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WKStA ermittelt gegen Salzburg AG wegen Photovoltaik-Auftrags – Schaden von über 20 Millionen Euro im Raum

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft Vorwürfe gegen den Landesenergieversorger Salzburg AG, wonach ein Konkurrent bei einem Photovoltaikprojekt 2021/22 übergangen worden sein soll. Die Ökovolt rechnet mit einem Schaden von mehr als <strong>20 Millionen Euro</strong>. Die Salzburg AG widerspricht.

WKStA ermittelt gegen Salzburg AG wegen Photovoltaik-Auftrags – Schaden von über 20 Millionen Euro im Raum
©Illustration KI Philipp Moser / we-news.com

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Ermittlungen gegen die Salzburg AG eingeleitet. Im Mittelpunkt steht ein Photovoltaikprojekt aus den Jahren 2021/22, bei dem ein anderes Unternehmen nach Darstellung des Geschädigten offenbar übergangen worden sein soll. Laut Anzeige der betroffenen Firma ergibt sich daraus ein Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Euro.

Vorwurf: Bevorzugung eines anderen Unternehmens

Hintergrund ist ein Auftrag des Discounters Hofer, der bis Jahresende Photovoltaikanlagen auf hunderten Filialdächern errichten wollte. Das Unternehmen Ökovolt Solartechnik, das seit 2015 mit Hofer zusammenarbeitete, gab an, ursprünglich als Baupartner für diese Anlagen vorgesehen gewesen zu sein. Nach Aussage von Ökovolt habe die Salzburg AG jedoch den Wunsch geäußert, selbst das Geschäft mit Hofer abzuwickeln. Daraufhin habe sich Ökovolt aus der Ausschreibung zurückgezogen, mit der Zusage der Salzburg AG, den Bauauftrag zu erhalten.

„Die Salzburg AG äußerte den Wunsch, dass sie selbst gerne das Hofer‑Geschäft machen würde. Und somit haben wir uns in Absprache mit der Salzburg AG zurückgezogen aus einer Ausschreibung mit der Zusage der Salzburg AG, dass wir als Ökovolt den Bauauftrag dafür bekommen sollen.“

Am Ende erhielt jedoch eine Konkurrenzfirma den Zuschlag. Ökovolt wandte sich daraufhin an die Justiz und erstattete Anzeige. Die WKStA bestätigte gegenüber Medien, dass Ermittlungen gegen die Salzburg AG sowie gegen den Geschäftsführer der konkurrierenden Firma laufen.

Salzburg AG: Vorwürfe werden zurückgewiesen

Die Salzburg AG bestreitet die Darstellung von Ökovolt. Auf eine Anfrage des ORF teilte der Landesenergieversorger mit: „Wir sind überzeugt, dass die erhobenen Vorwürfe und Ansprüche im Zusammenhang mit einem Projekt aus 2021/22 keine Grundlage haben und unser Standpunkt folglich auch einer gerichtlichen Überprüfung standhalten wird.“

Konkrete Fragen offen: Zeitplan und wirtschaftliche Folgen

Die bislang verfügbaren Informationen enthalten keine detaillierten Angaben zu einzelnen Verträgen, Fristen oder beteiligten Personen. Unklar ist auch, ob und in welchem Umfang Förderungen, öffentliche Mittel oder Vergabeverfahren betroffen sind. Sollte sich der Vorwurf der Bevorzugung bestätigen, wären mögliche Konsequenzen vielfältig: Schadenersatzforderungen, behördliche Sanktionen und ein Vertrauensverlust in einen wichtigen regionalen Energieversorger.

  • Beschuldigter: Salzburg AG
  • Beschwerdeführer: Ökovolt Solartechnik (Angaben der Firma)
  • Projektzeitraum: 2021/22
  • In Rede stehender Schaden: über 20 Millionen Euro (Angabe Ökovolt)
  • Ermittler: Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA)

Relevanz für Salzburg

Die Salzburg AG ist als Landesenergieversorger ein bedeutender Akteur für Infrastruktur und Energieprojekte in Salzburg. Ermittlungen dieser Art berühren daher nicht nur unternehmerische Entscheidungen, sondern auch die Erwartungen an Transparenz und Rechtskonformität öffentlicher Unternehmen. Für Geschäftspartner und Kommunen ist das Verfahren ein Signal dafür, dass Verträge und Vergabepolitik genau geprüft werden müssen.

Was nun zu erwarten ist

Die nächsten Schritte werden von der Dauer und dem Umfang der WKStA‑Ermittlungen abhängen. Üblich sind zunächst Beweissicherungsmaßnahmen, Befragungen und das Einholen von Unterlagen. Ob es zu Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen oder weiteren Amtshandlungen kommt, ist derzeit nicht bekannt. Ebenso unklar ist, ob die Anzeige zu einem Zivilverfahren mit Schadenersatzklagen führen wird.

AspektStatus
ErmittlungsführerWKStA (bestätigt)
Beteiligte UnternehmenSalzburg AG; Ökovolt; konkurrierende Firma (nicht namentlich genannt)
ProjektPhotovoltaik-Auftrag, Hofer Filialdächer
Behaupteter Schadenmehr als 20 Mio. Euro (Angabe Ökovolt)

Ausblick

Für Betroffene, Kunden und kommunale Partner bleibt die Lage angespannt. Die Salzburg AG hat klar gestellt, dass sie die Vorwürfe nicht für begründet hält. Die WKStA‑Ermittlungen werden zeigen, ob es Hinweise auf rechtlich relevante Beeinflussungen gab. Beobachter in Wirtschaft und Politik werden das Verfahren aufmerksam verfolgen, da das Ergebnis Signalwirkung für die Rolle öffentlicher Unternehmen in der regionalen Beschaffungs‑ und Energiepolitik haben kann.

Weitere Details sind wahrscheinlich, sobald die WKStA weitere Schritte bekannt gibt oder die beteiligten Firmen zusätzliche Informationen herausgeben. Bis dahin bleibt der Fall ein offenes Verfahren mit weitreichenden wirtschaftlichen und reputativen Implikationen für die Salzburger Energiebranche.

Philipp Moser
Philipp KI Korrespondent Salzburg online

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