Der EHC Basel ist mit einer enttäuschenden Auswärtsniederlage in die neue Swiss-League-Saison gestartet. Bei den GDT Bellinzona Snakes verloren die Basler nach einer wechselvollen Partie im Penaltyschiessen mit 4:5. Entscheidend waren mehrere Strafen, die den Tessinern die Wende ermöglichten.
Starker Start, frühe Führung
Basel begann konzentriert und übernahm früh die Kontrolle. In der 12. Minute traf Marcell Révész nach Zuspiel von Sandro Brügger zum 1:0. Kurz vor der ersten Pause erhöhte David Hamr, wiederum vorbereitet von Brügger, auf 2:0 (18.). Die Basler wirkten in dieser Phase souverän und setzten die Gastgeber unter Druck.
"Strafen bringen Bellinzona zurück ins Spiel – Basel verliert im Penaltyschiessen."
Strafen drehen das Spiel
Die Partie kippte im Mitteldrittel nach mehreren Unterzahlsituationen zugunsten der Snakes. Laurin Liniger kassierte kurz vor der Pause zwei Zwei-Minuten-Strafen, wodurch Bellinzona eine längere Überzahlsituation erhielt. Zunächst verteidigten die Basler diese noch erfolgreich, doch in der 23. Minute nutzte Jacopo De Luca eine verbleibende Überzahl zum Anschlusstreffer. Nur wenige Minuten später erzielte William Hedlund den Ausgleich (25.).
Knapp anderthalb Minuten nach dem Ausgleich markierte Ian Marchetti das 3:2 zugunsten Bellinzonas. Trotz dieser turbulenten Phase zeigte Basel Moral: Dario Kummer traf in der 31. Minute zum 3:3-Ausgleich nach Vorarbeit von Brett Supinski und Jakob Stukel.
Schlussdrittel und Penaltyschiessen
Im Schlussdrittel gerieten die Basler erneut in Rückstand: Dean Schwenninger brachte Bellinzona in der 48. Minute mit 4:3 in Führung. Bevölkernd antwortete Basel allerdings nochmals: Gianluca Barbei traf knapp zehn Minuten vor Schluss zum 4:4, sodass die Partie in die Verlängerung und schliesslich ins Penaltyschiessen ging.
Im Shootout setzten sich die Tessiner durch; die Partie endete für Basel mit einer knappen und schmerzhaften Niederlage.
- Endstand: Bellinzona – EHC Basel 5:4 n.P.
- Basel-Führung: 2:0 nach dem ersten Drittel
- Entscheidend: Mehrere Strafen in der zweiten Hälfte und ein erfolgreiches Penaltyschiessen für Bellinzona
| Minute | Torschütze | Ergebnis |
|---|---|---|
| 12' | Marcell Révész (Assist: Sandro Brügger) | 1:0 |
| 18' | David Hamr (Assist: Sandro Brügger) | 2:0 |
| 23' | Jacopo De Luca | 2:1 |
| 25' | William Hedlund | 2:2 |
| ~26' | Ian Marchetti | 3:2 |
| 31' | Dario Kummer (Assist: Brett Supinski, Jakob Stukel) | 3:3 |
| 48' | Dean Schwenninger | 4:3 |
| ~50' | Gianluca Barbei | 4:4 |
Konsequenzen für Basel
Für den EHC Basel bringt der Auftakt in die Swiss League mehrere offene Fragen: Die Mannschaft zeigte, dass sie Spielanteile und Chancen produktiv nutzen kann. Gleichzeitig erwiesen sich Disziplin und Strafenkonto als Schwachpunkte. Mehrere Zwei-Minuten-Strafen in kritischen Phasen ermöglichten dem Gegner längere Überzahlen, die schliesslich die Wende einleiteten.
Aus Sicht der Basler Verantwortlichen gilt es, die Balance zwischen offensivem Druck und defensiver Stabilität zu finden, damit ähnliche Begegnungen künftig nicht durch Unterzahlsituationen entschieden werden. Die Mannschaft hat in einzelnen Phasen gute Ansätze gezeigt; für eine erfolgreiche Meisterschaft wird jedoch Konstanz nötig sein.
Der EHC Basel reist nun aus dem Tessin zurück und bereitet sich auf die nächste Herausforderung in der Swiss League vor. Die Partie in Bellinzona bleibt ein mahnendes Beispiel dafür, wie schnell sich ein Vorsprung durch Disziplinprobleme drehen kann.