Stadt investiert in Photovoltaik zur Umsetzung des Aktionsplans
Die Stadt Biel treibt den Ausbau der Solarenergie auf kommunalen Dächern weiter voran. Der Gemeinderat hat bereits Kredite in der Höhe von 1 Million Franken freigegeben für Photovoltaikanlagen an mehreren städtischen Gebäuden. Zusätzlich beantragte er dem Stadtrat einen weiteren Kredit von 2,23 Millionen Franken, womit die Gesamtsumme der geplanten Investitionen über 3 Millionen Franken läge. Der Stadtrat wird über diesen Antrag am 17. September befinden; das Parlament hat das definitive Entscheidungsrecht über Teile der Finanzierung.
Die Massnahme stützt sich auf den vom Gemeinderat verabschiedeten «Aktionsplan Photovoltaik», der den Ausbau von Solarstrom auf kommunalen Liegenschaften beschleunigen soll und Teil der städtischen Klimastrategie ist. Ziel ist, die lokale Energiebasis zu stärken und langfristig CO2-Emissionen zu senken.
Geplante Standorte und erwartete Wirkung
Mit dem bereits genehmigten Kredit von 1 Million Franken sollen ab 2026 PV-Anlagen auf insgesamt acht städtischen Gebäuden installiert werden. Konkret vorgesehen sind fünf Kindergärten, ein Schulhaus, eine Kindertagesstätte sowie die Sporthalle Esplanade. Der beantragte Zusatzkredit in der Höhe von 2,23 Millionen Franken würde grössere Anlagen auf dem Schulhaus Champagne, dem Werkhof und dem Recyclinghof finanzieren.
- Bereits bewilligt: 1 Mio. Fr. für fünf Kindergärten, ein Schulhaus, eine Kindertagesstätte und Sporthalle Esplanade.
- Beantragt: 2,23 Mio. Fr. für Schulhaus Champagne, Werkhof und Recyclinghof.
- Erwartete Leistung: Stromproduktion, die dem Jahresbedarf von mehr als 350 Einfamilienhäusern entspricht.
| Finanzvorlage | Betrag (Fr.) | Geplante Gebäude |
|---|---|---|
| Bewilligter Kredit | 1'000'000 | 5 Kindergärten, 1 Schulhaus, 1 KITA, Sporthalle Esplanade |
| Beantragter Kredit | 2'230'000 | Schulhaus Champagne, Werkhof, Recyclinghof |
| Gesamt (geplant) | 3'230'000 | Mehrere städtische Dächer |
Nutzen und Folgen für Biel
Die Photovoltaik-Projekte sollen nicht nur erneuerbaren Strom liefern, sondern auch die lokale Wertschöpfung und die Energieresilienz fördern. Gemäss den Angaben der Stadt würden die geplanten Anlagen eine jährliche Strommenge erzeugen, die dem Verbrauch von mehr als 350 Einfamilienhäusern entspricht. Für den städtischen Haushalt bedeutet das einerseits Investitionsausgaben, andererseits langfristig niedrigere Energiekosten und geringere Abhängigkeit vom externen Strommarkt.
Die Entscheidung über den beantragten Kredit liegt zunächst beim Stadtrat; je nach Ausgang können Teile der Finanzierung dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt werden. Solche Stadtrats- und Parlamentsschritte gehören zum üblichen kommunalen Beschaffungs- und Finanzprozess und bieten gleichzeitig Gelegenheit für politische Debatten über Prioritäten der Klimapolitik und die Verwendung öffentlicher Mittel.
Einordnung in die Klimastrategie
Der Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Dächern ist als Massnahme im Rahmen der Bieler Klimastrategie verankert. Durch gezielte Investitionen in kommunale Liegenschaften will die Stadt ein sichtbares Zeichen setzen und gleichzeitig die Voraussetzungen schaffen, dass auch private Eigentümer und Unternehmen dem Beispiel folgen könnten. Die Umsetzung ab 2026 signalisiert einen konkreten Zeitplan für erste Realisierungen.
Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das Projekt voraussichtlich keine direkten Eingriffe in den Alltag; die Umsetzung findet primär auf den Dächern städtischer Gebäude statt. Langfristig könnten jedoch positive Effekte spürbar werden, etwa durch stabilere Stromkosten oder lokale Klimavorteile.