Heimniederlage gegen Servette verschärft Situation des Meisters
Der FC Thun hat das Nachholspiel in der Super League gegen Servette zuhause mit 2:4 verloren. Nach einem frühen 0:2-Rückstand kämpfte sich das Team der Berner Oberländer zurück, glich aus und ging sogar vermeintlich in Führung, ehe Servette aus dem Nichts erneut traf und am Ende die drei Punkte mitnahm. Für Thun bleibt damit in den ersten vier Ligaspielen nur ein Punkt im eigenen Stadion.
Die Niederlage bedeutet einen weiteren Rückschlag in einer Saison, in der der amtierende Meister bislang nicht in die Gänge kommt. In der Tabelle ziehen die Genfer an den Oberländern vorbei; Thun liegt hinter den meisten Konkurrenten und hat zurzeit nur noch drei Teams mit weniger Punkten hinter sich.
Spielverlauf und Schlüsselmomente
- Früher Rückstand: Servette ging in den ersten Minuten in Führung, nachdem Kingstone Mutandwa in der vierten Minute eine Unachtsamkeit der Thuner Abwehr nutzte und zum 1:0 traf.
- Erhöhung der Führung: Rund eine halbe Stunde nach Spielbeginn verwertete Mathis Lambourde einen schnellen Konter zum 2:0.
- Thuns Reaktion: Der FC Thun kämpfte sich zurück ins Spiel. Fabio Saiz erzielte für die Gastgeber zwei Tore und brachte die Partie zurück in die Balance beziehungsweise sogar in eine vermeintliche Thuner Führung.
- Servettes Konter: Aus dem Nichts fiel dann erneut ein Treffer für Servette, der das Spiel zugunsten der Gäste entschied und die Oberländer um den Lohn ihrer Aufholjagd brachte.
«Wir laufen immer wieder in Konter hinein. Wir waren über das gesamte Spiel aus meiner Sicht nicht das schlechtere Team», sagte Trainer Gian-Luca Privitelli gegenüber SRF. «Das ist schon sehr bitter.»
Privitelli machte insbesondere die Ballverluste in der Offensive für die Gegentore verantwortlich. Er kündigte an, dass in der anstehenden Natipause verstärkt an der defensiven Stabilität gearbeitet werde: «An der schwächelnden Defensive werde man in der Natipause arbeiten. Der Weg ist lange.»
Konsequenzen für Thun
Die erneute Heimschwäche bleibt ein zentrales Problem für den Meister. In den bisherigen Ligaspielen konnte Gian-Luca Privitelli mit dem Team noch kein Liga-Heimspiel gewinnen; stattdessen steht nur ein Punkt im Stadionkonto. Das wirkt sich auch auf die Moral und die Tabellensituation aus. Mit nur sieben Punkten nach vier Spielen hat Thun derzeit nur Vaduz und Lausanne hinter sich.
| Wertung | Thun |
|---|---|
| Heimspiele gewonnen | 0 |
| Punkte Zuhause | 1 |
| Ligapunkte insgesamt | 7 |
Für die Thuner Anhänger bleibt die Frage, wie das Team die in der Saison beobachteten Fehler abstellen kann: Die Kontertore nach Ballverlusten, Unachtsamkeiten in der Defensive und die fehlende Konstanz über 90 Minuten. Der Trainer sieht in der Arbeit während der Pause eine Möglichkeit zur Stabilisierung, stellte aber klar, dass der Weg lang sei.
Blick voraus
Die bevorstehende Natipause bietet dem Team Zeit zur Analyse und zur gezielten Arbeit an den angesprochenen Schwachpunkten. Für Thun gilt es nun, die Lehren aus der Partie gegen Servette zu ziehen und in den nächsten Spielen zu zeigen, dass der Meistertitel nicht nur vergangene, sondern auch zukünftige Ansprüche begründet.
Die Partie zeigte einmal mehr, wie eng in der Super League schon früh in der Saison die Abstände sind. Für Thun bedeutet dies: rasche Korrekturen, um nicht weiter in der Tabelle zurückzufallen.