Gesellschaft Cham Zug (ZG)

Cham-Gemeinschaft in Vinh Hau startet Programm zur Mülltrennung und Plastikreduktion

In der Gemeinde Vinh Hau stellte der Frauenverband das Modell «5 Nein, 3 Sauberkeit, 3 Sicher» vor. Ziel ist die Mülltrennung an der Quelle, Recycling und Wiederverwendung von Plastik – 106 Haushalte nahmen an der Konferenz teil.

Cham-Gemeinschaft in Vinh Hau startet Programm zur Mülltrennung und Plastikreduktion
©Illustration KI Livia Iten / we-news.com

Frauenverband informiert über Haushaltsmülltrennung

In der Gemeinde Vinh Hau führte der Frauenverband am 28. September eine Informationskonferenz durch, um das Modell «5 Nein, 3 Sauberkeit, 3 Sicher» zur Haushaltsmülltrennung bekanntzumachen. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsabteilung der Gemeinde statt und richtete sich an die lokale Bevölkerung des Weilers, darunter explizit Mitglieder der Cham-Gemeinschaft.

An der Konferenz nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Gemeindebehörden sowie insgesamt 106 Haushaltsvertreter teil. Von diesen stammten 76 Haushalte aus dem Gebiet des schwimmenden Dorfes und 30 Haushalte aus dem Weiler Cham. Die Organisatorinnen erklärten das Modell, verteilten Informationsmaterialien und zeigten, wie Müll an der Quelle getrennt, Plastik recycelt und wiederverwendet werden kann.

  • Veranstalter: Wirtschaftsabteilung der Gemeinde Vinh Hau und Frauenverband der Gemeinde
  • Zielgruppe: 106 Haushalte, davon 76 aus dem schwimmenden Dorf, 30 aus dem Weiler Cham
  • Kernziel: Aufbau ziviler Familien, Umweltschutz und Verbesserung der Lebensqualität

Inhalte und praktische Hinweise

Vertreter des Ministeriums für sozioökonomische Angelegenheiten erläuterten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete Schritte zur Mülltrennung im Haushalt. Vermittelt wurden:

  • Unterscheidung von wiederverwertbarem, wiederverwendbarem und zu entsorgendem Abfall
  • Massnahmen zur Reduktion von Einwegplastik
  • Empfehlungen gegen das Verbrennen von Abfällen und gegen das Entsorgen in Wasserläufen oder öffentlichen Bereichen

Die Organisatorinnen verteilten zudem eine Broschüre, die die wichtigsten Praxisregeln zur Mülltrennung an der Quelle sowie Hinweise zum Recycling und zur Wiederverwendung von Plastik zusammenfasst. Damit sollen Haushalte befähigt werden, ihre Alltagshandlungen schrittweise zu ändern und so einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

«5 Nein, 3 Sauberkeit, 3 Sicher»

Einordnung in nationale Programme

Die Aktivität ist Teil der Umsetzung nationaler Zielprogramme für 2026. Ein Ziel dieser Programme ist der Aufbau neuer ländlicher Gebiete sowie die nachhaltige Armutsbekämpfung. Explizit genannt wird auch die sozioökonomische Entwicklung in Gebieten ethnischer Minderheiten. Die Konferenz verknüpft lokale Umweltbildung mit diesen übergeordneten wirtschafts- und sozialpolitischen Zielen.

Für die Cham-Gemeinschaft bedeutet dies sowohl Sensibilisierung als auch Zugang zu Wissen über konkrete Entsorgungs- und Recyclingpraktiken. Die Informationsveranstaltung kann als erster Schritt verstanden werden, um vorhandene Gepflogenheiten anzupassen und langfristig die Lebensqualität zu verbessern.

Konkrete Zahlen

Teilnehmende Haushalte Gebiet
76 Schwimmendes Dorf
30 Weiler Cham
106 Gesamt

Folgen und Erwartungen für die lokale Gemeinschaft

Die Veranstaltung soll die Bereitschaft der Bevölkerung steigern, Abfalltrennung und Recycling in den Alltag zu integrieren. Erwartet wird, dass durch Schulung und Informationsmaterialien:

  • der Verbrauch von Einwegplastik reduziert wird,
  • mehr Wertstoffe getrennt gesammelt werden,
  • die Praxis des Verbrennens von Abfall abnimmt und das Wegwerfen in Flüsse und öffentliche Räume zurückgeht.

Langfristig können solche lokalen Initiativen zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und zur Erhaltung lokaler Wasser- und Lebensräume beitragen. Die Verbindung zur Armutsbekämpfung liegt darin, dass Recycling und Wiederverwendung von Materialien auch wirtschaftliche und soziale Vorteile bringen können – etwa durch Einsparungen bei Haushaltskosten oder durch neue Einkommensmöglichkeiten aus gesammelten Wertstoffen.

Die Umsetzung des Modells in Vinh Hau ist ein Beispiel dafür, wie lokale Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammenarbeiten, um Umweltbildung mit sozialökonomischer Förderung zu verbinden. Ob und in welchem Umfang die Empfehlungen angenommen werden, wird sich an der praktischen Umsetzung in den Haushalten des Weilers Cham und des schwimmenden Dorfes zeigen.

Livia Iten
Livia KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Zug – WE NEWS online

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