Brand in absturzgefährdetem Gelände bei Seerieszinken
Ein Waldbrand oberhalb von Rohrmoos-Untertal hat am Dienstagnachmittag im Bereich der Planai die Einsatzkräfte in Schladming gefordert. Gegen 14:30 Uhr meldete ein Paragleiter aufsteigenden Rauch im Gelände des Seerieszinken in den Schladminger Tauern und setzte einen Notruf ab. Die erste Erkundung ergab offenes Feuer in schwer zugänglichem, steilem Terrain auf rund 1.700 Metern Seehöhe.
Rasche Luftunterstützung aus zwei Bundesländern
Zur Bekämpfung des Feuers wurden zwei Polizeihubschrauber aus Kärnten und der Steiermark alarmiert. Die Besatzungen konnten die Brandstelle bestätigen und flogen Einsatzkräfte an. Mit speziellen, an den Hubschraubern mitgeführten Löschbehältern entnahmen sie Wasser an Stellen im Bereich der Planai und führten Löschflüge durch.
- Einsatzbeginn: kurz vor 14:30 Uhr
- Höhe der Brandstelle: etwa 1.700 m Seehöhe
- Brandfläche: rund 40 Quadratmeter
- Beteiligte Einheiten: Feuerwehren, Bergrettung Schladming, Polizeihubschrauber
Feuerwehr, Bergrettung und Polizei arbeiten koordiniert
Die Hubschrauber flogen Kräfte der Feuerwehr Untertal-Rohrmoos sowie des Flugdienstes der Feuerwehr Aigen im Ennstal zur Brandstelle. Zudem wurden Mitglieder der Bergrettung Schladming eingeflogen, um die Feuerwehrleute am Boden im absturzgefährdeten Gelände mittels Sicherungsseilen zu unterstützen. Durch diese Zusammenarbeit konnten die Löschmaßnahmen auch in schwierigstem Terrain durchgeführt werden.
„Bambi Buckets“
Mit den sogenannten „Bambi Buckets“ entnahmen die Hubschrauber Wasser und setzten es gezielt über der Brandstelle ein. Dadurch gelang es den Einsatzkräften, eine Ausbreitung auf größere Waldflächen zu verhindern. Der Brand hatte sich nach der Entdeckung bereits auf etwa 40 Quadratmeter ausgedehnt; laut Einsatzlage dürfte ein Blitzschlag der Auslöser gewesen sein.
Nachlöscharbeiten und Prävention
Die Kräfte arbeiteten bis in die Abendstunden, ehe die Lage weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte. Vorsorglich werden Kontrollflüge mit Drohnen durchgeführt, um versteckte Glutnester auszuschließen und eine erneute Aufflammung zu verhindern. Der Einsatz gilt nach aktuellem Stand als größtenteils abgeschlossen; weitere Maßnahmen richten sich nach der Wetterentwicklung und Befund vor Ort.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Einsatzbeginn | ca. 14:30 Uhr |
| Höhe | ~1.700 m Seehöhe |
| Betroffene Fläche | ~40 m² |
| Beteiligte Einheiten | Feuerwehren, Bergrettung, Polizeihubschrauber |
Für die Region Schladming hat der Vorfall mehrere praktische Folgen: Erstens zeigt er die Anfälligkeit auch höher gelegener Waldflächen durch Gewitterereignisse. Zweitens unterstreicht er die Bedeutung der Luftunterstützung und der spezialisierten Bergrettungseinheiten bei Einsätzen in alpinem Gelände. Drittens sind vorbeugende Kontrollen und rasche Meldungen durch Augenzeugen – in diesem Fall ein Paragleiter – entscheidend für ein effizientes Eingreifen.
Die Behörden rufen weiterhin zur Vorsicht auf: Bei Gewitterlagen und erhöhter Trockenheit empfiehlt es sich, Zündquellen im Freien zu vermeiden und Verdachtsmomente umgehend zu melden. Angaben zur genauen Brandursache werden von der Polizei und den zuständigen Stellen geprüft, die Ermittlungen laufen.
Die Zusammenarbeit der lokalen Einsatzkräfte zeigt, dass auch bei schwierigem Gelände schnelle und koordinierte Maßnahmen möglich sind. Die Bevölkerung in Schladming und Gäste dürfen mit einem weiterhin wachsamen Blick auf die Wetterlage rechnen, während die Nachkontrollen fortgesetzt werden.