Modernisierung, Barrierefreiheit und kürzere Wege
In Villach wurde am Freitag der neue Standort des Arbeitsmarktservice (AMS) offiziell in Betrieb genommen. Das Gebäude in der Ludwig-Walter-Straße 53 — ehemals Betten-Reiter — wurde von der Firma MID Bau nach rund einem Jahr Bauzeit umfassend revitalisiert. Die Veranstalter und Vertreterinnen der Politik hoben bei der Eröffnung vor allem die modernisierte Infrastruktur, barrierefreie Zugänge und die zusammengeführten Angebote hervor.
Das Konzept bringt mehrere AMS-Bereiche unter ein Dach: Das BerufsInfoZentrum (BIZ) befindet sich im Erdgeschoss, im ersten und zweiten Stock sind das Service für Arbeitskräfte sowie das Service für Unternehmen angesiedelt. Angesichts offener, übersichtlicher Wartezonen und direkter Zugänge zu Beratungsbüros erhofft sich das AMS eine bessere Kundensteuerung und kürzere Wege für Ratsuchende.
Strategie und erwartete Effekte
Die Leitung des AMS Kärnten bezeichnete den neuen Standort als „Flagship-Store“ unter den Regionalstellen. Nach Angaben des AMS reiht sich die Villacher Modernisierung in eine dreijährige Strategie ein, die Rahmenbedingungen für Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende auf den neuesten Stand bringen soll. Durch die Zusammenlegung zweier Organisationseinheiten rechnet das AMS mit Kosteneinsparungen und Synergieeffekten.
„Moderne Infrastruktur ermöglicht effiziente Abläufe, kurze Wege und eine hohe Servicequalität für unsere Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig schafft sie ein attraktives und zeitgemäßes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ — Johannes Kopf, Vorstandsvorsitzender AMS Österreich
Landesrätin Beate Prettner (SPÖ) betonte die Bedeutung persönlicher Beratung trotz fortschreitender Digitalisierung: Das neue Haus kombiniere digitale Angebote mit direkter Unterstützung für Arbeitsuchende und biete konkrete Perspektiven für Jobsuche, Weiterbildung und berufliche Neuorientierung. Auch die Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig (SPÖ) lobte das Engagement: Gute Begleitung bei der Jobsuche und die Vermittlung von Fachkräften seien wichtig für einen funktionierenden lokalen Arbeitsmarkt und den Standort Villach.
Organisation vor Ort — Funktionen im Überblick
Für die Besucherinnen und Besucher sollen die Anlaufstellen künftig leichter auffindbar und zugänglich sein. Die wichtigsten Funktionen im Gebäude lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Erdgeschoss: BerufsInfoZentrum (BIZ) — Information, Beratung, Materialien zur Berufsorientierung.
- 1. Stock: Service für Arbeitskräfte — persönliche Beratung, Vermittlung, Unterstützungsangebote.
- 2. Stock: Service für Unternehmen — Arbeitgeberbetreuung, Stellenvermittlung und Förderberatung.
- Angrenzend: ServiceLine Kärnten — digitale und telefonische Erreichbarkeit der Regionalstelle.
| Stockwerk | Funktion |
|---|---|
| Erdgeschoss | BIZ |
| 1. Stock | Service für Arbeitskräfte |
| 2. Stock | Service für Unternehmen |
Lokale Bedeutung und offene Fragen
Für Villach hat die Neueröffnung mehrere Auswirkungen: Arbeitsuchende und Betriebe bekommen einen zentralisierten, modernen Anlaufpunkt; die Stadt profitiert von barrierefreien Angeboten und einem sichtbaren infrastrukturellen Upgrade in der Innenstadt. Die Zusammenlegung der Einheiten soll Effizienz bringen, mögliche Auswirkungen auf regionale Erreichbarkeit kleinerer Außenstellen oder auf Personalstrukturen wurden bei der offiziellen Eröffnung jedoch nicht im Detail benannt.
Praktische Fragen für Nutzerinnen und Nutzer bleiben: Wie verändern sich Öffnungszeiten oder Terminvergabe? Wird es zusätzliche digitale Services oder Informationsangebote speziell für lokale Branchen? Offizielle Detailauskünfte kündigte das AMS für die kommenden Wochen an, um die Umstellung intern und extern zu begleiten.
Die Eröffnung in Villach steht in einem größeren Kontext der AMS-Modernisierung in Kärnten. Ziel ist es, persönliche Beratung und digitale Services zu verbinden und damit möglichst niederschwellige, zeitgemässe Angebote für den Arbeitsmarkt bereitzustellen.
Die Regionalstelle Villach nimmt damit eine zentrale Rolle in der regionalen Arbeitsmarktbetreuung ein und soll künftig als erste Anlaufstelle für viele Arbeitsuchende und Unternehmen in der Region dienen.