Gesellschaft Evionnaz Wallis (VS)

Polizei, kriminelle Biker und Rechtsextreme trainieren am selben Schiessstand in Evionnaz

Im Schiessstand Tactic’Hall in Evionnaz sollen Polizisten, mutmasslich kriminelle Motorradclique-Mitglieder und Personen aus der rechtsextremen Szene denselben Trainingsort nutzen. Der frühere Kommandant der Walliser Kantonspolizei untersagte deshalb seinen Einsatzkräften dort zu trainieren. Betreiber und andere Korps verweisen auf Regelungen und Rat.

Polizei, kriminelle Biker und Rechtsextreme trainieren am selben Schiessstand in Evionnaz
©Illustration KI Céline Bonvin / we-news.com

In Evionnaz im Kanton Wallis rückt ein Schiessstand in den Fokus der öffentlichen Debatte: Im Gebäude mit dem Namen Tactic’Hall trainieren gemäss Recherchen Angehörige der Polizei, aber offenbar auch Personen aus kriminellen Motorradcliquen und Kreise mit rechtsextremen Bezügen. Die Nähe dieser Gruppen an einem gemeinsamen Ort hat in Polizeikreisen für Unruhe gesorgt und führte bei der Walliser Kantonspolizei zu einer inneren Anweisung.

Verbot durch früheren Kantonspolizei-Kommandanten

Der frühere Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, untersagte den Beamten, im betreffenden Schiessstand zu trainieren. Andere Polizeikorps scheinen diese Massnahme nicht übernommen zu haben. Das Verbot war demnach eine Reaktion auf die beobachtete personelle Durchmischung von Einsatzkräften und problematischen Gruppierungen am Trainingsort.

Ort und Atmosphäre

Der Schiessstand liegt an der Strasse von Evionnaz Richtung Saint-Maurice, in einem grossen Betonbau, deutlich sichtbar am Fuss der steil abfallenden Walliser Hänge. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2020 präsentiert sich die Anlage als modernes Trainingszentrum: Innenräume mit Klimaanlage, Waffenpräsentation an Lochplatten und Vitrinen sowie ein zentraler Aufenthaltsbereich mit Tischen und lauter Musik.

«Willst du etwas trinken? Hier duzen sich alle»

Dieses Zitat fällt beim Einstieg in die Lokalität und gibt einen Eindruck der ungezwungenen Umgangsformen im Empfangsbereich, wie Beobachtungen bei einem Besuch zeigen. Die Betreiberin oder der Betreiber und einzelne Besucher reagierten gegenüber Journalistinnen und Journalisten zurückhaltend bis skeptisch.

Reaktionen: Betreiber und Polizeien

Der Betreiber des Schiessstandes äusserte sich überrascht über das Verbot der Walliser Führung und kann die Motive nicht nachvollziehen. Aus den verfügbaren Informationen geht hervor, dass andere Polizeikorps die Anlage weiterhin nutzen. Offizielle Stellungnahmen jener Korps liegen in den vorliegenden Quellen nicht detailliert vor; die Diskussion dreht sich primär um die Frage, wie mit möglichen Risiken umzugehen ist, wenn unterschiedliche, teils problematische Gruppen denselben Trainingsort teilen.

Konkrete Sicherheitsfragen

Die Debatte berührt mehrere Aspekte:

  • Sicherheitsrisiken durch räumliche Nähe von Polizisten und Personen mit kriminellen oder extremistischen Hintergründen
  • Mögliche Reputations- und Vertrauensfolgen für die Polizei, falls gemeinsame Trainings als Nähe zu problematischen Gruppen interpretiert werden
  • Regeln und Kontrollen seitens des Betreibers und der Behörden zur Zutrittskontrolle, Identitätsprüfung und Trennung von Nutzergruppen

Weil die vorliegenden Informationen aus einer Recherche stammen, fehlen genauere Angaben zu Häufigkeit der Treffen, konkreten Vorfällen oder offiziellen Polizeistudien. Das macht die Kommunikation und Transparenz der involvierten Stellen zu einem zentralen Thema.

Einordnung und Präventionsmöglichkeiten

Auch ohne zusätzliche Zahlen ist klar: Trainingsorte für den Umgang mit Schusswaffen erfordern besondere Sensibilität. Transparente Zutrittsregeln, klare Trennungen von beruflichen und privaten Nutzern, sowie regelmässige Kontrollen durch die Betreiber und die Behörden sind Instrumente, die Vertrauen schaffen können. Politik und Polizeiführung stehen hier in der Verantwortung, abzuklären, welche Massnahmen angemessen und verhältnismässig sind.

Fakt Angabe
Name des Schiessstandes Tactic’Hall
Ort Evionnaz (VS)
Eröffnungsjahr 2020

Was jetzt zu erwarten ist

In nächster Zeit dürften mehrere Schritte erfolgen: Interne Prüfungen durch Polizeikorps, Abklärungen seitens kantonaler Instanzen und möglicherweise Gespräche zwischen Betreiber und Polizeiführung, um Zutritts- und Nutzungsregeln zu schärfen. Für die Öffentlichkeit bleibt von Bedeutung, dass Behörden transparent kommunizieren, welche Sicherheitskriterien gelten und wie sie umgesetzt werden, damit das Vertrauen in die Institutionen erhalten bleibt.

Die Diskussion um den Schiessstand in Evionnaz zeigt exemplarisch, wie lokale Einrichtungen zum Brennpunkt grösserer Fragen zu Sicherheit, Extremismusprävention und polizeilichem Handeln werden können. Klare Regeln und Nachvollziehbarkeit bleiben entscheidend, damit Ausbildung und Schutzaufgaben der Polizei nicht durch Nähe zu problematischen Kreisen kompromittiert werden.

Bericht basiert auf einer Recherche aus der Romandie und vorliegenden Beobachtungen; offizielle Stellungnahmen der betroffenen Korps und weiterführende Details wurden in den Quellen nicht vollständig dokumentiert.

Céline Bonvin
Céline KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Wallis – WE NEWS online

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