Die vietnamesische Frauenfussball‑Nationalmannschaft schied am 25. September im Viertelfinal des Frauenfussballturniers der Asienspiele 2026 aus. Nach 90 Minuten stand es gegen China erstmals in der Geschichte dieser Begegnungen 0:0; in der Verlängerung unterlagen die Vietnamesinnen dann mit 0:1.
Unerwartete Leistungssteigerung
Trainerin und Ex‑Stürmerin Đỗ Thị Ngọc Châm, die von 2001 bis 2009 für die Nationalmannschaft spielte, zeigte sich überrascht und beeindruckt vom Auftritt der aktuellen Auswahl. In einem Gespräch mit der Zeitung Tuổi Trẻ hob sie die defensive Stabilität sowie das Selbstvertrauen im Offensivspiel hervor. Die Mannschaft habe erstmals in einem offiziellen Duell über 90 Minuten mit der chinesischen Auswahl mithalten können.
«Ich war sehr überrascht; ich hätte nicht gedacht, dass die Mannschaft … der chinesischen Frauen‑Nationalmannschaft in 90 Minuten ein Unentschieden abgerungen hätte.»
Stärken und verpasste Chancen
Laut Châm präsentierte sich die Abwehr deutlich stabiler, während Mittelfeldspielerinnen und Stürmerinnen mutig Bälle eroberten, schnelle Pässe spielten und aktiv nach vorne agierten. Diese Entwicklung nannte sie die auffälligste Veränderung im Team. Wären einige Chancen konsequenter genutzt worden, so Châm, hätte ein Tor durchaus fallen können. Trotzdem wertete sie die knappe Niederlage nach Verlängerung als Erfolg und Leistungsschritt.
- Resultat: Vietnam – China 0:1 (n.V.)
- Bedeutung: Erstes 90‑Minuten‑Unentschieden Vietnams gegen China in offiziellen Wettbewerben
- Analyse: Defensiv stabiler, offensiv selbstbewusster Auftritt
Historischer Kontext
Vor diesem Spiel hatten die Vietnamesinnen in den zwölf vorangegangenen Begegnungen gegen China in offiziellen Wettbewerben stets verloren. Das Unentschieden nach regulärer Spielzeit markiert damit eine Zäsur in der bisherigen Bilanz und zeigt, dass sich das Niveau des Teams gegenüber einem der asiatischen Spitzengegner angeglichen hat.
| Aspekt | Beobachtung |
|---|---|
| Abwehr | Deutlich stabiler als zuvor |
| Mittelfeld/Angriff | Schnelle Pässe, mutiges Pressing, Chancenverwertung verbesserungswürdig |
| Historie | Erstes 90‑Minuten‑Unentschieden gegen China in offiziellen Duellen |
Folgen für den Fussball in der Region
Für Cham und den Kanton Zug sind solche internationalen Auftritte aus sportlicher Sicht wichtig, weil sie das Interesse am Frauenfussball stärken können. Erfolge oder neue Leistungsniveaus der Nationalmannschaft wirken sich oft indirekt auf die Förderung des Nachwuchses und auf die Aufmerksamkeit für lokale Vereine aus. Sichtbarere Leistungen auf kontinentaler Ebene können die Zahl aktiver Spielerinnen erhöhen und das Engagement von Clubs und Gemeinden fördern.
Die Einschätzung von Đỗ Thị Ngọc Châm unterstreicht, dass der Fortschritt weniger in einem einzigen Resultat liegt als in der gezeigten Spielweise: aggressive Balleroberung, Tempo in den Pässen und ein ausgeglichenes Defensivverhalten. Diese Elemente könnten, wenn sie konstant weiterentwickelt werden, zu nachhaltig besseren Resultaten in künftigen Turnieren führen.
Für die Vietnamesinnen endet der Lauf an den Asienspielen 2026 mit einer knappen Niederlage, doch die Leistung gegen China sendet ein deutliches Signal: Das Team ist auf dem Weg, sich auf hohem Niveau zu behaupten.