Umwelt Riehen Basel-Stadt (BS)

Riehen lädt Nachbarn an Tiefenbohrung und Werkhof: Austausch zu Geothermie und Wärmeverbund

Vertreterinnen und Vertreter aus sieben Nachbargemeinden besichtigten am 14. September 2026 die Tiefenbohrung am Bachtelenweg und den Werkhof. Im Zentrum standen der Wärmeverbund Riehen AG und das Projekt «geo2riehen».

Riehen lädt Nachbarn an Tiefenbohrung und Werkhof: Austausch zu Geothermie und Wärmeverbund
©Illustration KI Matthias Schmid / we-news.com

Am Montagabend, 14. September 2026, empfing die Gemeinde Riehen Delegationen aus sieben Nachbargemeinden zum traditionellen Austauschanlass, diesmal mit Schwerpunkt auf dem Wärmeverbund und der Nutzung der Geothermie. Der Anlass fand in diesem Jahr später statt als bisher und diente dem direkten, fachlichen Dialog über lokale Energieprojekte und Dienstleistungen der Gemeinde.

Gemeinsamer Rundgang an konkretem Ort

Die politisch Verantwortlichen aus Grenzach-Wyhlen, Lörrach, Weil am Rhein, Inzlingen, Birsfelden, Bettingen und Basel trafen sich mit Mitgliedern des Riehener Gemeinde- und Einwohnerrats. Die Führung übernahm Matthias Meier, Geschäftsführer der Wärmeverbund Riehen AG. Meier führte die Gruppe zum Standort am Bachtelenweg, wo derzeit die Tiefenbohrung für die künftige Energiezentrale am Haselrain ausgeführt wird. Dort erläuterte er die Funktionsweise des Wärmeverbunds sowie die geplante Nutzung der Geothermie.

Im Anschluss zeigte ein Mitglied des Gemeinderats den Besuchern den Werkhof der Gemeinde. Die Präsentation umfasste die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der Werkdienste, die für die Infrastruktur und den Unterhalt in Riehen zuständig sind.

Warum der Anlass wichtig ist

Der Anlass «Riehen regional» verfolgt das Ziel, die Aussenbeziehungen der Gemeinde zu pflegen und zu vertiefen. Er hat sich als Plattform für den Informationsaustausch etabliert und ermöglicht es, Fragen zur regionalen Zusammenarbeit frühzeitig und direkt zu klären. Letztes Jahr feierte der Anlass sein 20-jähriges Bestehen; neu wird das Treffen künftig nicht mehr in der ersten Sommerferienwoche, sondern im Herbst durchgeführt.

«Riehen regional» – Treffen des Gemeinderates mit den Nachbargemeinden

Im Fokus: Geothermie und das Projekt «geo2riehen»

Ein zentrales Thema des Abends war das Projekt «geo2riehen». Meier gab Einblicke in die Bedeutung dieses Vorhabens für die Gemeinde: Mit der Erweiterung der bestehenden Geothermieanlagen will die Wärmeverbund Riehen AG die regionale Produktion von Wärme weiter ausbauen. Die Besichtigung der Tiefenbohrung diente dazu, den Teilnehmenden vor Ort technische Abläufe und Standortfragen transparent zu machen.

  • Besichtigter Standort: Bachtelenweg (Tiefenbohrung, Energiezentrale Haselrain)
  • Teilnehmende Nachbargemeinden: Grenzach-Wyhlen, Lörrach, Weil am Rhein, Inzlingen, Birsfelden, Bettingen, Basel
  • Weitere Station: Werkhof der Gemeinde Riehen (Vorstellung Werkdienste)

Regionale Dimension und Ausblick

Der Anlass zeigte einmal mehr, dass lokale Infrastrukturprojekte in Riehen nicht isoliert zu betrachten sind. Geothermie und Fernwärme berühren benachbarte Gemeinden, Planungsfragen und Informationsbedürfnisse. Der direkte Austausch vor Ort schafft gegenseitiges Verständnis für technische Herausforderungen, mögliche Auswirkungen und Koordinationsbedarf bei Baumaßnahmen oder Verkehrsbelastungen während der Realisierung.

Für Riehenerinnen und Riehener bedeutet das: Die Gemeinde informiert Nachbarn frühzeitig, schafft Transparenz über den Stand der Projekte und bezieht politische Partner aus dem Umland ein. Solche Treffen können Konflikte reduzieren und Voraussetzungen dafür schaffen, dass Infrastrukturvorhaben effizienter und mit grösserer Akzeptanz umgesetzt werden.

Datum Anlass Schwerpunkte
14. September 2026 «Riehen regional» – Rundgang mit Nachbargemeinden Wärmeverbund Riehen AG, Geothermie, Werkhof

Die Wärmeverbund Riehen AG bleibt eine wichtige Trägerin der Energiewende auf Gemeindeebene. Konkrete Auswirkungen für die Bevölkerung werden sich in den kommenden Jahren insbesondere während der Realisierung von Bauarbeiten und beim Ausbau des Fernwärmenetzes zeigen. Der Anlass in Riehen ist ein Beispiel dafür, wie lokale Behörden und regionale Partner solche Prozesse gemeinsam anpacken können.

Weitere Informationen zu «Riehen regional» und den Projekten sind auf den offiziellen Kanälen der Gemeinde und der Wärmeverbund Riehen AG abrufbar.

Matthias Schmid
Matthias KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Basel-Stadt – WE NEWS online

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