Neue Hochbehälter ersetzen kleinere Speicher und erhöhen Versorgungssicherheit
Die Stadt Melk verfügt seit kurzem über zwei neue Edelstahlbehälter am Hochbehälterstandort Wachberg. Die Perger Installationsfirma Forstenlechner GmbH errichtete die Tanks mit einem Gesamtvolumen von 3.000 Kubikmetern – damit steht dem Ort deutlich mehr Trinkwasserspeicher zur Verfügung als bisher.
Herzstück der Anlage sind zwei freistehende Behälter mit jeweils 1.500 Kubikmetern Fassungsvermögen. Jeder Tank hat einen Durchmesser von 15 Metern und eine Höhe von 9 Metern. Pro Behälter wurden laut Firma rund 20 Tonnen Edelstahl verbaut. Die Behälter wurden im sogenannten Coilverfahren gefertigt: Edelstahlcoils werden zur Baustelle gebracht und die Behälter großteils vor Ort aufgebaut; nur einzelne Komponenten wie Teile der Dächer oder Geländer entstanden vorgefertigt im Werk.
„Wir hatten über die Sommermonate rund ein Drittel mehr Tageswasserverbrauch als im Durchschnitt der letzten Jahre. Dazu kam es durch mehrere Feld- und Waldbrände zu hohen Löschwasserbedarfen. Das große Speichervolumen war hier sehr hilfreich“,
so Helmut Steffek, leitender Wassermeister der Stadt Melk. Demnach mussten trotz der außergewöhnlichen Situation keine Wassersparaufrufe an die Bevölkerung gerichtet werden. Die neuen Kapazitäten hätten geholfen, erhöhte Verbräuche und den zusätzlichen Bedarf für Löschwasser zeitweise ohne weitere Einschränkungen auszugleichen.
Technik, Umfang und Unterschied zur bisherigen Anlage
Vor dem Bau standen in Melk nur rund 600 Kubikmeter Speichervolumen zur Verfügung; mit den neuen Behältern stieg die Kapazität damit um das Fünffache auf 3.000 Kubikmeter. Forstenlechner lieferte die Behälter inklusive Verrohrung und technischer Ausstattung. Die Firma hebt hervor, dass das Coilverfahren die Realisierung besonders großer Behälter mit weniger Schweißnähten ermögliche.
- Standort: Hochbehälter Wachberg bei Melk
- Bauträger: Forstenlechner GmbH (Perg)
- Anlage: Zwei freistehende Edelstahltanks, Coilverfahren
- Zweck: Trinkwasserspeicherung, Erhöhung der Versorgungssicherheit, bessere Löschwasserbereitstellung
Die Richtungsentscheidung für größere Speicherkapazitäten fiel vor dem Hintergrund eines heißen, niederschlagsarmen Sommers und beobachteter Verbrauchssteigerungen. Laut den vorliegenden Angaben zeigte sich die Notwendigkeit der höheren Kapazität schon rund ein Jahr nach Inbetriebnahme: In der besonders heißen Phase stieg der Tageswasserverbrauch deutlich.
Auswirkungen für Versorgung und Brandschutz in Melk
Für die Bevölkerung bedeutet die Verfünffachung des Speichervolumens vor allem eine gesteigerte Versorgungssicherheit in Perioden erhöhter Nachfrage oder geringerer Zuflüsse. Besonders im ländlich-städtischen Umfeld von Melk, wo Feld- und Waldbrände in trockenen Sommern ebenfalls die Wassernachfrage erhöhen können, stellt ausreichendes Löschwasser eine zentrale Voraussetzung für Katastrophenvorsorge dar.
Die Wahl des Materials Edelstahl und die Bauweise im Coilverfahren sind technische Entscheidungen, die auf Langlebigkeit und Dichtheit der Behälter abzielen. Weniger Schweißnähte können das Risiko von Leckagen reduzieren und die Wartungsanforderungen senken – Vorteile, die sich langfristig auf Betriebskosten und Ausfallsicherheit auswirken können.
| Parameter | Bisher | Neu |
|---|---|---|
| Speichervolumen | 600 m³ | 3.000 m³ |
| Behälteranzahl | — | 2 |
| Einzelvolumen | — | 1.500 m³ |
| Durchmesser / Höhe | — | 15 m / 9 m |
| Edelstahl je Behälter | — | ~20 t |
Insgesamt ist die Maßnahme ein Beispiel dafür, wie kommunale Infrastrukturprojekte auf veränderte klimatische und Verbrauchsbedingungen reagieren. Die Stadt Melk hat mit den neuen Behältern ihre Resilienz gegen Dürrephasen und gleichzeitige Einsatzbelastungen für Feuerwehren verbessert. Ob und in welchem Ausmaß sich dies künftig auf Gebühren, Betriebsführung oder weitere Ausbaupläne auswirkt, wurde in den verfügbaren Informationen nicht angegeben.
Die Errichtung der Anlage durch eine regionale Firma aus Perg unterstreicht zudem den lokalen Bezug von Planung und Bau. Für die Bevölkerung bleibt vorerst wichtig: Trotz außergewöhnlicher Sommerbedingungen waren keine Wassereinschränkungen nötig – ein praktischer Nutzen der neuen Speicherkapazitäten.