Mobilie Makerspace: roadLAB eine Woche in Rankweil
Vom 21. bis 25. September 2026 macht das Technische Museum Wien mit dem „roadLAB“ Halt in der Marktgemeinde Rankweil. Der als E‑Bus ausgeführte, zu einer digitalen Produktionswerkstatt umgerüstete Maker*Space wird vor dem Vereinshaus stationiert und bietet Schulklassen sowie Jugendlichen die Möglichkeit, moderne Fertigungs‑ und digitale Produktionstechniken praktisch zu erproben.
Der Bus ist rund 15 m² groß und mit Geräten wie 3D‑Druckern, Schneideplottern und einem Lasercutter ausgestattet. Laptops, WLAN und zusätzlich installierte Solarpaneele machen einen umweltschonenden und autarken Betrieb möglich. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos; Anmeldungen laufen über die Plattform der MINT‑Region unter www.mint-vk.at.
Zielgruppe und Begleitung vor Ort
Das Angebot richtet sich primär an Schulklassen am Vormittag und Nachmittag sowie an Jugendliche am frühen Abend. Vor Ort fungieren sogenannte Explainer:innen — Wissenschaftsvermittler:innen, die als erste Ansprechpersonen bei fachlichen Fragen dienen und die Lernprozesse begleiten. Im Mittelpunkt steht das selbstständige Arbeiten der Teilnehmenden, die eigene Ideen entwerfen und umsetzen können.
„sollen vor allem Jugendliche für den MINT‑Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistert werden.“
Das Projekt verfolgt damit einen doppelten Ansatz: Einerseits praktische Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Produktionstechniken, andererseits Orientierungshilfe für die berufliche Entscheidung von Jugendlichen. Finanzielle Grundlage für das roadLAB ist die Digitalisierungsoffensive der Bundesarbeitskammer, mit der das Technische Museum Wien das Projekt initiiert hat.
Was Rankweilerinnen und Rankweiler erwartet
Das Angebot ist niedrigschwellig konzipiert. Kernpunkte für die lokale Teilnahme sind:
- kostenlose Workshops für Schulklassen und Jugendliche,
- praktische Arbeit an Geräten wie 3D‑Druckern und Lasercuttern,
- Betreuung durch erfahrene Explainer:innen,
- unabhängiger Betrieb dank Solarpaneelen.
Für Schulen und Jugendgruppen aus Rankweil und dem weiteren Vorderland ist das roadLAB eine Gelegenheit, technische Fertigkeiten in einem realen, handlungsorientierten Rahmen kennenzulernen, ohne größere Anschaffungen oder Infrastruktur schaffen zu müssen. Das kann insbesondere für kleinere Schulen und Vereine im ländlicheren Teil des Bezirks einen direkten Mehrwert bieten.
| Datum | Ort | Zielgruppe | Kerngeräte |
|---|---|---|---|
| 21.–25. September 2026 | Vor dem Vereinshaus, Rankweil | Schulklassen, Jugendliche | 3D‑Drucker, Schneideplotter, Lasercutter, Laptops, Solarpaneele |
Für die Planung vor Ort ist es ratsam, die verfügbaren Zeitfenster frühzeitig zu buchen, da die Workshopplätze begrenzt sein können. Die Organisation über die MINT‑Region Vorderland/amKumma koordiniert die Terminvergaben, um Schulklassenbesuche am Vormittag und Nachmittagsprogramme sowie Jugendangebote am frühen Abend zu ermöglichen.
Regionaler Kontext und mögliche Folgen
Rankweil liegt im Zentrum der MINT‑Region Vorderland/amKumma; Angebote wie das roadLAB stärken das lokale Bildungsangebot und können langfristig den Zugang zu technisch‑wissenschaftlichen Berufen verbessern. Gerade in Vorarlberg, wo kleinere Gemeinden oft auf gemeinsame Bildungsinitiativen angewiesen sind, können mobile Labore Lücken schließen und Schüler:innen praxisnahe Einblicke in Zukunftstechnologien geben.
Ob das roadLAB neben Bildungswirkungen auch nachhaltige Kooperationen mit Schulen, Betrieben oder Vereinen in Rankweil erzeugt, wird sich in der Folgezeit zeigen. Zumindest kurzfristig bietet die Woche vor dem Vereinshaus eine kompakte, praxisorientierte Möglichkeit zur Berufsorientierung und Kompetenzvermittlung im MINT‑Bereich.