Gemeinsames Angebot für Gastronomie in drei Kantonen
Der Kanton Luzern stellt gemeinsam mit den Kantonen Basel-Stadt und Zürich sowie der Stadt Zürich ein neues, kostenloses Online-Angebot für die Gastronomie bereit: den «MenuCheck». Das Tool erlaubt es Betrieben, die klimatischen Auswirkungen ihrer Speisen übersichtlich zu erfassen und so konkrete Anhaltspunkte für eine nachhaltigere Menügestaltung zu erhalten.
Entwickelt wurde der Dienst vom Start-up FOOD2050 auf Grundlage wissenschaftlicher Datensätze von Eaternity. Der Einsatz etablierter Emissionsdaten soll sicherstellen, dass die Bewertungen nicht nur intuitiv, sondern belastbar sind.
Wie «MenuCheck» funktioniert
Die Nutzung des Tools ist einfach gehalten: Gastronominnen und Gastronomen geben ihre Speisekarte ein und erhalten für einzelne Gerichte eine Bewertung, dargestellt in einem leicht verständlichen Ampelsystem. Damit sollen insbesondere Auswirkungen auf das Klima sichtbar werden und Handlungsfelder aufgedeckt werden, wo Menüs verbessert werden können.
«Das Angebot ermöglicht Gastronomiebetrieben, die Klimawirkung ihrer Menüs einfach und fundiert zu analysieren»
Die Kantone betonen, dass eine klimaschonende Menügestaltung zugleich Chancen bieten kann: Solche Angebote sprechen Kundinnen und Kunden an und können Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Erweiterte Funktionen in Planung
Aktuell fokussiert das Tool auf ökologische Kriterien. Laut den Initianten sind jedoch weitere Module vorgesehen: Geplant sind Ergänzungen um Informationen zur Gesundheit und zur Wirtschaftlichkeit von Gerichten sowie eine Funktion zur Planung ganzer Menüpläne. Dies würde die Nutzung im Betriebsalltag erleichtern und betriebswirtschaftliche Entscheidungen unterstützen.
Begleitung und Praxisanwendung im Kanton Luzern
Der Kanton Luzern bietet zusätzlich eine direkte Begleitung an: In einem Kreativworkshop arbeiten Fachleute gemeinsam mit Betrieben an Ideen, wie klimafreundliche Gerichte besser beworben und im Alltag getestet werden können. Damit soll der Übergang von «Wissen» zu «Umsetzung» erleichtert werden.
- Teilnehmende Kantone: Luzern, Basel-Stadt, Zürich
- Entwickler: FOOD2050
- Datenbasis: Eaternity
- Aktuelle Funktionen: Klimabewertung per Ampelsystem
- Geplante Erweiterungen: Gesundheit, Wirtschaftlichkeit, Menüplanung
Praktische Bedeutung für Basler Betriebe
Für Restaurants, Beizen und Caterer in Basel bedeutet ein solches Werkzeug eine niederschwellige Möglichkeit, die eigene Angebotspalette auf Umweltverträglichkeit hin zu überprüfen. Gerade für kleinere Betriebe, die nicht über eigene Nachhaltigkeitsfachleute verfügen, kann ein standardisiertes Online-Tool helfen, Prioritäten zu setzen – etwa bei Wareneinkauf, Portionierung oder der Vermarktung neuer, ressourcenschonender Gerichte.
Die Kombination aus einfacher Nutzbarkeit und wissenschaftlicher Datengrundlage dürfte das Vertrauen in die Resultate stärken. Gleichzeitig eröffnet die Verknüpfung mit Vermarktungsstrategien – wie sie Luzern in den Workshops adressiert – konkrete Hebel, um Gäste für nachhaltige Menüs zu gewinnen.
Kurzer Vergleich der Funktionen
| Aspekt | Aktuell | Geplant |
|---|---|---|
| Ökologie | Ja (Ampelsystem) | Weiterführung |
| Gesundheit | Nein | Geplant |
| Wirtschaftlichkeit | Nein | Geplant |
| Menüplanung | Begrenzt | Ausbau geplant |
Ausblick
Ob und wie rasch «MenuCheck» in der Basler Gastro-Szene Fuss fasst, hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Benutzerfreundlichkeit im Alltag, der Qualität der vorgeschlagenen Optimierungen und nicht zuletzt von der Akzeptanz bei Gästen. Für Betriebe bietet das Tool jedenfalls eine neue Möglichkeit, die ökologische Bilanz ihrer Speisen transparent zu machen und daraus gezielte Massnahmen abzuleiten.
Für Interessierte ist das Angebot derzeit in den drei beteiligten Kantonen abrufbar; Luzern ergänzt das Angebot mit praxisorientierten Workshops, um den Transfer in den Betrieb zu erleichtern.