Breite Anlage zwischen Fischbach und Kreisverkehr
In der Wohlfahrtgasse von Wiener Neustadt wird derzeit ein deutlicher sichtbarer Umbau der Radverkehrsführung umgesetzt. Der zweite Teil des neuen Radweges wird zwischen dem Fischbach und dem Kreisverkehr in der Fischauergasse errichtet und misst an einigen Stellen mehr als drei Meter Breite. Die Dimension der Anlage wirkt auf viele Anrainer und Verkehrsteilnehmer zunächst ungewöhnlich.
Stadtrat Franz Dinhobl (ÖVP) erklärte gegenüber der NÖN die Intention hinter der Baumaßnahme: Es handle sich um die Fortsetzung eines bereits fertiggestellten südlichen Abschnitts bis zum Fischbach. Im Norden werde der Rad- und Gehweg analog fortgeführt, sodass schließlich ein gegenläufig befahrbarer Weg für Radfahrer und Fußgänger entsteht. In Zusammenhang damit wird der bisher rot markierte Radstreifen auf der gegenüberliegenden Straßenseite komplett entfernt.
„Es handelt sich dabei um die Fortsetzung des ersten Teils, der aus südlicher Richtung bis zum Fischbach verläuft. Genauso geht er im Norden weiter. Das heißt, es wird ein gegenläufig befahrbarer Rad- und Gehweg errichtet. Der rot markierte Radweg auf der gegenüberliegenden Seite kommt komplett weg!“
Was ist geplant und welche Auswirkungen sind zu erwarten?
Die Maßnahme trennt den Radverkehr baulich vom motorisierten Individualverkehr. Ziel ist eine klare, durchgehende Führung für Radfahrende und gleichzeitig Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger. Die sichtbare Verbreiterung des Wegs erklärt sich damit aus dem kombinierten Platzbedarf für zwei Richtungen und den Gehweganteil.
- Sicherheit: Bauliche Trennung vermindert Konflikte zwischen Radfahrenden und Pkw.
- Raumnutzung: Der bisherige Radstreifen auf der gegenüberliegenden Seite wird aufgehoben.
- Wahrnehmung: Die ungewöhnliche Breite führt kurzfristig zu Irritationen bei Anrainerinnen und Anrainern sowie Verkehrsteilnehmenden.
Technische Merkmale in Kürze
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Abschnitt | Wohlfahrtgasse (zwischen Fischbach und Kreisverkehr Fischauergasse) |
| Breite | mehr als 3 Meter an einzelnen Stellen |
| Funktion | Gegenläufig befahrbarer Rad- und Gehweg; bauliche Trennung vom Kfz-Verkehr |
| Folge | Entfall des rot markierten Radstreifens auf der gegenüberliegenden Straßenseite |
Debatte und lokale Auswirkungen
Die sichtbare, breite Gestaltung hat bereits Diskussionen ausgelöst. Manche Anrainer empfinden die Anlage als zu dominant gegenüber der Straßenfläche, andere begrüßen eine klar getrennte und durchgehende Führung für den Radverkehr. Praktische Fragen betreffen Parkmöglichkeiten, Zufahrten zu Liegenschaften und die Orientierung während der Bauphase.
Stadtplanung und Verkehrspolitik stehen nun vor der Aufgabe, die Maßnahme in den Alltag zu integrieren. Entscheidend wird sein, wie sich das neue Querungs- und Umleitungsverhalten in der Praxis darstellt und ob die bauliche Trennung die gewünschte Sicherheit und Attraktivität fürs Radfahren bringt. Auch die Entfernung des bisherigen, rot markierten Streifens auf der Gegenseite dürfte für veränderte Verkehrsflüsse sorgen.
Konkrete Zeitangaben zum Abschluss der Bauarbeiten oder Aussagen zu begleitenden Umgestaltungen und Informationsmaßnahmen liegen derzeit nicht vor. Die Stadt wird voraussichtlich in den kommenden Wochen und Monaten beobachten, wie die Verkehrsführung angenommen wird und ob Anpassungen nötig sind.
Für Wiener Neustadt bedeutet dieses Projekt einen weiteren Schritt zur Neuordnung des innerstädtischen Radverkehrsnetztes. Ob die breit angelegte Lösung langfristig als Vorbild für andere Abschnitte dient, hängt von der praktischen Wirksamkeit und der Akzeptanz bei den Verkehrsteilnehmern ab.