Petition gegen Zustand rund um das Bundesasylzentrum
Im Quartier rund um das Bundesasylzentrum (BAZ) in Kreuzlingen haben Unruhe und Unsicherheit mehrere Anwohnerinnen veranlasst, eine Petition zu lancieren. Die Initiantinnen, Christa Niederhauser (74) und Angela Gomes (38), wohnen am Palmenweg und geben an, die Geduld sei am Ende. Bis Ende Oktober sammeln sie Unterschriften; anschliessend wollen sie die Petition der Stadt übergeben.
Nächtliche Vorkommnisse und direkte Konfrontationen
Die beiden Frauen schildern wiederkehrende Vorfälle, bei denen Personen nachts in ihren Garten gelangten. In einem Fall hätten mehrere Männer auf einer Sitzecke geschlafen und laut gerufen. An anderen Abenden sei bei einer privaten Feier ein Mann in den Garten gekommen und habe nach Bier verlangt. Laut den Initiantinnen griffen die Anwesenden ein und zwangen ihn zum Gehen. Wiederholt sei die Kantonspolizei alarmiert worden; diese erscheine jeweils rasch, und auch Sicherheitspersonal sei vor Ort gewesen.
«Nachts sind wir aufgewacht von Stimmen im Garten, da lagen mehrere Männer auf unserer Sitzecke. Einer rief: ‹Asyl, Asyl.›»
Die wiederholten Einsätze erzeugen Belastung, insbesondere für Familien in der Gegend. Gomes betont die schwierige Situation für Kinder, die Zeugen polizeilicher Interventionen werden. Infolge mehrerer Vorfälle haben Anwohnende mittlerweile privat Kameras installiert.
Konkretes Beispiel und Folgen
Ein Vorfall Anfang August illustriert die Erfahrungen im Quartier: Am 6. August meldete eine Kamera vor einer Haustür eine Präsenz; als die Bewohner nachsahen, sei die Person verschwunden gewesen. Kurz darauf stand ein Mann wenige Zentimeter vor der geöffneten Terrassentür einer Anwohnerin. Solche Begegnungen führten dazu, dass sich Betroffene verängstigt und verunsichert fühlten.
| Datum | Vorfall / Folge |
|---|---|
| 6. August | Kamera meldet Person vor Haustür; kurze Konfrontation an der Terrassentür |
| Ende Oktober | Geplanter Einreichungstermin der Petition bei der Stadt |
Forderung: Neubeurteilung und mehr Schutz
Mit ihrer Petition verlangen die Initiantinnen eine Neubeurteilung des Bundesasylzentrums und konkrete Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit rund ums Zentrum. Sie betonen, dass dauerhafte Security-Präsenz vor jedem Haus und Geschäft keine realistische Lösung sei, wohl aber ein stärkeres Sicherheitskonzept und eine bessere Abstimmung zwischen Betreibenden, Stadt und Polizei.
- Petition: Unterschriftensammlung bis Ende Oktober, anschliessende Übergabe an die Stadt
- Hauptanliegen: Neubeurteilung des BAZ und verbesserte Schutzmassnahmen
- Konkrete Probleme: nächtliche Eindringlinge, wiederkehrende Polizeieinsätze, Angst bei Anwohnenden
Die Situation wirft Fragen zur Balance zwischen Asylpolitik, öffentlicher Sicherheit und Nachbarschaftsfrieden auf. Für Kreuzlingen bedeutet dies kurzfristig erhöhte Aufmerksamkeit für das Quartier Palmenweg; mittelfristig dürften Stadtbehörden und Sicherheitskräfte prüfen, wie sich Anliegen von Anwohnenden und ordentliche Betriebsabläufe des BAZ besser in Einklang bringen lassen. Die Stadt Kreuzlingen ist bis Redaktionsschluss nicht mit einer Stellungnahme in der vorliegenden Meldung zitiert worden.
Als Regionalkorrespondent beobachte ich, wie eng Wohnen, Integration und Sicherheit in Grenznähe zusammenhängen. Die kommende Diskussion um die Petition wird zeigen, ob und welche Massnahmen die Stadt ergreifen will, um die Lage im Quartier zu beruhigen.