In der Marchtrenker Zentrale von Spar gab es gegen Ende der Sommerferien erstmals ein betriebliches Ferienbetreuungsprogramm. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden interne Besprechungsräume zu Bewegungs- und Kreativräumen umgebaut; der Familienbund organisierte das pädagogische Programm für die teilnehmenden Kinder der Mitarbeiter. Insgesamt nahmen 17 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren am Angebot teil.
Programm, Ausflüge und Einblicke in den Arbeitsalltag
Die Teilnehmenden nutzten das Angebot, um sowohl den Arbeitsplatz ihrer Eltern kennenzulernen als auch an gemeinsamen Ausflügen in der Region teilzunehmen. Zu den besuchten Einrichtungen zählten die örtliche Rettung, ein Bauernhof, der Tierpark Stadt Haag sowie der Time Out Park in Steinerkirchen. Die Aktivitäten sollten einerseits Beschäftigung und Betreuung während der Ferien gewährleisten, andererseits Kindern Einblicke in verschiedene Berufe und lokale Freizeitangebote ermöglichen.
- Dauer: Zwei Wochen (Pilotprojekt)
- Teilnehmer: 17 Kinder, 5–12 Jahre
- Partner: Familienbund (Programmgestaltung)
- Besuchte Ziele: Rettung, Bauernhof, Tierpark Stadt Haag, Time Out Park Steinerkirchen
Einordnung im Rahmen des Audits „berufundfamilie“
Das Ferienbetreuungsangebot ist laut Angaben der Spar-Zentrale Teil eines größeren Maßnahmenpakets im Rahmen des Audits „berufundfamilie“. Die Zentrale in Marchtrenk, das Zentrallager in Wels sowie das Tann-Produktionswerk in Marchtrenk nehmen demnach seit 2018 an diesem Audit teil. Eine damals gegründete Projektgruppe arbeite kontinuierlich an der Entwicklung und Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen, heißt es in der Mitteilung.
„Mit dem Ferienbetreuungsprogramm wollen wir unseren Kollegen mit Betreuungspflichten die Überbrückung der Sommerferien erleichtern. Gemeinsam mit dem Familienbund konnten wir ein abwechslungsreiches und vor allem professionelles zweiwöchiges betriebliches Betreuungsangebot schaffen“,
so Elisabeth Wolfmayr, die als Projektverantwortliche genannt wird. Unternehmensseitig betont Geschäftsführer Paul Bacher das Anliegen der Firma: „Spar als Arbeitgeber ist eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein besonderes Anliegen. Gezielte Maßnahmen, wie das neu geschaffene Ferienbetreuungsangebot, sollen dabei für Erleichterung sorgen und den Kids natürlich eine unvergessliche Zeit bescheren!“
Auswirkungen auf Beschäftigte und Standort
Für Marchtrenk als Unternehmensstandort hat ein internes Betreuungsangebot mehrere Effekte: Erstens reduziert es kurzfristig Betreuungsengpässe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Betreuungspflichten während der Ferien. Zweitens signalisiert es qualifizierten Arbeitskräften, dass der Arbeitgeber familienfreundliche Maßnahmen aktiv nachfragt und umsetzt — ein Faktor, der bei Personalgewinnung und -bindung an Bedeutung gewinnt. Drittens dokumentiert das Pilotprojekt die operative Umsetzung der Audit-Ziele, was auch die Position von Spar Oberösterreich bei Zertifizierungen und in der internen Arbeitgeberkommunikation stärken kann.
| Aspekt | Konkretes |
|---|---|
| Dauer | 2 Wochen (Pilot) |
| Teilnehmer | 17 Kinder (5–12 Jahre) |
| Partner | Familienbund |
Wie nachhaltig das Angebot in den Regelbetrieb überführt wird, blieb in der übermittelten Mitteilung offen. Entscheidungen über künftige Durchführungen dürften von Kapazitäten, Nachfrage bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie betriebswirtschaftlichen Erwägungen abhängen.
Für Beschäftigte bedeutet ein solches Angebot kurzfristig weniger organisatorischen Aufwand und potenziell eine höhere Präsenz am Arbeitsplatz während sonst schwieriger Ferienzeiten. Für den Standort Marchtrenk ist es ein weiteres Beispiel dafür, wie lokale Großbetriebe familienpolitische Maßnahmen in ihre Personalstrategien integrieren.
Das Pilotprojekt reiht sich in eine Reihe von Initiativen ein, mit denen sich Unternehmen in Oberösterreich verstärkt als familienfreundliche Arbeitgeber positionieren. Ob die Aktion künftig ausgeweitet oder wiederholt wird, wird die Spar-Zentrale nach Auswertung des Pilotlaufs entscheiden.