In Solothurn sind am Dienstag elf neue Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter feierlich ins Korps der Kantonspolizei Solothurn aufgenommen worden. Sechs Frauen und fünf Männer leisteten in Anwesenheit von Angehörigen sowie Vertretenden aus Politik, Verwaltung und Polizei den Eid auf die Verfassung und erhielten anschliessend ihre Ernennungsurkunden.
Symbolischer Auftakt eines praktischen Berufseinstiegs
Die Vereidigung markiert für die neuen Korpsmitglieder den offiziellen Übergang von der Ausbildung in den Polizeialltag. Die Feier wurde von der Ehrengarde und dem Spiel der Kantonspolizei umrahmt. In ihrer Ansprache betonte Kommandantin Fabienne Holland die Verantwortung, die nun auf den Schultern der Anwärterinnen und Anwärter liege.
«Mit der Vereidigung beginnt ein neuer Abschnitt»
Holland hob hervor, dass der Polizeiberuf herausfordernd, aber gleichzeitig bereichernd sei. Sie rief die neuen Korpsmitglieder dazu auf, neugierig zu bleiben, den Menschen zuzuhören und den Mut zu haben, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Die Kommandantin wünschte den Neuverpflichteten Freude, Erfolg und die Gewissheit, einen sinnvollen Dienst für die Bevölkerung zu leisten.
Konkrete Bedeutung für den Kanton
Die Aufnahme von elf neuen Korpsangehörigen ist für die Kantonspolizei nicht nur ein formaler Akt, sondern hat direkte Auswirkungen auf die polizeiliche Präsenz und Einsatzplanung. Nachwuchsverstärkungen tragen dazu bei, personelle Engpässe zu verringern, Streifendienste abzusichern und Spezialaufgaben fachgerecht zu besetzen. Insbesondere kleinere Polizeistellen im Kanton profitieren mittelfristig von stabilen Personalressourcen.
Die Kantonspolizei ist in vielerlei Hinsicht auf eine kontinuierliche Nachwuchsgewinnung angewiesen, damit in Routine- und aussergewöhnlichen Lagen ausreichend Personal verfügbar ist. Ausbildung, Einarbeitung und Praxisdienst folgen nach der Vereidigung einem strukturierten Ablauf, sodass die Neuverpflichteten rasch in operative Aufgaben eingebunden werden können.
Ausbildung und Erwartungen
Der Weg in den Polizeidienst umfasst in der Regel eine Kombination aus theoretischer Ausbildung, Praxisphasen und begleiteter Einsatzerfahrung. Die Kantonspolizei Solothurn betont dabei die Bedeutung von:
- sozialer Kompetenz und Bürgernähe;
- rechtsstaatlichem Handeln und Verhältnismässigkeit;
- körperlicher und psychischer Einsatzbereitschaft;
- fortlaufender Weiterbildung und Teamarbeit.
Diese Kompetenzen wurden auch in der Ansprache der Kommandantin thematisiert. Die neue Generation von Polizistinnen und Polizisten müsse nicht nur gesetzeskonform handeln, sondern auch deeskalierend und kommunikativ auftreten, so die Leitlinie der Kantonspolizei.
Feierlicher Rahmen, praktischer Beginn
Die Übergabe der Ernennungsurkunden bildet den formalen Abschluss eines Ausbildungsabschnitts. Für die Angehörigen und Gäste ist die Vereidigung zugleich ein emotionaler Moment: Familienangehörige begleiteten die Neuverpflichteten, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung bezeugten die Bedeutung des Ereignisses für die Sicherheit im Kanton.
Nach formalen Zeremonien beginnt für die neuen Polizeikräfte die konkrete Arbeit: Sie werden künftig in unterschiedlichen Aufgabenfeldern eingesetzt, von klassischen Streifendiensten über Verkehrskontrollen bis zu Interventionen bei Notlagen. Die Kantonspolizei organisiert Einarbeitungs- und Mentoringangebote, damit der Übergang in die Praxis fachlich und menschlich begleitet wird.
| Datum | 22. September 2026 |
|---|---|
| Anzahl Vereidigte | 11 (6 Frauen, 5 Männer) |
| Institution | Kantonspolizei Solothurn |
| Besonderheit | Ehrengarde und Spiel der Kantonspolizei umrahmten die Feier |
Ausblick
Die aktuellen Vereidigungen sind Teil einer kontinuierlichen Personalpolitik, die langfristig zur Aufrechterhaltung der Dienste und zur Anpassung an veränderte polizeiliche Anforderungen dient. Wie viele weitere Einstellungsrunden geplant sind oder wie sich die Personalstruktur genau verändert, teilte die Kantonspolizei in der Mitteilung nicht mit. Die jetzt vereidigten Polizistinnen und Polizisten treten jedoch einen unmittelbar wirksamen Dienst an, der für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im Kanton relevant ist.
Für die Bevölkerung bedeutet dies konkret: Stabilere Einsatzkapazitäten, sichtbare Präsenz und hoffentlich kürzere Reaktionszeiten bei polizeilichen Einsätzen. Die Kantonspolizei Solothurn wird die Neuverpflichteten in den kommenden Monaten weiter ausbilden und in den Regelbetrieb integrieren.