Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat am Dreispitz in Basel einen neuen Campus offiziell eröffnet. Der Neubau an der Dornacherstrasse 394 ist nach rund zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt und wird ab dem Herbstsemester 2026 Raum für Lehre, Forschung und Verwaltung bieten. Ziel ist es, die Kapazitäten der FHNW in Basel zu erweitern und das Angebot in den Bereichen Wirtschaft und Informatik regional zu stärken.
Kapazität und Nutzung
In dem neuen Gebäude werden rund 1’200 Studierende sowie etwa 150 Mitarbeitende der Hochschule für Wirtschaft und der Hochschule für Informatik der FHNW arbeiten. Damit reagiert die Institution auf die begrenzten Flächen am bisherigen Wirtschaftsstandort an der Peter Merian‑Strasse, die laut Mitteilung ausgeschöpft waren und künftige Entwicklungen behindert hätten. Die Informatikstudiengänge können so künftig nicht nur in Brugg, sondern neu auch in Basel angeboten werden.
| Grösse / Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Studierende | ca. 1’200 |
| Mitarbeitende | ca. 150 |
| Adresse | Dornacherstrasse 394, Dreispitz‑Areal, Basel |
| Bezug | Herbstsemester 2026 |
Architektur und Raumkonzept
Das Bauprojekt entstand nach einem Gesamtleistungswettbewerb. Als Generalunternehmer zeichnete die Allreal Generalunternehmung AG verantwortlich, das Architekturbüro E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten AG übernahm die Planung. Das Raumkonzept wurde in Kooperation mit Evolution Design erarbeitet und setzt auf flexible Lehr‑ und Arbeitszonen, die unterschiedliche didaktische Formate zulassen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Restaurant und zwei grosse Terrassen, die Aufenthaltsqualität und Austausch fördern sollen.
Strategische Bedeutung für Basel
Die FHNW bezeichnet den Umzug als «wichtigen strategischen Meilenstein». Mit der Verlagerung und Aufstockung der Kapazitäten will die Fachhochschule das Studien‑ und Weiterbildungsangebot in der Nordwestschweiz ausbauen und den Standort Basel als Bildungsstandort stärken. Für die Stadt bedeutet dies zusätzliche studentische Präsenz auf dem Dreispitz‑Areal und Impulse für die lokale Wirtschaft durch Forschung, Weiterbildung und Kooperationen mit Unternehmen.
Was Studierende und Besuchende erwartet
Der Campus bietet laut Mitteilung Lernräume und Büroflächen für Administration und Forschung. Das Konzept legt Wert auf flexible Raumstrukturen und eine hohe Aufenthaltsqualität. Studierende sollen von modernen Infrastrukturen profitieren, die kollaboratives Arbeiten und interdisziplinären Austausch fördern. Konkrete Angaben zu Hörsaalgrössen, technischen Ausstattungen oder Mietpreisen für Aussenstehende wurden nicht veröffentlicht.
Auswirkungen auf die Lehrorganisation
Mit dem neuen Standort kann die FHNW das Informatikstudium in der Region erweitern und die bisherigen Kapazitätsengpässe der Wirtschaftsschule entschärfen. Für die Hochschulleitung eröffnet sich damit die Möglichkeit, das Studienangebot zu diversifizieren und neue Lehrformate umzusetzen, ohne auf die räumlichen Grenzen am alten Standort Rücksicht nehmen zu müssen.
Integration in das Dreispitz‑Quartier
Der Campus ergänzt das sich wandelnde Dreispitz‑Areal, das in den vergangenen Jahren verstärkt für Bildung, Gewerbe und Wohnen entwickelt wurde. Die Nähe zu Tram‑ und Busverbindungen und zu anderen Bildungs‑ und Kulturangeboten macht den Standort attraktiv für Studierende und Angestellte. Damit trägt der Neubau zur weiteren Profilierung des Quartiers als Innovations- und Bildungsstandort bei.
Ausblick und praktische Hinweise
- Bezug des Gebäudes: Herbstsemester 2026.
- Adresse: Dornacherstrasse 394, Dreispitz‑Areal, Basel.
- Nutzung: Hochschule für Wirtschaft FHNW und Hochschule für Informatik FHNW.
Weitere Details zu Studienplätzen, Stundenplänen und Infrastruktur will die FHNW in den kommenden Monaten veröffentlichen. Interessierte Studierende und Unternehmen aus der Region dürften das Angebot genau beobachten, denn der Campus verspricht zusätzliche Ausbildungsplätze und neue Kooperationsmöglichkeiten.
Die Eröffnung markiert einen Schritt in der langfristigen Ausbauplanung der FHNW in der Nordwestschweiz und sendet ein deutliches Signal: Basel bleibt Bildungsstandort mit Ambitionen, das regionale Innovationsökosystem weiter zu stärken.