In einem praxisorientierten Schulprojekt haben rund 50 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Zug neun Miniunternehmen gegründet und ihre Geschäftsideen an einer Präsentation vorgestellt. Die Aktion, die derzeit an der Schule läuft, vermittelt den Jugendlichen betriebswirtschaftliche Grundlagen, von der Beschaffung von Kapital über die Suche nach Lieferanten bis hin zum Verkauf erster Produkte.
Ziel: Unternehmergeist und Praxiswissen
Die Teilnehmenden, die als Fünftklässlerinnen und Fünftklässler der Kantonsschule Zug am Projekt teilnehmen, erhielten die Möglichkeit, ein eigenes kleines Unternehmen aufzubauen. Dabei ging es laut Mitteilung vor allem darum, praktische Erfahrungen zu sammeln, die im normalen Unterricht selten vermittelt werden: Geschäftsplanung, Teamarbeit, Kostenkalkulation und Kundenkommunikation.
Am Donnerstagabend präsentierten die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ihre neun Miniunternehmen der Öffentlichkeit. Die vorgestellten Produkte reichten von regionalen Lebensmitteln bis zu veredelten Backwaren. Namentlich genannt wurden Granola aus Biertreber, proteinreiche Pasta und mit Schokolade überzogene Flûtes.
Konkrete Produkte und Lernziele
Die Vielfalt der angebotenen Produkte zeigt, dass die Jugendlichen unterschiedliche Geschäftsideen und Produktionswege erproben. Solche Projekte fördern nicht nur unternehmerisches Denken, sondern auch Kompetenzen in Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung und Produktentwicklung – etwa durch das Wiederverwenden von Biertreber als Rohstoff.
- Rund 50 Teilnehmende: praktische Erfahrungen in Teamarbeit und Geschäftsführung
- Neun Miniunternehmen: Produktentwicklung bis Verkauf
- Beispiele für Produkte: Granola aus Biertreber, proteinreiche Pasta, mit Schokolade überzogene Flûtes
Lehrpersonen begleiten die Jugendlichen in diesem Prozess, unterstützen bei rechtlichen Grundlagen und bei der Kalkulation. Die Erfahrung, Kapital zu beschaffen und Lieferanten zu überzeugen, bildet einen Schwerpunkt der Übung und orientiert sich an realen Abläufen in Unternehmen.
Potenzial für Folgeprojekte und Standortwirkung
Obwohl es sich um schulische Miniunternehmen handelt, nennt die Schilderung des Projekts auch langfristigere Ambitionen: Einige Gruppen denken offenbar über grössere Pläne nach. Solche Initiativen können dazu beitragen, das lokale Gründerklima zu stärken, indem sie Jugendliche früh mit Unternehmensgründung vertraut machen und Netzwerke zu regionalen Produzenten und Händlern aufbauen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende | Rund 50 Schülerinnen und Schüler |
| Projektform | Neun Miniunternehmen, Präsentation |
| Beispielprodukte | Granola aus Biertreber; proteinreiche Pasta; mit Schokolade überzogene Flûtes |
Für den Wirtschaftsstandort Zug ist die frühzeitige Vermittlung von Gründerkompetenzen relevant: Junge Menschen, die bereits in der Schule betriebswirtschaftliche Abläufe kennenlernen, können später als Fachkräfte, Gründerinnen oder Gründer zur regionalen Wertschöpfung beitragen.
Die Kantonsschule Zug hatte die Präsentation der Miniunternehmen am Donnerstagabend als öffentliches Ereignis organisiert. Damit erhielten die Jugendlichen nicht nur Rückmeldungen aus dem Schulumfeld, sondern auch von externen Interessierten und potenziellen Kundinnen und Kunden.
Solche Lernformate ergänzen formale Bildungsziele und bieten Schülerinnen und Schülern eine reale Projektumgebung, in der betriebswirtschaftliche Theorie mit praktischer Umsetzung verbunden wird. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ergeben sich dadurch Fähigkeiten, die über die reine Wissensvermittlung hinausgehen: Risikobereitschaft, Verhandlungsführung und Produktverantwortung.
Ob einzelne der neun Miniunternehmen nach dem Schulprojekt weitergeführt werden, ist noch offen. Fest steht jedoch, dass die Aktion den Jugendlichen wertvolle Einsichten in die Realität von Unternehmensgründung und Markteintritt vermittelt hat – Erfahrungen, die in Ausbildung und Beruf gleichermaßen nützlich sind.
Weitere Informationen: Die Kantonsschule Zug organisiert regelmässig praxisorientierte Projekte; interessierte Eltern und lokale Betriebe können sich für künftige Veranstaltungen bei der Schule erkundigen.