Intensive Suche unter schwierigen Bedingungen
In der Nacht auf den 11. September wurden Einsatzkräfte und freiwillige Helfer zu einer großangelegten Suche nach einem 73-jährigen Jäger in Fornach (Bezirk Vöcklabruck) alarmiert. Um zwei Uhr früh rückten Teams der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB) aus; neben der ÖRHB waren Polizei, Feuerwehr und das Rote Kreuz beteiligt. Zusätzlich kamen Drohnen zum Einsatz, um das weitläufige Gelände zu sichten.
Die Einsatzbedingungen erschwerten die Suche erheblich: Regen, nasses Wetter und matschiges, verwachsenes Gelände — teils bis zu den Knien — sowie Moorflächen verlangten den Menschen und ihren Hunden viel ab. Nach mehreren Stunden ohne Erfolg formierte die ÖRHB ihre Teams neu und startete eine zweite Suchwelle mit fünf Hunden.
Erfolgreicher Einsatz durch koordinierte Teams
Den entscheidenden Hinweis lieferte schließlich ein Suchtrupp der ÖRHB: Die Gruppenkommandanten Daniel Wurm und Claudia Pankratz sowie Landesleiter Wolfgang Eibl mit seinem Hund Findus waren an der erneuten Suche beteiligt. Nach Angaben der Einsatzkräfte hörte Pankratz Hilferufe und folgte ihnen; dabei konnten die Suchteams den Vermissten finden und sicher aus dem Gelände begleiten.
„Ich freue mich über den guten Ausgang unserer Suche und das Engagement meiner Teams“, sagte der Landesleiter der ÖRHB, Wolfgang Eibl.
Die Rettungskräfte beschrieben den Zustand des Mannes als stark durchnässt. Laut Einsatzangaben hatte er im Wald übernachtet und wurde bei anhaltender Nässe und tiefem, teils sumpfigem Untergrund geborgen. Er wurde an das Rote Kreuz übergeben, das die weitere medizinische Versorgung übernahm.
Folgen für Einsatzorganisationen und Ehrenamt
Der Einsatz macht die hohe Belastung der ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Rettungskräfte in ländlichen Regionen wie Vöcklabruck deutlich. Neben der physischen Anstrengung — nächtliche Suche, Kälte, Matsch — bedeutet ein solcher Einsatz auch organisatorischen Aufwand: Einsatzleitung, Nachalarmierung weiterer Kräfte und Koordination mit Polizei und Rettungsdienst. Vertreter der ÖRHB betonten die Notwendigkeit guter Ausrüstung und regelmäßiger Ausbildung, damit Mensch-Hund-Teams auch unter widrigen Bedingungen erfolgreich arbeiten können.
- Einsatzbeginn: Alarmierung in der Nacht um 2 Uhr
- Ort: Fornach, Bezirk Vöcklabruck
- Beteiligte: ÖRHB, Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Drohnenteams
- Ergebnis: Vermisster 73-Jähriger lebend gefunden und an das Rote Kreuz übergeben
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 02:00 | Alarmierung und Beginn der Suche |
| Nacht/Frühe Morgenstunden | Erste Suchwelle ohne Erfolg; erneute Formierung der Teams |
| Morgenstunden | Vermisster durch ÖRHB-Teams gefunden und geborgen |
Hinweise an die Bevölkerung
Solche Vorfälle erinnern daran, dass Wander- und Jagdgebiete in der Umgebung von Vöcklabruck insbesondere bei Nacht, Nässe und in Moor- bzw. verwachsenem Gelände gefährlich sein können. Bewohnerinnen und Bewohner werden gebeten, bei Ausflügen geeignete Ausrüstung mitzuführen, sich über Wetter- und Geländebedingungen zu informieren und im Notfall sofort die Behörden zu verständigen.
Die koordinierte Zusammenarbeit von Freiwilligen, professionellen Einsatzkräften und spezialisierten Hundeteams führte in diesem Fall zu einem positiven Ausgang. Die ÖRHB und die weiteren beteiligten Organisationen zeigten damit erneut ihre zentrale Rolle für die öffentliche Sicherheit in der Region Vöcklabruck.