teilnahme am Champions Cup hat mehrere Dimensionen für Burgdorf: sportlich bietet sie den Spielerinnen die Möglichkeit, Erfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln; für den Verein und die lokale Szene erhöht sich die Sichtbarkeit. Junge Spielerinnen in der Region können solche internationalen Auftritte als Vorbild wahrnehmen, was längerfristig das Interesse am Unihockey in der Region beflügeln könnte. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet die internationale Aufgabe zusätzliche Begegnungen, etwa das Heimspiel in Biglen, das regionales Publikum anziehen dürfte.
- Wettkampf: Champions Cup, Hinspiel heute in Prag gegen Tatran, Anpfiff 17 Uhr.
- Reise: Team reiste per Car, Fahrtzeit rund zwölf Stunden.
- Heimspiel: Rückspiel am 1. Oktober in der Unihoc Arena in Biglen.
In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die Wizards ihre nationale Form auch auf europäischer Ebene bestätigen können. Für Burgdorf und die Region bleibt die Hoffnung, dass das Team die Erfolge fortsetzt und die Teilnahme am Champions Cup die regionale Unihockey-Landschaft weiter stärkt.
Simon Wyss
KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS