Ja an der Urne ebnet Weg für neuen Werkhof und Stadtbusdepot
Die Frauenfelder Stimmberechtigten haben am Sonntag den Weg für die Aussiedlung des städtischen Werkhofs und des Stadtbusdepots frei gemacht. Mit deutlicher Mehrheit genehmigten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sowohl den Landkauf als auch den Kredit für Planung und Projektierung; der Stadtrat kann damit die nächsten Schritte für das Projekt auf dem Areal Grossen-Allmend-Strasse einleiten.
Konkrete Zahlen: Für den Erwerb der beiden Parzellen wurden 8'270'020 Franken bewilligt, die Abstimmung endete mit 5'337 Ja- zu 1'651 Nein-Stimmen. Der Kredit für Planung und Projektierung in der Höhe von 2'750'000 Franken wurde mit 5'068 Ja- zu 1'944 Nein-Stimmen angenommen.
| Vorlage | Beitrag (Fr.) | Ja | Nein |
|---|---|---|---|
| Landkauf Parzellen 61'492 & 61'488 | 8'270'020 | 5'337 | 1'651 |
| Planungs- und Projektierungskredit | 2'750'000 | 5'068 | 1'944 |
Die beiden Parzellen liegen im Nordosten der Stadt zwischen Waffenplatzstrasse, Oststrasse und der Autobahn A7. Auf diesem Areal sieht die Stadt den künftigen Standort für Werkhof und Busdepot vor. Aktuell befinden sich diese Infrastrukturen an der Gaswerkstrasse, wo laut Stadtpräsident Kapazitätsgrenzen erreicht sind und Sanierungsbedarf bestehe.
«Die Aussiedlung ist eine notwendige Investition in die langfristige Sicherung der städtischen Infrastruktur.»
Mit dem Ja an der Urne kann die Stadt nun die Grundstücke kaufen und die Planungs- und Projektierungsphase vorantreiben. Die Zustimmung stellt den ersten Abschnitt eines mehrstufigen Vorhabens dar. Gemäss Mitteilung ist ein späterer Baukredit über rund 30 Millionen Franken geplant; dieser soll voraussichtlich 2028 zur Abstimmung kommen.
Warum die Aussiedlung?
Der Stadtrat begründet die Aussiedlung mit funktionalen und rechtlichen Gründen: Der bestehende Werkhof und das Busdepot seien sanierungsbedürftig, erreichten ihre Kapazitätsgrenzen und erfüllten teilweise nicht mehr die aktuellen gesetzlichen Anforderungen. Eine Sanierung am alten Standort wäre demnach nicht zielführend und gegenüber einem Neubaustandort vergleichsweise teuer.
- Neuer Standort: Areal Grossen-Allmend-Strasse (Nordost Frau n efeld)
- Erste Etappe: Landkauf und Projektierung genehmigt
- Zweite Etappe: Baukredit über rund 30 Mio. Fr. geplant (voraussichtlich 2028)
In der politischen Auseinandersetzung vor der Abstimmung hatten mehrere Frauenfelder Parteien den Projektierungskredit abgelehnt. Trotz dieser oppositionellen Stimmen fiel das Ergebnis deutlich zugunsten der Vorlage aus. In einer Mitteilung zeigte sich der Stadtrat erfreut über das Abstimmungsresultat und dankte den Stimmberechtigten für das entgegengebrachte Vertrauen.
Für die Bevölkerung bringt die Entscheidung langfristige Veränderungen: Die geplanten Neubauten und die dazugehörige Erschliessung werden das Gesicht des betroffenen Areals verändern und Verkehr sowie Logistik im Stadtostteil neu ordnen. Ebenso sollen mit der Aussiedlung die betrieblichen Voraussetzungen für den städtischen Dienstleistungsbetrieb verbessert werden, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Bleiben Fragen offen, etwa zu Verkehrsführung, Lärm- und Umwelteinflüssen sowie Zeitplan für Bau und Inbetriebnahme. Diese Punkte werden in der bevorstehenden Planungs- und Projektierungsphase vertieft und öffentlich thematisiert werden müssen. Die Stimmberechtigten haben mit ihrem Ja jedoch die Grundlage geschaffen, dass diese detaillierten Abklärungen nun stattfinden können.
Die nächste markante Abstimmungsetappe dürfte der beantragte Baukredit sein, den der Stadtrat für 2028 plant. Bis dahin begleitet die Stadt die Projektierung und die Erschliessungsplanung sowie die nötigen Abklärungen zur Umsetzung des Vorhabens.